TAG 163

INFORMATIONEN

FRAGEN

  • In welcher Situation ist Psalm 56 entstanden?

BIBELTEXT

Psalm 53-56; 58

Psalm 53

Dem Vorsänger, nach Machalat. Ein Maskil von David.

Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott! Sie haben Böses getan und haben abscheulich das Unrecht verübt; da ist keiner, der Gutes tut.

Gott hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da sei, einer, der Gott suche.

Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

Haben keine Erkenntnis, die Frevel tun, die mein Volk fressen, als äßen sie Brot? Gott rufen sie nicht an.

Da überfiel sie ein Schrecken, ohne dass ein Schrecken da war; denn Gott hat die Gebeine dessen zerstreut, der dich belagerte. Du hast sie beschämt, denn Gott hat sie verworfen.

O dass aus Zion die Rettungen Israels da wären! Wenn Gott die Gefangenschaft seines Volkes wendet, soll Jakob frohlocken, Israel sich freuen.

Psalm 54

Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Maskil von David, als die Siphiter kamen und zu Saul sprachen: Hält David sich nicht bei uns verborgen?

Gott, durch deinen Namen rette mich, und verschaffe mir Recht durch deine Macht!

Gott, höre mein Gebet, nimm zu Ohren die Reden meines Mundes!

Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden, und Gewalttätige trachten nach meinem Leben; sie haben Gott nicht vor sich gestellt. – Sela.

 

Siehe, Gott ist mein Helfer; der Herr ist unter denen, die meine Seele stützen.

Er wird meinen Feinden das Böse zurückerstatten. Nach deiner Wahrheit vertilge sie!

Opfern will ich dir mit Freiwilligkeit; deinen Namen will ich preisen, HERR, denn er ist gut.

Denn aus aller Bedrängnis hat er mich errettet; und mein Auge hat <mit Genugtuung> auf meine Feinde gesehen.

Psalm 55

Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Maskil von David.

Nimm zu Ohren, o Gott, mein Gebet, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Horche auf mich und antworte mir! Ich irre umher in meiner Klage und muss stöhnen

vor der Stimme des Feindes, vor der Bedrückung des Gottlosen; denn sie wälzen Unheil auf mich, und im Zorn feinden sie mich an.

Mein Herz ängstigte sich in meinem Innern, und Todesschrecken haben mich befallen.

Furcht und Zittern überkamen mich, und Schauder bedeckte mich.

Und ich sprach: O dass ich Flügel hätte wie die Taube! Ich wollte hinfliegen und ruhen.

Siehe, weithin entflöhe ich, würde weilen in der Wüste. – Sela.

 

Ich wollte schnell entkommen vor dem heftigen Wind, vor dem Sturm.

Vernichte, Herr, zerteile ihre Zunge! Denn Gewalttat und Streit habe ich in der Stadt gesehen.

Tag und Nacht machen sie die Runde um sie auf ihren Mauern; und Unheil und Mühsal sind in ihrer Mitte.

Schadentun ist in ihrer Mitte, und Bedrückung und Trug weichen nicht von ihrer Straße.

Denn nicht ein Feind <ist es, der> mich höhnt, sonst würde ich es ertragen; nicht mein Hasser <ist es, der> gegen mich großgetan hat, sonst würde ich mich vor ihm verbergen;

sondern du, ein Mensch wie ich, mein Freund und mein Vertrauter;

die wir vertrauten Umgang miteinander pflegten, ins Haus Gottes gingen mit der Menge.

Der Tod überrasche sie, lebendig mögen sie hinabfahren in den Scheol, denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung, in ihrem Innern.

Ich <aber>, ich rufe zu Gott, und der HERR rettet mich.

Abends und morgens und mittags muss ich klagen und stöhnen, und er hört meine Stimme.

Er hat meine Seele in Frieden erlöst aus dem Kampf gegen mich; denn mit vielen sind sie gegen mich gewesen.

Hören wird Gott und sie demütigen (er thront ja von alters her – Sela),

 

weil es keine Änderung bei ihnen gibt und sie Gott nicht fürchten.

Er hat seine Hände ausgestreckt gegen die, die mit ihm in Frieden waren; seinen Bund hat er gebrochen.

Glatt sind die Milchworte seines Mundes, aber Krieg ist sein Herz; geschmeidiger sind seine Worte als Öl, aber sie sind gezogene Schwerter.

Wirf auf den HERRN, was dir auferlegt ist, und er wird dich erhalten; er wird niemals zulassen, dass der Gerechte wankt!

Und du, Gott, wirst sie in die Grube des Verderbens hinabstürzen; die Männer des Blutes und des Truges werden ihre Tage nicht zur Hälfte bringen. Ich aber werde auf dich vertrauen.

Psalm 56

Dem Vorsänger, nach „Die Taube der fernen Terebinthen.“ Von David, ein Miktam, als die Philister ihn in Gat ergriffen.

Sei mir gnädig, o Gott! Denn es schnaubt nach mir der Mensch. Er bedrückt mich, indem er mich den ganzen Tag bekämpft.

Meine Feinde schnauben den ganzen Tag; denn viele bekämpfen mich in Hochmut.

An dem Tag, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.

In Gott werde ich rühmen sein Wort; auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht fürchten; was sollte das Fleisch mir tun?

Meine Worte verdrehen sie den ganzen Tag, alle ihre Gedanken sind gegen mich zum Bösen.

Sie rotten sich zusammen, verstecken sich, sie beobachten meine Fersen, weil sie meiner Seele auflauern.

Sollte> bei <ihrem> Frevel Rettung für sie <sein>? Im Zorn stürze nieder die Völker, o Gott!

Mein Umherirren zählst du. Lege in deinen Schlauch meine Tränen; sind sie nicht in deinem Buch?

Dann werden meine Feinde umkehren an dem Tag, da ich rufe; dies weiß ich, dass Gott für mich ist.

In Gott werde ich rühmen das Wort, in dem HERRN werde ich rühmen das Wort.

Auf Gott vertraue ich; ich werde mich nicht fürchten; was sollte der Mensch mir tun?

Auf mir, o Gott, sind deine Gelübde, ich werde dir Dankopfer entrichten.

Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, ja, meine Füße vom Sturz, damit ich vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen wandle.

Psalm 58

Ps 58,1: Dem Vorsänger. „Verdirb nicht!“ Von David, ein Miktam.

Redet ihr wirklich Gerechtigkeit durch Verstummen? Richtet ihr in Geradheit, ihr Menschenkinder?

Ja, im Herzen übt ihr Ungerechtigkeiten; die Gewalttat eurer Hände wiegt ihr ab im Land.

Abgewichen sind die Gottlosen von Mutterschoß an, es irren von Mutterleib an die Lügenredner.

Gift haben sie wie Schlangengift, wie eine taube Otter, die ihr Ohr verschließt,

die nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der sich auf Zaubersprüche versteht.

Zerschmettere, o Gott, ihre Zähne in ihrem Maul, brich aus das Gebiss der jungen Löwen, HERR!

Lass sie zergehen wie Wasser, die zerfließen! Legt er seine Pfeile an, <so seien sie> wie abgestumpft! <>

Lass sie sein> wie die Schnecke, die zerschmelzend vergeht, <wie> die Fehlgeburt einer Frau, die die Sonne nie erblickt hat!

Bevor eure Töpfe den Dorn merken, möge er ihn, frisch oder brennend, wegwehen!

Freuen wird sich der Gerechte, wenn er die Rache anschaut; er wird seine Füße im Blut des Gottlosen baden.

Und der Mensch wird sagen: Ja, es gibt Lohn für den Gerechten; ja, es gibt einen Gott, der auf der Erde richtet. 

MEINE ANTWORTEN

In welcher Situation ist Psalm 56 entstanden?

  • als die Philister David zu Gat angriffen (Ps 56,1)
  • als die Feinde David bedrängten (Ps 56,2-3)
  • als David Angst hatte (Ps 56,4)
  • als er von seine Leuten getadelt wurde (Ps 56,6)

INFORMATIONEN

WEITERFÜHRENDE DOKUMENTE