Tag 36

Informationen

  1. Informationen zu Hiob nach M. Röseler 
  2. Informationen zu Hiob nach J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch Hiob nach R. Liebi

Fragen

  • Wie soll Hiob gemäß Elifas Rat mit seinem Gold umgehen?
  • Wie beschreibt Hiob das Leben der Gottlosen? Fasse es mit einigen Stichworten zusammen!

Bibeltext

Hiob 22-24

Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:

Kann ein Mann Gott Nutzen bringen? Vielmehr nützt der Einsichtige sich selbst.
Ist es dem Allmächtigen von Vorteil, wenn du gerecht bist, oder ist es ihm ein Gewinn, wenn du deine Wege vollkommen machst?
Ist es wegen deiner Gottesfurcht, dass er dich straft, mit dir ins Gericht geht?
Sind nicht deine Bosheiten groß und deine Ungerechtigkeiten ohne Ende?
Denn du pfändetest deinen Bruder ohne Ursache, und den Nackten zogst du die Kleider aus; dem Lechzenden gabst du kein Wasser zu trinken, und dem Hungrigen verweigertest du das Brot.
Und dem Mann der Gewalt, ihm gehörte das Land, und der Angesehene wohnte darin.
Die Witwen schicktest du leer fort, und die Arme der Waisen wurden zermalmt.
Darum sind Schlingen rings um dich her, und ein plötzlicher Schrecken macht dich bestürzt.
Oder siehst du nicht die Finsternis und die Wasserflut, die dich bedeckt?

Ist Gott nicht so hoch wie die Himmel? Sieh doch den Gipfel der Sterne, wie erhaben sie sind!
Und du sprichst: Was sollte Gott wissen? Kann er richten durch Wolkendunkel hindurch?
Die Wolken sind ihm eine Hülle, dass er nicht sieht, und er durchwandelt den Kreis des Himmels.
Willst du den Pfad der Vorzeit einhalten, den die Frevler betraten, die weggerafft wurden vor der Zeit? Wie ein Strom zerfloss ihr fester Grund – die zu Gott sprachen: Weiche von uns! Und was könnte der Allmächtige für uns tun?
Und <doch> hatte er ihre Häuser mit Wohlstand gefüllt. – Aber der Rat der Gottlosen sei fern von mir!

Die Gerechten sehen es und freuen sich, und der Schuldlose verspottet sie: Sind nicht unsere Gegner vertilgt, und hat nicht Feuer ihren Überrest gefressen?
Verkehre doch freundlich mit ihm und halte Frieden; dadurch wird Gutes über dich kommen. Empfange doch Belehrung aus seinem Mund, und nimm dir seine Worte zu Herzen.
Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du wieder aufgebaut werden, wenn du Unrecht aus deinen Zelten entfernst.
Und lege das Golderz in den Staub und <das Gold von> Ophir unter den Kies der Bäche, so wird der Allmächtige dein Golderz und dein glänzendes Silber sein.
Denn dann wirst du dich an dem Allmächtigen ergötzen und zu Gott dein Angesicht erheben.
Du wirst zu ihm beten, und er wird dich erhören; und deine Gelübde wirst du bezahlen. Beschließt du eine Sache, so wird sie zustande kommen, und Licht wird über deinen Wegen strahlen.
Wenn sie abwärts gehen, so wirst du sagen: Empor! Und den, der die Augen niederschlägt, wird er retten.
Sogar> den Nicht-Schuldlosen wird er befreien; er wird befreit werden durch die Reinheit deiner Hände.

Hiob 23

Und Hiob antwortete und sprach:

Auch heute ist meine Klage trotzig; seine Hand lastet schwer auf meinem Seufzen. O dass ich ihn zu finden wüsste, dass ich kommen könnte bis zu seiner Wohnstätte! Ich würde <meine> Rechtssache vor ihm darlegen und meinen Mund mit Beweisgründen füllen. Ich würde die Worte wissen, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde. Würde er in der Größe <seiner> Kraft mit mir streiten? Nein, er würde nur Acht auf mich haben. Dort würde ein Rechtschaffener mit ihm rechten, und für immer würde ich meinem Richter entkommen. Siehe, gehe ich vorwärts, so ist er nicht da, und rückwärts, so bemerke ich ihn nicht; zur Linken, während er wirkt, so schaue ich ihn nicht; er verhüllt sich zur Rechten, und ich sehe ihn nicht.

Denn er kennt den Weg, der bei mir ist; prüfte er mich, wie Gold würde ich hervorgehen. An seinem Schritt hat mein Fuß festgehalten, seinen Weg habe ich bewahrt und bin nicht abgebogen; vom Gebot seiner Lippen bin ich nicht abgewichen, ich habe die Worte seines Mundes verwahrt, mehr als meinen <eigenen> Vorsatz. Doch er bleibt sich gleich, und wer kann seinen Sinn ändern? Was seine Seele begehrt, das tut er. Denn er wird vollenden, was über mich bestimmt ist; und dergleichen ist vieles bei ihm. Darum bin ich bestürzt vor seinem Angesicht; erwäge ich es, so erschrecke ich vor ihm. Ja, Gott hat mein Herz verzagt gemacht und der Allmächtige mich in Bestürzung versetzt. Denn nicht wegen der Finsternis bin ich vernichtet, noch weil Dunkelheit mein Angesicht bedeckt hat.

Hiob 24

Warum sind nicht Zeiten aufgespart vom Allmächtigen, und <warum> sehen die, die ihn kennen, seine Tage nicht?
Sie verrücken die Grenzen, sie rauben die Herde und weiden sie. Sie treiben den Esel der Waisen weg, nehmen das Rind der Witwe zum Pfand; sie stoßen die Armen aus dem Weg. Die Elenden des Landes verkriechen sich allesamt:  Siehe, wie Wildesel in der Wüste gehen sie aus an ihr Werk, eifrig nach Beute suchend; die Steppe <liefert> ihnen Brot für die Kinder.
Auf dem Feld schneiden sie sein Futterkorn ab und lesen den Weinberg des Gottlosen nach.
Nackt übernachten sie, ohne Gewand, und haben keine Bedeckung in der Kälte. Vom Regenguss des Gebirges werden sie durchnässt, und obdachlos umklammern sie den Felsen. – Sie reißen die Waise von der Brust, und was der Elende anhat, nehmen sie zum Pfand. – Nackt gehen sie umher, ohne Gewand, und hungernd tragen sie die Garbe; zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und sind durstig. Von der Stadt her ächzen Männer, und die Seele der Durchbohrten schreit. Und Gott rechnet es nicht als Ungebühr an.

Jene gehören zu den Feinden des Lichts, sie kennen seine Wege nicht und bleiben nicht auf seinen Pfaden.
Mit dem Licht steht der Mörder auf, tötet den Elenden und den Armen; und in der Nacht ist er dem Dieb gleich. Und das Auge des Ehebrechers lauert auf die Dämmerung, indem er spricht: Kein Auge wird mich erblicken; und er verhüllt sein Angesicht. In der Finsternis bricht man in die Häuser ein. Am Tag schließen sie sich ein, das Licht kennen sie nicht. Denn als Morgen <gilt> ihnen allen der Todesschatten, denn jeder von ihnen ist bekannt mit den Schrecken des Todesschattens.

Er ist schnell auf der Wasserfläche, verflucht wird ihr Grundbesitz auf der Erde; nicht mehr schlägt er den Weg zu den Weinbergen ein. Dürre und Hitze raffen Schneewasser weg: <so> der Scheol die, die gesündigt haben. Der Mutterleib vergisst ihn, das Gewürm labt sich an ihm, man erinnert sich nicht mehr an ihn, und das Unrecht wird zerbrochen wie ein Baum – er, der die Unfruchtbare beraubt, die nicht gebiert, und der Witwe kein Gutes tut.
Und Mächtige rafft er dahin durch seine Kraft; steht er auf, so traut man seinem <eigenen> Leben nicht. Er gibt ihm Sicherheit, und er wird gestützt. Aber seine Augen sind über ihren Wegen. Sie sind hochgestiegen: Ein wenig, und sie sind nicht mehr; und sie sinken hin, werden zusammengerafft wie alle anderen; und wie der Kopf der Ähre werden sie abgeschnitten. Und wenn es nun nicht <so> ist, wer wird mich Lügen strafen und meine Rede zunichtemachen?
 

Meine Antworten

Wie soll Hiob gemäß Elifas Rat mit seinem Gold umgehen?

  • es den Schuldiger erlassen (Hi 22,6-8)
  • es den Witwen geben (Hi 22,9)

Wie beschreibt Hiob das Leben der Gottlosen? Fasse es mit einigen Stichworten zusammen!

  • sie bereichern sich an dem Besitz der anderen (Witwen) (Hi 24,2-4)
  • sie suchen nach Beute (Hi 24,5)
  • sie lesen die Weinberge und Felder nach (was den Witwen und Waisen vorbehalten ist) (Hi 24,6)
  • sie töten (Hi 24,14)
  • sie begehen Ehebruch (Hi 24,14)
  • sie meiden das Licht (Hi 24,16.17)

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