Tag 34

Informationen

  1. Informationen zu Hiob nach M. Röseler 
  2. Informationen zu Hiob nach J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch Hiob nach R. Liebi

Fragen

  • Womit muss derjenige rechnen, der sich gegen Gott auflehnt?
  • Worin sieht Hiob selbst die Ursache seines Leidens?

Bibeltext

Hiob 15-17

 

Hi 15,1: Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:

Wird ein Weiser windige Erkenntnis antworten, und wird er sein Inneres füllen mit Ostwind, streitend mit Reden, die nichts taugen, und mit Worten, womit er nicht nützt? Ja, du vernichtest die Gottesfurcht und schmälerst die Andacht vor Gott. Denn deine Ungerechtigkeit belehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der Listigen. Dein Mund verdammt dich, und nicht ich; und deine Lippen zeugen gegen dich.

Bist du als Erster zum Menschen gezeugt und vor den Hügeln du geboren?
Hast du im Rat Gottes zugehört und die Weisheit an dich gerissen?
Was weißt du, das wir nicht wüssten, <was> verstehst du, das uns nicht bekannt wäre?
Unter uns sind auch Alte, auch Greise, reicher an Tagen als dein Vater.

Sind dir zu wenig die Tröstungen Gottes, und ein sanftes Wort an dich <zu gering>?
Was reißt dein Herz dich hin, und was zwinkern deine Augen, dass du gegen Gott dein Schnauben kehrst und Reden hervorkommen lässt aus deinem Mund?
Was ist der Mensch, dass er rein sein sollte, und der von einer Frau Geborene, dass er gerecht wäre?
Siehe, auf seine Heiligen vertraut er nicht, und die Himmel sind nicht rein in seinen Augen, wie viel weniger der Abscheuliche und Verderbte, der Mann, der Unrecht trinkt wie Wasser!

Ich will es dir berichten, höre mir zu; und was ich gesehen habe, will ich erzählen, was die Weisen verkündigt und nicht verhehlt haben von ihren Vätern her – ihnen allein war das Land übergeben, und kein Fremder zog durch ihre Mitte –:

Alle seine Tage wird der Gottlose gequält, und eine <kleine> Zahl von Jahren ist dem Gewalttätigen aufgespart. Die Stimme von Schrecknissen ist in seinen Ohren, im Frieden kommt der Verwüster über ihn; er glaubt nicht an eine Rückkehr aus der Finsternis, und er ist ausersehen für das Schwert. Er schweift umher nach Brot – wo <ist es>? Er weiß, dass neben ihm ein Tag der Finsternis bereitet ist. Angst und Bedrängnis schrecken ihn, sie überwältigen ihn wie ein König, gerüstet zum Sturm.
Weil er seine Hand gegen Gott ausgestreckt hat und gegen den Allmächtigen trotzte, gegen ihn anrannte mit gerecktem Hals, mit den dichten Buckeln seiner Schilde;  weil er sein Angesicht bedeckt hat mit seinem Fett und Speck angesetzt hat an den Lenden – und er bewohnte zerstörte Städte, Häuser, die nicht bewohnt werden sollten, die zu Steinhaufen bestimmt waren –, so> wird er nicht reich werden, und sein Vermögen wird keinen Bestand haben; und nicht neigt sich zur Erde, was solche besitzen. Er entweicht nicht der Finsternis; seine Schösslinge versengt die Flamme; und er muss weichen durch den Hauch seines Mundes.

Er verlasse sich nicht auf Nichtiges, er wird getäuscht; denn Nichtiges wird seine Vergeltung sein. Noch ist sein Tag nicht da, so erfüllt es sich; und sein Palmzweig wird nicht grün.  Wie der Weinstock stößt er seine unreifen Früchte ab, und wie der Olivenbaum wirft er seine Blüte ab. Denn der Hausstand des Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer frisst die Zelte der Bestechung. Sie sind schwanger mit Mühsal und gebären Unheil, und ihr Inneres bereitet Trug.

Hiob 16

Und Hiob antwortete und sprach:

Ich habe vieles dergleichen gehört; leidige Tröster seid ihr alle! 
Hat es ein Ende mit den windigen Worten? Oder was reizt dich, dass du antwortest?
Auch ich könnte reden wie ihr. Wenn eure Seele an der Stelle meiner Seele wäre, könnte ich Worte gegen euch zusammenreihen und mein Haupt über euch schütteln; ich wollte euch stärken mit meinem Mund, und das Beileid meiner Lippen würde <euch> Linderung bringen. Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich es, nicht weicht er von mir. Ja, er hat mich bereits erschöpft – du hast meinen ganzen Hausstand verwüstet. Und du hast mich zusammenschrumpfen lassen, zum Zeugen wurde es; und meine Abmagerung tritt gegen mich auf, sie zeugt mir ins Angesicht. Sein Zorn hat mich zerfleischt und verfolgt, er hat mit seinen Zähnen gegen mich geknirscht; als mein Bedränger schärft er seine Augen gegen mich. Ihr Maul haben sie gegen mich aufgesperrt, mit Hohn meine Wangen geschlagen; allesamt stärken sie sich gegen mich.
Gott gab mich preis dem kleinen Kind, und in die Hände der Gottlosen stürzte er mich.
Ich war in Ruhe, und er hat mich zerrüttelt, und er packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich; und er stellte mich hin, sich zur Zielscheibe. 
Seine Schützen umzingelten mich, er spaltete meine Nieren ohne Schonung; er schüttete meine Galle zur Erde. Er durchbrach mich, Bruch auf Bruch; er rannte gegen mich wie ein Held. Ich habe Sacktuch über meine Haut genäht und mein Horn in den Staub gesteckt. Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der Schatten des Todes, obwohl keine Gewalttat in meinen Händen und mein Gebet lauter ist.

Erde, bedecke nicht mein Blut, und für mein Geschrei sei kein Platz! Sogar jetzt, siehe, im Himmel ist mein Zeuge, und der mir Zeugnis gibt, ist in den Höhen. Meine Freunde sind meine Spötter: Zu Gott tränt mein Auge, dass er schiedsrichterlich entscheide Gott gegenüber für einen Mann, und für einen Menschensohn hinsichtlich seines Freundes. Denn die zählbaren Jahre gehen vorüber, und ich werde einen Weg gehen, auf dem ich nicht wiederkehren werde.

Hiob 17

Mein Geist ist verstört, meine Tage erlöschen, die Gräber sind für mich. Sind nicht Spöttereien um mich her, und muss nicht mein Auge weilen auf ihren Beleidigungen? Setze doch <ein Pfand> ein, leiste Bürgschaft für mich bei dir selbst! Wer ist es <sonst>, der in meine Hand einschlagen wird? Denn ihr Herz hast du der Einsicht verschlossen; darum wirst du ihnen nicht die Oberhand geben. Wenn einer die Freunde zur Beute preisgibt, so werden die Augen seiner Kinder verschmachten. Und er hat mich hingestellt zum Sprichwort der Völker, und ich bin zum Anspeien ins Angesicht. Und mein Auge ist trübe geworden vor Kummer, und wie der Schatten sind alle meine Glieder.
Die Aufrichtigen werden sich darüber entsetzen, und der Schuldlose wird aufgebracht werden über den Ruchlosen. Doch der Gerechte wird an seinem Weg festhalten, und der an Händen Reine wird an Stärke zunehmen. Aber ihr alle, kommt nur wieder heran! Und einen Weisen werde ich nicht unter euch finden.
Meine Tage sind vorüber, zerrissen sind meine Pläne, das Eigentum meines Herzens. Die Nacht machen sie zum Tag, das Licht soll näher sein als die Finsternis. Wenn ich hoffe, so ist der Scheol mein Haus, in der Finsternis bette ich mein Lager. Zur Grube rufe ich: Du bist mein Vater!, zum Gewürm: Meine Mutter und meine Schwester! Wo also ist denn meine Hoffnung – ja, meine Hoffnung, wer wird sie schauen? Sie fährt hinab zu den Riegeln des Scheols, wenn <wir> miteinander im Staub Ruhe <haben>.

Meine Antworten

Womit muss derjenige rechnen, der sich gegen Gott auflehnt?

  • Hi 15,20-24 Alle seine Tage wird der Gottlose gequält, und eine <kleine> Zahl von Jahren ist dem Gewalttätigen aufgespart. Die Stimme von Schrecknissen ist in seinen Ohren, im Frieden kommt der Verwüster über ihn; er glaubt nicht an eine Rückkehr aus der Finsternis, und er ist ausersehen für das Schwert. Er schweift umher nach Brot – wo <ist es>? Er weiß, dass neben ihm ein Tag der Finsternis bereitet ist. Angst und Bedrängnis schrecken ihn, sie überwältigen ihn wie ein König, gerüstet zum Sturm.

Worin sieht Hiob selbst die Ursache seines Leidens?

  • Er war sorglos (Hi 16,12)

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