1. Thema und Inhalt

Thema: Das Buch der Anfange (griechisch: Genesis)

Das 1. Buch Mose berichtet über den Ursprung der Welt und der Menschheit. Bald nach der Schöpfung brach die Sünde in diese Welt hinein, und Gott vertrieb die Menschen aus dem Paradies, wies aber zugleich schon auf den Sieger über das Böse hin. Obwohl die Menschen nun Opfer brachten, um sich mit Gott zu versöhnen, nahm die Macht der Sünde immer mehr zu. Durch die Sintflut vollzog Gott ein erneutes Gericht an ihnen und schloß danach einen Bund mit Noah, doch die Sünde entwickelte sich weiter. Weil Gott die Menschen nicht in ihrer Sünde zugrunde gehen lassen wollte, erwählte er Abraham und durch ihn ein Volk, das zu seiner Ehre leben sollte. Aus diesem Volk kam später Jesus Christus, der Erlöser der Menschheit, hervor.

2. Abfassung

Alle biblischen Hinweise machen deutlich, dass Mose der Verfasser aller nach ihm benannten Bücher ist. Die Abfassung geschah wahrscheinlich um 1443 v. Chr.
Vor dem 17. Jahrhundert glaubten fast alle Bibellausleger an die Verfasserschaft der Mosebücher durch Mose, doch in der Zeit der Aufklärung setzte die Bibelkritik ein. Seit dieser Zeit wird von vielen Gelehrten die Abfassung der Mosebücher durch Mose bestritten, und es werden andere Lösungsmöglichkeiten angeboten. Die bekannteste Theorie ist die Quellenscheidungstheorie. Sie behauptet, dass nicht Mose der Verfasser ist, sondern dass das Werk von verschiedenen Schreibern erstellt wurde. Wir lehnen diese Theorie ab, weil sie ein Angriff auf die Zuverlässigkeit der Schrift und auf Jesu Vollkommenheit ist, der die Abfassung durch Mose bestätigte.

Einige Begründungen für die Verfasserschaft durch Mose:

1. Die schriftstellerische Tätigkeit des Mose wird an verschiedenen Stellen erwähnt:

Danach sprach der HERR zu Mose: Schreib dies zum Gedächtnis in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, dass ich die Erinnerung an Amalek vollständig unter dem Himmel auslöschen werde! (2. Mo 17,14)
Da schrieb Mose alle Worte des HERRN auf. Am <nächsten> Morgen aber machte er sich früh auf und errichtete einen Altar unten am Berg und zwölf Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels. (2. Mo 24,4)
Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf! Denn nach diesen Worten schließe ich mit dir und mit Israel einen Bund. (2. Mo 34,27)
Dies sind die Lagerplätze der Söhne Israel, die aus dem Land Ägypten ausgezogen sind, nach ihren Heer<esverbänd>en <geordnet>, unter der Hand des Mose und des Aaron. Und Mose schrieb ihre Aufbruchsorte auf nach ihren Lagerplätzen nach dem Befehl des HERRN; und das sind ihre Lagerplätze nach ihren Aufbruchsorten: (4. Mo 33,1.2)
Und Mose schrieb dieses Gesetz auf und gab es den Priestern, den Söhnen Levis, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Ältesten von Israel. (5. Mo 31,9)
Und Mose schrieb dieses Lied an jenem Tag auf, und er lehrte es die Söhne Israel. (5. Mo 31,22)

2. Andere Bücher des Alten Testaments erwähnen das Gesetz Mose:

wie Mose, der Knecht des HERRN, den Söhnen Israel geboten hatte, wie im Buch des Gesetzes des Mose geschrieben steht, einen Altar von unbehauenen Steinen, über denen man kein Eisen geschwungen hatte. Und sie brachten darauf dem HERRN Brandopfer dar und schlachteten Heilsopfer. (Jos 8,31)
Bewahre, was der HERR, dein Gott, zu bewahren geboten hat, dass du auf seinen Wegen gehst, indem du seine Ordnungen, seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen und seine Zeugnisse bewahrst, wie es im Gesetz des Mose geschrieben ist, damit du Erfolg hast in allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest; (1. Kö 2,3)
Und sie stellten die Priester nach ihren Gruppen auf und die Leviten nach ihren Abteilungen zum Dienst Gottes in Jerusalem, nach der Vorschrift des Buches des Mose. (Esr 6,18)
da versammelte sich das ganze Volk wie {ein} Mann auf dem Platz, der vor dem Wassertor war. Und sie sagten zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch mit dem Gesetz des Mose herbeibringen, das der HERR <dem Volk> Israel geboten hatte. (Neh 8,1)
Und ganz Israel hat dein Gesetz übertreten und ist abgewichen, so dass sie deiner Stimme nicht gehorcht haben. Und so hat sich der Fluch und der Schwur über uns ergossen, der im Gesetz des Mose, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen ihn gesündigt haben. (Dan 9,11)
Haltet im Gedächtnis das Gesetz meines Knechtes Mose, dem ich am Horeb für ganz Israel Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe. (Mal 3,22)

3. Über 30-mal wird im Neuen Testament das Gesetz des Mose erwähnt, z.B.:

Mose hat schon gesagt: «Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken, gleich mir. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird! (Apg 3,22)
Und sie stellten falsche Zeugen auf, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Worte zu reden gegen die heilige Stätte und das Gesetz; denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche verändern, die uns Mose überliefert hat. (Apg 6,13.14)
So sei es euch nun kund, ihr Brüder, dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, (Apg 13,38)
Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht errettet werden. (Apg 15,1)
Einige aber von denen aus der Sekte der Pharisäer, die gläubig waren, traten auf und sagten: Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten. (Apg 15,5)
Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt <solche>, die ihn predigen, da er an jedem Sabbat in den Synagogen gelesen wird. (Apg 15,21)
Als sie ihm aber einen Tag bestimmt hatten, kamen mehrere zu ihm in die Herberge, denen er das Reich Gottes auslegte und bezeugte. Und er suchte sie zu überzeugen von Jesus, sowohl aus dem Gesetz Moses als auch den Propheten, von frühmorgens bis zum Abend. (Apg 28,23)
Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: «Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.» (Röm 10,5)
Denn in dem Gesetz Moses steht geschrieben: «Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden». Ist Gott etwa um die Ochsen besorgt? (1. Kor 9,9)

4. Jesus bestätigte Mose als Verfasser:

Und Jesus spricht zu ihm: Siehe, sage es niemandem; sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und bring die Gabe dar, die Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis! (Mt 8,4)
Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und zu entlassen? Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. (Mt 19,7.8)
und sprachen: Lehrer, Mose hat gesagt: Wenn jemand stirbt und keine Kinder hat, so soll sein Bruder seine Frau heiraten und soll seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken. (Mt 22,24)
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt, noch die Kraft Gottes; denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: «Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs»? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Und als die Volksmengen es hörten, erstaunten sie über seine Lehre. (Mt 22,29-33)
Was aber die Toten betrifft, dass sie auferweckt werden: Habt ihr nicht im Buch Moses gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm redete und sprach: «Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs»? (Mk 12,26)
Abraham aber spricht: Sie haben Mose und die Propheten. Mögen sie die hören! (Lk 16,29)
Dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose beim Dornbusch angedeutet, wenn er den Herrn «den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs» nennt. (Lk 20,37)
Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf. (Lk 24,27)
Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben? (Joh 5,46.47)
Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten? (Joh 7,19)
Wenn ein Mensch die Beschneidung am Sabbat empfängt, damit das Gesetz Moses nicht aufgehoben wird, <wieso> zürnt ihr mir, dass ich einen ganzen Menschen gesund gemacht habe am Sabbat? (Joh 7,23)

5. Die jüdische und christliche Überlieferung nennen Mose als den Verfasser.

6. Die literarische Einheit in Stil, Wortwahl und Inhalt spricht gegen mehrere Verfasser.


3. Zweck

Das erste Buch Mose hat eine besonders große Bedeutung:

  • Es erklärt den Ursprung des Universums.
  • Es erklärt die Herkunft des Menschen sowie seine Bestimmung und seinen Fall.
  • Es erklärt die Entstehung der verschiedenen Sprachen und Rassen.
  • Es erklärt Gottes Bund und Geschichte mit den Erzvätern des Volkes Israel.

4. Zeitabschnitt

Das 1. Buch Mose beginnt mit dem Schöpfungsbericht und endet mit dem Tod Josefs in Ägypten (ca. 1800 v. Chr.). Es umfasst also eine Zeitspanne von über 2000 Jahren.

5. Einteilung

Der Schöpfungsbericht (1. Mo 1-2)

  1. Die Schöpfung (1. Mo 1,1-2,4)
    1. Tag: Licht (1. Mo 1,1-5)
    2. Tag: Trennung des Wassers (1. Mo 1,6-8)
    3. Tag: Land, Meer, Pflanzen (1. Mo 1,9-13)
    4. Tag: Sonne, Mond, Sterne (1. Mo 1,14-19)
    5. Tag: Wassertiere, Vögel (1. Mo 1,20-23)
    6. Tag: Landtiere, Mensch (1. Mo 1,24-31)
    7. Tag: Ruhetag (1. Mo 2,1-4)
  2. 2. Das Paradies (1. Mo 2,5-25)
    1. Gott bereitet den Garten Eden (1. Mo 2,5-17)
    2. Gott setzt die Ehe ein (1. Mo 2,18-25)


Die Urgeschichte der Menschheit (1. Mo 3-11)

  1. Der Sündenfall (1. Mo 3)
    1. Die Versuchung und der Fall (1. Mo 3,1-6)
    2. Die Folgen der Sünde, 1. Mo 3,7-24)
  2. Adams Nachkommen (1. Mo 4-5)
    1. Kains Brudermord (1. Mo 4,1-16)
    2. Die erste Zivilisation, 1. Mo 4,17-26)
    3. Die Stammtafel von Adam bis Noah (1. Mo 5)
  3. Die Sintflut (1. Mo 6,1-9,19)
    1. Die Ursache der Flut (1. Mo 6,1-7)
    2. Noahs Berufung und Bau der Arche (1. Mo 6,8-22)
    3. Das Ausmaß der Flut (1. Mo 7)
    4. Das Ende der Flut (1. Mo 8)
    5. Gottes Bund mit Noah (1. Mo 9,1-19)
  4. Noahs Nachkommenschaft (1. Mo 9,20-11,31)
    1. Noahs Sünde, sein Segen und Fluch über seine Söhne, sein Tod (1. Mo 9,20-29)
    2. Noahs Nachkommen (1. Mo 10)
    3. Der Turmbau zu Babel (1. Mo 11,1-9)
    4. Sems Nachkommen (1. Mo 11,10-31)

Die Erzväter (Patriarchen), 1. Mo 12-40

  1. Die Geschichte Abrahams (1. Mo 12,1-25,11)
    1. Abrahams Berufung (1. Mo 12,1-9)
    2. Abrahams Versagen (1. Mo 12,9-20)
    3. Abrahams Glaubenserweis und Brudertreue (1. Mo 13-14)
    4. Abraham erfährt Gottes Treue (1. Mo 15-20)
    5. Abrahams verheißener Nachkomme (1. Mo 21)
    6. Abrahams Opfergang (1. Mo 22)
    7. Sarahs Tod und Begräbnis (1. Mo 23)
    8. Brautsuche für Isaak (1. Mo 24)
    9. Abrahams zweite Ehe, sein Tod und Begräbnis (1. Mo 25,1-11)
  2. Die Geschichte Isaaks (1. Mo 21-35)
    1. Isaaks Geburt (1. Mo 21,1-8)
    2. Abrahams Prüfung: Isaak soll geopfert werden (1. Mo 22,1-19)
    3. Rebekka wird Isaaks Frau (1. Mo 24)
    4. Isaak bekommt zwei Söhne (1. Mo 25,19-28)
    5. Isaaks Auseinandersetzungen mit seinen Nachbarn (1. Mo 26)
    6. Isaak segnet seine Söhne (1. Mo 27)
    7. Isaaks Tod (1. Mo 35,27-29)
  3. Die Geschichte Jakobs (1. Mo 25,19-49,33)
    1. Jakobs Geburt und Kindheit (1. Mo 25,19-26)
    2. Jakobs frühe Tätigkeit (1. Mo 25,27-34)
    3. Jakob gewinnt mit List den Erstgeburtssegen (1. Mo 27,1-40)
    4. Jakobs Flucht nach Haran (1. Mo 27,41-28,22)
    5. Jakobs Dienst bei Laban (1. Mo 29-30)
    6. Jakobs Rückkehr nach Kanaan (1. Mo 31-33)
    7. Jakob in Sichern und Betel (1. Mo 34-35)
    8. Jakobs Erfahrungen in Kanaan (1. Mo 36-45)
    9. Jakob reist nach Ägypten (1. Mo 46-47)
    10. Jakobs Segen und sein Tod (1. Mo 48-49)
  4. Die Geschichte Josefs (1. Mo 30,22-50,26)
    1. Josefs Kindheit (1. Mo 30,22-24)
    2. Josefs Träume und sein Verkauftwerden nach Ägypten (1. Mo 37)
    3. Josefs Dienst in Potifars Haus (1. Mo 39,1-18)
    4. Josef im Gefängnis (1. Mo 39,19-40,23)
    5. Josef wird zweiter Mann über Ägypten (1. Mo 40-41)
    6. Josefs Begegnungen mit seinen Brüdern (1. Mo 42-45)
    7. Josefs Fürsorge für seine Angehörigen und Tod (1. Mo 46-50)

6. Hinweise auf Jesus Christus

Im Alten Testament gibt es viele Hinweise auf Jesus Christus. Sie sind eine gewaltige Bestätigung dafür, dass Jesus wirklich der verheißene Messias ist. Manche Stellen weisen direkt auf Jesus hin, während andere erst durch das Licht des Neuen Testaments verständlich werden.
Ihr erforscht die Schriften, denn {ihr} meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und {sie} sind es, die von mir zeugen; (Joh 5,39)
Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben? (Joh 5,46.47)

6.1 Direkte Hinweise

Unter den Völkern des Alten Testaments ist eine gewisse "Segenslinie" erkennbar aus der heraus der Messias kommen sollte. Je näher wir der Zeit des Neuen Testaments kommen (desto konkreter werden die Hinweise auf Jesus.

  1. Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; {er} wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. (1. Mo 3,15)
    Der Erlöser wird aus der Menschheit hervorkommen und den Teufel (bzw. die „Schlange") endgültig besiegen.
  2. Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! (1. Mo 12,1-3)
    Derjenige, durch den die ganze Menschheit gesegnet werden soll, wird aus der Linie Abrahams hervorgehen.
  3. Und Gott sprach: Nein, <sondern> Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst ihm den Namen Isaak geben! Und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten zu einem ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm. (1.Mo 17,19)
    Gott richtet seinen Bund auf mit Isaak und seinen Nachkommen.
  4. Und siehe, der HERR stand über ihr und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft. Und deine Nachkommenschaft soll wie der Staub der Erde werden, und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden hin; und in dir und in deiner Nachkommenschaft sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. (1. Mo 28,13.14)
    Durch Jakob und seine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.
  5. Nicht weicht das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen weg, bis dass der Schilo kommt, dem gehört der Gehorsam der Völker. (1.Mo 49,10)
    Der „Held, dem die Völker anhangen" wird aus dem Stamm Juda kommen.

6.2 Verschleierte Hinweise

  1. Adam (1. Mose 1,27-4,2.25.26; 5,1-5)
    Der erste Mensch Adam ist das Gegenbild zu Christus.
    Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Bild des Zukünftigen ist. (Röm 5,14)
    Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. Wie es nun durch {eine} Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis <kam>, so auch durch {eine} Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. Denn wie durch des {einen} Menschen Ungehorsam die vielen <in die Stellung von> Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen <in die Stellung von> Gerechten versetzt werden. (Röm 5,17-19)
    denn da ja durch einen Menschen <der> Tod <kam>, so auch durch einen Menschen <die> Auferstehung <der> Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. (1. Kor 15,21.22)
    So steht auch geschrieben: «Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele», der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. Aber das Geistliche ist nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch vom Himmel. (1. Kor 15,45-47)
  2. Melchisedek
    Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat! Und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedränger in deine Hand ausgeliefert hat! - Und <Abram> gab ihm den Zehnten von allem. (1. Mo 14,18-20)
    Jesus Christus wurde unser Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks, der sowohl König als auch Priester war.
    wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist. (Hebr 6,20)
    Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit, und seines Königtums wird kein Ende sein. (Lk 1,30-33)
    «Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einer Eselin reitend, und <zwar> auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.» (Mt 21,5)

   Daher musste er in allem den Brüdern gleich werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester vor Gott werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen; (Hebr 2,17)

7. Besonderheiten

  • Gottes Erhabenheit (Größe und Erbarmen - sowohl in der Schöpfung der Welt als auch im Umgang mit den Menschen - scheinen immer wieder in mächtiger Weise hervor.
  • Die Sünde der Menschen verursacht mehrere große Gerichte Gottes:
    • die Vertreibung aus dem Paradies
    • die Sintflut
    • die Sprachenverwirrung zu Babel
    • den Untergang von Sodom und Gomorra
  • Im 1. Buch Mose sehen wir (dass Gott Bündnisse mit den Menschen schließt:
    • den Bund mit Noah (1. Mose 8,21-22; 9,1-17)
    • den Bund mit Abraham (1. Mose 12,1-7; 17,1-14)