TAG 166

INFORMATIONEN

FRAGEN

  • Aus Psalm 139 erkennen wir, dass Gott überall gegenwärtig ist. Welche Bedeutung hat dieses Wissen für unser Leben als Christ?
  • Wegen welcher Not rief David den Herrn in Psalm 140 an?
  • Wie verhält sich Gott denen gegenüber, die niedergeschlagen sind?

BIBELTEXT

Psalm 138-141; 143-145

Psalm 138

Ps 138,1: Von David.
Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen, will dich besingen vor den Göttern.

Ich will zu deinem heiligen Tempel hin anbeten und deinen Namen preisen um deiner Güte und deiner Wahrheit willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Namen.

An dem Tag, als ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: In meiner Seele war Kraft.

Alle Könige der Erde werden dich preisen, HERR, wenn sie gehört haben die Worte deines Mundes.

Und sie werden die Wege des HERRN besingendenn groß ist die Herrlichkeit des HERRN.

Denn der HERR ist hoch, und er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von fern.

Wenn ich inmitten der Bedrängnis wandle, wirst du mich beleben; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten.

Der HERR wird es für mich vollenden. HERR, deine Güte <währt> ewig. Lass nicht die Werke deiner Hände!

Psalm 
Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm.
HERR, du hast mich erforscht und erkannt!

Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst meine Gedanken von fern.

Du sichtest mein Wandeln und mein Liegen und bist vertraut mit allen meinen Wegen.

Denn das Wort ist <noch> nicht auf meiner Zungesiehe, HERR, du weißt es ganz.

Von hinten und von vorn hast du mich eingeengt und deine Hand auf mich gelegt.

Kenntnis, zu wunderbar für mich, zu hoch: Ich vermag sie nicht zu erfassen!

Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist und wohin fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich auf zum Himmel: Du bist da; und bettete ich mir im Scheol: Siehe, du bist da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres,

auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen.

Und spräche ich: „Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde das Licht um mich her“ –

auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.

Denn du besaßest meine Nieren; du wobst mich im Leib meiner Mutter.

Ich preise dich dafür, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl.

Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich gemacht wurde im Geheimen, gewirkt <wie ein Stickwerk> in den untersten Örtern der Erde.

Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die entworfen wurden, als nicht einer von ihnen war.

Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie gewaltig sind ihre Summen!

Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir.

Möchtest du, o Gott, den Gottlosen töten! Und ihr Blutmenschen, weicht von mir! –

Sie, die dich nennen zum Verbrechen, die zu Eitlem schwören, deine Feinde.

Hasse ich nicht, HERR, die dich hassen, und verabscheue ich nicht, die gegen dich aufstehen?

Mit vollkommenem Hass hasse ich sie; sie sind Feinde für mich.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!

Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!

Psalm 140

Dem Vorsänger. Ein Psalm von David.

Befreie mich, HERR, von dem bösen Menschen; vor dem Mann der Gewalttaten behüte mich –

die Bosheiten ersinnen im Herzen, täglich Kriege erregen!

Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. – Sela.

Bewahre mich, HERR, vor den Händen des Gottlosen – vor dem Mann der Gewalttaten behüte mich –, die darauf sinnen, meine Tritte umzustoßen!

Die Stolzen haben mir heimlich eine Schlinge und Fallstricke gelegt, ein Netz ausgespannt zur Seite des Weges; sie haben mir Fallen gestellt. – Sela.

Ich sprach zu dem HERRN: Du bist mein Gott! Nimm zu Ohren, HERR, die Stimme meines Flehens!

HERR, Herr, <du> Stärke meiner Rettung, du hast mein Haupt beschirmt am Tag der Waffen.

Gewähre nicht, HERR, die Begierden des Gottlosen, lass sein Vorhaben nicht gelingen: Sie würden sich erheben. – Sela.

Die Häupter derer, die mich umringen – das Unheil ihrer Lippen bedecke sie!

Mögen feurige Kohlen auf sie herabfallen! Ins Feuer stürze er sie, in Wasserfluten, dass sie nicht aufstehen!

Der Mann von <böser> Zunge möge nicht feststehen im Land; der Mann der Gewalttat – das Böse möge ihn jagen bis zum Sturz!

Ich weißdass der HERR ausführen wird die Rechtssache des Elenden, das Recht der Armen.

Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen werden vor deinem Angesicht wohnen.

Psalm 141

Ein Psalm von David.
HERR, zu dir habe ich gerufen, eile zu mir! Nimm zu Ohren meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!

Lass als Räucherwerk vor dir bestehen mein Gebet, das Erheben meiner Hände als Abendopfer!

Setze, HERR, meinem Mund eine Wache, behüte die Tür meiner Lippen!

Neige mein Herz nicht zu einer bösen Sache, um in Gottlosigkeit Handlungen zu verüben mit Männern, die Frevel tun; und möge ich nicht essen von ihren Leckerbissen!

Der Gerechte schlage mich – es ist Güte. Und er strafe mich – es ist Öl des Hauptes. Mein Haupt wird sich nicht weigern, denn noch ist bei ihren Bosheiten mein Gebet <für sie>.

Sind ihre Richter die Felsen hinabgestürzt worden, so werden sie meine Worte hören, dass sie lieblich sind.

Wie einer die Erde schneidet und spaltet, so sind unsere Gebeine hingestreut am Rand des Scheols.

Doch auf dich, HERR, <mein> Herr, sind meine Augen <gerichtet>, zu dir nehme ich Zuflucht; gib meine Seele nicht preis!

Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor den Fallstricken derer, die Frevel tun!

Lass die Gottlosen in ihre <eigenen> Netze fallen, während ich vorübergehe!

Psalm 143

Ein Psalm von David.
HERR, höre mein Gebet, nimm zu Ohren mein Flehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit!

Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht! Denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

Denn der Feind verfolgt meine Seele, zertritt zur Erde mein Leben, lässt mich wohnen in Finsternissen wie die Toten der Urzeit.

Und mein Geist ermattet in mir, mein Herz ist betäubt in meinem Innern.

Ich gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun; ich sinne über das Werk deiner Hände.

Zu dir breite ich meine Hände aus; wie ein lechzendes Land <lechzt> meine Seele nach dir. – Sela.

 

Eilends erhöre mich, HERR! Es verschmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst werde ich denen gleich sein, die zur Grube hinabfahren.

Lass mich früh hören deine Güte, denn auf dich vertraue ich; tu mir kund den Weg, den ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele!

Ps 143,9: Errette mich, HERR, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich dein Wohlgefallen tun! Denn du bist mein Gott; dein guter Geist leite mich in ebenem Land!

Um deines Namens willen, HERR, belebe mich; in deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Bedrängnis!

Und in deiner Güte vertilge meine Feinde, und alle Bedränger meiner Seele bringe um, denn ich bin dein Knecht!


Ps 144,1: Von David.
Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine Hände unterweist zum Kampf, meine Finger zum Krieg:

Meine Güte und meine Burg, meine hohe Festung und mein Erretter; mein Schild und der, bei dem ich Zuflucht suche, der mir mein Volk unterwirft!

HERR, was ist der Mensch, dass du Kenntnis von ihm nimmst, der Sohn des Menschen, dass du ihn beachtest?

Der Mensch gleicht dem Hauch; seine Tage sind wie ein vorübergehender Schatten.

HERR, neige deine Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, dass sie rauchen!

Blitze mit Blitzen und zerstreue sie; schieße deine Pfeile und verwirre sie!

Strecke deine Hände aus von der Höhe; reiße mich <heraus> und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der Fremde,

deren Mund Eitelkeit redet und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist!

Gott, ein neues Lied will ich dir singen, mit der Harfe von zehn Saiten will ich dir Psalmen singen –

dir, der den Königen Rettung gibt, der seinen Knecht David dem verderbenden Schwert entreißt.

Reiße mich <heraus> und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde, deren Mund Eitelkeit redet und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist;

dass unsere Söhne in ihrer Jugend seien wie hochgezogene Pflanzen, unsere Töchter wie behauene Ecksäulen nach der Bauart eines Palastes;

dass unsere Speicher voll seien, spendend von allerlei Art; dass unser Kleinvieh sich tausendfach mehre, zehntausendfach auf unseren Weidegründen;

dass unsere Rinder trächtig seien; dass kein Einbruch und kein Ausfall sei und kein Klagegeschrei auf unseren Straßen!

Glückselig das Volk, dem es so ergeht! Glückselig das Volk, dessen Gott der HERR ist!

Psalm 145

Ein Lobgesang von David.
Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen preisen immer und ewig.

Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben immer und ewig.

Groß ist der HERR und sehr zu loben, und seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht wird dem anderen deine Werke rühmen, und deine Machttaten werden sie verkünden.

Reden will ich von der herrlichen Pracht deiner Majestät und von deinen Wundertaten.

Und sie werden sprechen von der Kraft deiner furchtbaren Taten, und deine Großtaten werde ich erzählen.

Das Gedächtnis deiner großen Güte werden sie hervorströmen lassen und deine Gerechtigkeit jubelnd preisen.

Gnädig und barmherzig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Güte.

Der HERR ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke.

Alle deine Werke, HERR, werden dich loben, und deine Frommen dich preisen.

Sie werden sprechen von der Herrlichkeit deines Reiches und werden reden von deiner Macht,

um den Menschenkindern kundzutun seine Machttaten und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches.

Dein Reich ist ein Reich aller Zeitalter und deine Herrschaft durch alle Geschlechter hindurch.

Der HERR stützt alle Fallenden und richtet alle Niedergebeugten auf.

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit;

du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebende nach Begehr.

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gütig in allen seinen Taten.

Nahe ist der HERR allen, die ihn anrufen, allen, die ihn anrufen in Wahrheit.

Er tut das Verlangen derer, die ihn fürchten; ihr Schreien hört er und rettet sie.

Der HERR bewahrt alle, die ihn lieben, und alle Gottlosen vertilgt er.

Mein Mund soll das Lob des HERRN aussprechen; und alles Fleisch preise seinen heiligen Namen immer und ewig!

MEINE ANTWORTEN

Aus Psalm 139 erkennen wir, dass Gott überall gegenwärtig ist. Welche Bedeutung hat dieses Wissen für unser Leben als Christ?

  • Gott hat David erforscht und erkannt (Ps 139,1) ⇒ er kennt uns auch durch und durch
  • er kennt alle Handlungen (Ps 139,2.3)
  • er kennt unsere Gedanken und Worte (Ps 139,4) ⇒ bevor wir Handeln und Reden sollten wir uns alles genau überlegen
  • Gott ist überall (Ps 139,7-10) ⇒ wir können nicht vor Gott weglaufen
  • Gott sieht alles (Ps 139,11.12)
  • Gott ist unser Schöpfer (Ps 139,13-16)
  • Gottes Gedanken sind um größer als unsere Gedanken (Ps 139,17.18)

Wegen welcher Not rief David den Herrn in Psalm 140 an?

  • gewaltätiger Menschen (Ps 140,2-4)
  • Gottlosen (Ps 140,5.6.9)

Wie verhält sich Gott denen gegenüber, die niedergeschlagen sind?

  • den richtet Gott auf (Ps 145,14)

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