war der Sohn von Haran und Abrahams Neffe (1. Mo 11,27). Lot begleitete Terach, Abraham und Sara auf ihrer Reise von Ur in Chaldäa nach Haran. Dann zog er mit Abraham und Sara weiter nach Kanaan, hinab nach Ägypten und wieder nach Kanaan zurück (1. Mo 11,31; 12,4-5; 13,1). Danach konnten sie nicht mehr zusammenbleiben, weil auch Lot viel Vieh besaß. Abraham ließ ihn sich einen Teil Kanaans auswählen und überließ ihm das gut bewässerte Jordantal, und Lot zog nach Sodom, litt dort aber unter dem, was er an Ausschweifungen und Zuchtlosigkeiten bei seinen Mitbürgern täglich sehen und hören musste (1Mo 13,8-13; 2Petr 2,7f). Abraham befreite Lot, als der mit seiner Habe bei kriegerischen Auseinandersetzungen verschleppt worden war (1. Mo 14,14-16).

Beim Untergang Sodoms gedachte Gott an Abraham und rettete Lot durch zwei Engel (1. Mo 19,29), denn Abraham hatte Gott gebeten, um der Gerechten willen die Stadt zu verschonen (1. Mo 18,16-33). Lots Frau, die sich während der Flucht trotz des Verbots noch einmal nach Sodom umsah, wurde zur Salzsäule (1. Mo 19,26). Lot blieb zuerst in Zoar, zog dann aber mit seinen beiden Töchtern aufs Gebirge, wo ihn seine Töchter betrunken machten, damit er mit ihnen Kinder zeugte. Daraus gingen zwei Söhne hervor: Moab und Ben-Ammi, die Stammväter der Moabiter und Ammoniter (1. Mo 19,30-38).

Jesus vergleicht die Zeit vor seiner Wiederkunft mit dem Verhalten der Leute in Sodom zur Zeit Lots (Lk 17,28-30). In 2. Petrus 2,7.8; wird ausdrücklich Lots Gerechtigkeit hervorgehoben, die sich darin äußerte, dass er nicht am ausschweifenden Leben der Leute in Sodom teilnahm. Der Name Lot kommt von dem hebräischen Wort loth, das in Jesaja 25,7 mit »Hülle« übersetzt wird.