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Elisa

ist ein Prophet in Israel und der Nachfolger Elias. Am Berg Horeb erhält Elia den Auftrag, Elisa von Abel-Mehola, den Sohn Schafats, zu seinem Nachfolger zu berufen. Elisa pflügt gerade sein Feld, als Elia seinen Mantel über ihn wirft und ihn damit zum Nachfolger ernennt (1. Kö 19,16.19-21). Bevor Elia um die Zeit des Todes Ahasjas von Israel und des Regierungsantritts seines Bruders Joram (um 852 v.Chr.) in einem feurigen Wagen entrückt wird, erbittet sich Elisa von ihm zwei Anteile seines Geistes und bezieht sich vermutlich damit auf den Anteil des Erstgeborenen, der das Doppelte der anderen Brüder betrug (2. Kö 2,9.10; vgl. 5. Mo 21,17). Dieser Wunsch wird ihm erfüllt, und auch den Mantel erhält er. Nach Elias Entrückung führt Elisa dessen Auftrag aus, Hasael zum zukünftigen König von Israel zu salben. Elisas Wirken fällt vor allem in die 12-jährige Herrschaftszeit Jorams (2. Kö 3,1) und ist durch eine große Anzahl von Wundern gekennzeichnet, durch die Gott seinen Beistand in den kleinen und großen Schwierigkeiten des Alltags zeigt: Angefangen bei einer geliehenen Axt, die in den Fluss fällt, wo Elisa sie wiederfindet (2. Kö 6,1-7), über ein Essen und eine Quelle, die er genießbar macht, und Brot, das er vermehrt (2. Kö 4,38-44), bis hin zu einem Toten, den er lebendig macht (2. Kö 4,18-37; 13,20.21). Das Handeln Elisas ist stark durch Hilfe und Barmherzigkeit geprägt – im Gegensatz zu Elia, der vor allem Gericht bringt. Dennoch verkündet auch er grausame und unverständliche Urteile: Einige Kinder, die ihn verspotten, werden von ihm verflucht und von zwei Bären zerrissen. 

Als Joram am Anfang seiner Regierung einen Feldzug gegen König Mescha von Moab unternimmt, rettet Elisa das Heer aus einer gefährlichen Notlage und verheißt den Sieg – aber nicht um Jorams willen, von dem der Prophet des Baalsdienstes wegen scharf abrückt, sondern mit Rücksicht auf seinen Verbündeten Joschafat von Juda (2. Kö 3,9-27). Dann verfolgt Elisa den Kampf zwischen Israel und Aram, den Joram von seinem Vater Ahab übernommen hat. Er unterrichtet den König über die Bewegungen der aramäischen Streifscharen und führt die Aramäer, die ihn gefangen nehmen sollen, selber in Gefangenschaft (2. Kö 6,8-23). In dieser Zeit oder auch vor dem Beginn der Feindseligkeiten (vgl. 2. Kö 5,7) heilt er den aramäischen Oberbefehlshaber Naaman vom Aussatz (2Kön 5,1-19). Als die Not im belagerten Samaria aufs Höchste gestiegen ist, verkündet Elisa Joram die Rettung für den nächsten Tag, die genau eintrifft (2. Kö 6,24-7,20).

Aber der König lässt sich durch all das nicht von seinem Weg abbringen: Der Baalsdienst in Israel und der Einfluss der Königsmutter Isebel bleiben bestehen. Nun ist die Zeit reif geworden für die Ausführung des Auftrages, den schon Elia am Berg Horeb empfangen hatte (1. Kön19,15f), und Elisa muss das Gericht Gottes einleiten. Er kündigt Hasaël in Damaskus den Tod Ben-Hadads und seine eigene Herrschaft über Aram an (2. Kö 8,7-15). Als Joram und Hasaël schon im Streit miteinander liegen (2. Kö 9,14), lässt Elisa Jehu mit dem Befehl zur Ausrottung des Hauses Ahabs zum König über Israel salben (2. Kö 9,1-13). 

Über 40 Jahre lang vollzieht sich dann das Gericht an Israel (vgl. 2. Kö 10,36 und 13,1). Während der ganzen Zeit hören wir nichts mehr von einem öffentlichen Auftreten Elisas – der Prophet schweigt. Die Macht des Syrerkönigs Hasaël nimmt während der Regierung Jehus und seines Sohnes Joahas immer mehr zu, Israel sinkt zur Bedeutungslosigkeit herab (2. Kö 13,3.7). Erst als Joasch, der Enkel Jehus, zu ihm kommt, kündigt Elisa ihm auf seinem Sterbebett neuen, dreifachen Sieg über die Syrer an (2. Kö 13,14-19) und leitet so noch kurz vor seinem Tode wieder eine Zeit der Hilfe Gottes für Israel ein und wird damit der Bedeutung seines Namens völlig gerecht: Gott hat geholfen.

Elisa

ist ein Prophet in Israel und der Nachfolger Elias. Am Berg Horeb erhält Elia den Auftrag, Elisa von Abel-Mehola, den Sohn Schafats, zu seinem Nachfolger zu berufen. Elisa pflügt gerade sein Feld, als Elia seinen Mantel über ihn wirft und ihn damit zum Nachfolger ernennt (1. Kö 19,16.19-21). Bevor Elia um die Zeit des Todes Ahasjas von Israel und des Regierungsantritts seines Bruders Joram (um 852 v.Chr.) in einem feurigen Wagen entrückt wird, erbittet sich Elisa von ihm zwei Anteile seines Geistes und bezieht sich vermutlich damit auf den Anteil des Erstgeborenen, der das Doppelte der anderen Brüder betrug (2. Kö 2,9.10; vgl. 5. Mo 21,17). Dieser Wunsch wird ihm erfüllt, und auch den Mantel erhält er. Nach Elias Entrückung führt Elisa dessen Auftrag aus, Hasael zum zukünftigen König von Israel zu salben. Elisas Wirken fällt vor allem in die 12-jährige Herrschaftszeit Jorams (2. Kö 3,1) und ist durch eine große Anzahl von Wundern gekennzeichnet, durch die Gott seinen Beistand in den kleinen und großen Schwierigkeiten des Alltags zeigt: Angefangen bei einer geliehenen Axt, die in den Fluss fällt, wo Elisa sie wiederfindet (2. Kö 6,1-7), über ein Essen und eine Quelle, die er genießbar macht, und Brot, das er vermehrt (2. Kö 4,38-44), bis hin zu einem Toten, den er lebendig macht (2. Kö 4,18-37; 13,20.21). Das Handeln Elisas ist stark durch Hilfe und Barmherzigkeit geprägt – im Gegensatz zu Elia, der vor allem Gericht bringt. Dennoch verkündet auch er grausame und unverständliche Urteile: Einige Kinder, die ihn verspotten, werden von ihm verflucht und von zwei Bären zerrissen. 

Als Joram am Anfang seiner Regierung einen Feldzug gegen König Mescha von Moab unternimmt, rettet Elisa das Heer aus einer gefährlichen Notlage und verheißt den Sieg – aber nicht um Jorams willen, von dem der Prophet des Baalsdienstes wegen scharf abrückt, sondern mit Rücksicht auf seinen Verbündeten Joschafat von Juda (2. Kö 3,9-27). Dann verfolgt Elisa den Kampf zwischen Israel und Aram, den Joram von seinem Vater Ahab übernommen hat. Er unterrichtet den König über die Bewegungen der aramäischen Streifscharen und führt die Aramäer, die ihn gefangen nehmen sollen, selber in Gefangenschaft (2. Kö 6,8-23). In dieser Zeit oder auch vor dem Beginn der Feindseligkeiten (vgl. 2. Kö 5,7) heilt er den aramäischen Oberbefehlshaber Naaman vom Aussatz (2Kön 5,1-19). Als die Not im belagerten Samaria aufs Höchste gestiegen ist, verkündet Elisa Joram die Rettung für den nächsten Tag, die genau eintrifft (2. Kö 6,24-7,20).

Aber der König lässt sich durch all das nicht von seinem Weg abbringen: Der Baalsdienst in Israel und der Einfluss der Königsmutter Isebel bleiben bestehen. Nun ist die Zeit reif geworden für die Ausführung des Auftrages, den schon Elia am Berg Horeb empfangen hatte (1. Kön19,15f), und Elisa muss das Gericht Gottes einleiten. Er kündigt Hasaël in Damaskus den Tod Ben-Hadads und seine eigene Herrschaft über Aram an (2. Kö 8,7-15). Als Joram und Hasaël schon im Streit miteinander liegen (2. Kö 9,14), lässt Elisa Jehu mit dem Befehl zur Ausrottung des Hauses Ahabs zum König über Israel salben (2. Kö 9,1-13). 

Über 40 Jahre lang vollzieht sich dann das Gericht an Israel (vgl. 2. Kö 10,36 und 13,1). Während der ganzen Zeit hören wir nichts mehr von einem öffentlichen Auftreten Elisas – der Prophet schweigt. Die Macht des Syrerkönigs Hasaël nimmt während der Regierung Jehus und seines Sohnes Joahas immer mehr zu, Israel sinkt zur Bedeutungslosigkeit herab (2. Kö 13,3.7). Erst als Joasch, der Enkel Jehus, zu ihm kommt, kündigt Elisa ihm auf seinem Sterbebett neuen, dreifachen Sieg über die Syrer an (2. Kö 13,14-19) und leitet so noch kurz vor seinem Tode wieder eine Zeit der Hilfe Gottes für Israel ein und wird damit der Bedeutung seines Namens völlig gerecht: Gott hat geholfen.