Tag 37

Informationen

  1. Informationen zu Hiob nach M. Röseler 
  2. Informationen zu Hiob nach J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch Hiob nach R. Liebi

Fragen

  • Welches ist die Hauptaussage Bildads in seiner dritten Rede an Hiob?
  • Hiob beschreibt die Suche nach Weisheit, bis er zu dem Ergebnis kommt, dass Gott den Weg dahin kennt. Worin besteht die wahre Weisheit?

Bibeltext

Hiob 25-28

Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sprach:

Herrschaft und Schrecken sind bei ihm; er schafft Frieden in seinen Höhen. Sind seine Scharen zu zählen? Und über wem erhebt sich nicht sein Licht? Und wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte ein von einer Frau Geborener rein sein? Siehe, sogar der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind nicht rein in seinen Augen: wie viel weniger der Mensch, der Wurm, und das Menschenkind, die Made!

Hiob 26

Und Hiob antwortete und sprach:

Wie hast du dem Ohnmächtigen geholfen, den kraftlosen Arm gerettet! Wie hast du den beraten, der keine Weisheit hat, und gründliches Wissen in Fülle kundgetan!An wen hast du Worte gerichtet, und wessen Odem ist von dir ausgegangen?

Die Schatten beben unter den Wassern und ihren Bewohnern. Der Scheol ist nackt vor ihm, und keine Hülle hat der Abgrund. Er spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts. Er bindet die Wasser in seine Wolken, und das Gewölk zerreißt nicht unter ihnen. Er verhüllt den Anblick <seines> Thrones, indem er sein Gewölk darüber ausbreitet. Er rundete eine Schranke ab über der Fläche der Wasser bis zum äußersten Ende, wo Licht und Finsternis zusammentreffen. Die Säulen des Himmels wanken und entsetzen sich vor seinem Schelten. Durch seine Kraft erregt er das Meer, und durch seine Einsicht zerschellt er Rahab. Durch seinen Hauch wird der Himmel heiter, seine Hand durchbohrt den flüchtigen Drachen. Siehe, das sind die Säume seiner Wege; und wie wenig haben wir von ihm gehört! Und den Donner seiner Macht, wer versteht ihn?

Hiob 27

Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch anzuheben, und sprach:

So <wahr> Gott lebt, der mir mein Recht entzogen hat, und der Allmächtige, der meine Seele bitter gemacht hat – solange mein Odem in mir ist, und der Hauch Gottes in meiner Nase –, wenn meine Lippen Unrecht reden werden und wenn meine Zunge Trug aussprechen wird! Fern sei es von mir, dass ich euch Recht geben sollte; bis ich verscheide, werde ich meine Unsträflichkeit nicht von mir weichen lassen. An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und werde sie nicht fahren lassen: Mein Herz schmäht nicht einen von meinen Tagen. Mein Feind sei wie der Gottlose, und der gegen mich auftritt, wie der Ungerechte. Denn was ist die Hoffnung des Ruchlosen, wenn Gott abschneidet, wenn er seine Seele herauszieht? Wird Gott sein Geschrei hören, wenn Bedrängnis über ihn kommt? Oder wird er sich an dem Allmächtigen ergötzen, Gott anrufen zu aller Zeit?

Ich will euch belehren über die Hand Gottes; was bei dem Allmächtigen ist, will ich nicht verhehlen. Siehe, ihr selbst habt es alle geschaut, und warum denn schwatzt ihr so unnütz? Dies ist das Teil des gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Gewalttätigen, das sie vom Allmächtigen empfangen: Wenn seine Kinder sich mehren, so ist es für das Schwert, und seine Sprösslinge haben nicht satt Brot. Seine Übriggebliebenen werden begraben durch den Tod, und seine Witwen weinen nicht. Wenn er Silber aufhäuft wie Staub und Kleider bereitet wie Lehm – er bereitet sie, aber der Gerechte bekleidet sich <damit>; und Schuldlose teilen sich das Silber. Er hat sein Haus gebaut wie die Motte, und der Hütte gleich, die ein Wächter <sich> macht. Reich legt er sich hin, und er tut es nicht wieder; er schlägt die Augen auf und ist nicht mehr. Schrecken ereilen ihn wie Wasser, in der Nacht entführt ihn ein Sturmwind. Der Ostwind hebt ihn empor, dass er dahinfährt, und stürmt ihn fort von seiner Stätte. Und Gott schleudert auf ihn ohne Schonung; seiner Hand möchte er flüchtend entfliehen. Man klatscht über ihn in die Hände und zischt ihm nach von seiner Stätte aus.

Hiob 28

Denn für das Silber gibt es einen Fundort, und eine Stätte für das Gold, das man läutert. Eisen wird hervorgeholt aus der Erde, und Gestein schmilzt man zu Kupfer. Er hat der Finsternis ein Ende gesetzt und durchforscht bis zur äußersten Grenze das Gestein der Finsternis und des Todesschattens. Er bricht einen Schacht fern von dem Wohnenden; die vom Fuß Vergessenen hängen hinab, fern von den Menschen schweben sie. Die Erde – aus ihr kommt Brot hervor, und ihr Unteres wird zerwühlt wie vom Feuer. Ihr Gestein ist der Sitz des Saphirs, und Goldstaub ist darin. Ein Pfad, den der Raubvogel nicht kennt und den das Auge des Habichts nicht erblickt hat; den die wilden Tiere nicht betreten, über den der Löwe nicht hingeschritten ist. Er legt seine Hand an das harte Gestein, wühlt die Berge um von der Wurzel aus. Kanäle haut er durch die Felsen, und allerlei Kostbares sieht sein Auge. Er dämmt Flüsse ein, dass sie nicht durchsickern, und Verborgenes zieht er hervor an das Licht.

Aber die Weisheit, wo wird sie gefunden, und wo ist die Stätte des Verstandes? Kein Mensch kennt ihren Wert, und im Land der Lebendigen wird sie nicht gefunden. Die Tiefe spricht: Sie ist nicht in mir; und das Meer spricht: Sie ist nicht bei mir. Geläutertes Gold kann nicht für sie gegeben und Silber nicht als ihr Kaufpreis abgewogen werden. Sie wird nicht aufgewogen mit Gold von Ophir, mit kostbarem Onyx und Saphir. Gold und Glas kann man ihr nicht gleichstellen, noch sie gegen ein Gerät aus gediegenem Gold eintauschen. Korallen und Kristall kommen <neben ihr> nicht in Erwähnung, und der Besitz der Weisheit ist mehr wert als Perlen. Nicht kann man ihr gleichstellen den Topas von Äthiopien; mit feinem Gold wird sie nicht aufgewogen. Die Weisheit nun, woher kommt sie, und wo ist die Stätte des Verstandes? Denn sie ist verborgen vor den Augen aller Lebendigen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie verhüllt. Der Abgrund und der Tod sagen: Mit unseren Ohren haben wir ein Gerücht von ihr gehört.

Gott versteht ihren Weg, und er kennt ihre Stätte. Denn er schaut bis zu den Enden der Erde; unter dem ganzen Himmel sieht er. Als er dem Wind ein Gewicht bestimmte und die Wasser mit dem Maß abwog, als er dem Regen ein Gesetz bestimmte und eine Bahn dem Donnerstrahl, da sah er sie und tat sie kund, er setzte sie ein und durchforschte sie auch. Und zum Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des Herrn ist Weisheit, und vom Bösen weichen ist Verstand.

Meine Antworten

Welches ist die Hauptaussage Bildads in seiner dritten Rede an Hiob?

  • Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott? (Hi 25,4)
  • Wie könnte einer rein sein, der von einer FRau geboren wurde? (Hi 25,4)

Hiob beschreibt die Suche nach Weisheit, bis er zu dem Ergebnis kommt, dass Gott den Weg dahin kennt. Worin besteht die wahre Weisheit?

  • Hiob 28,23-28: Gott versteht ihren Weg, und er kennt ihre Stätte. Denn er schaut bis zu den Enden der Erde; unter dem ganzen Himmel sieht er. Als er dem Wind ein Gewicht bestimmte und die Wasser mit dem Maß abwog, als er dem Regen ein Gesetz bestimmte und eine Bahn dem Donnerstrahl, da sah er sie und tat sie kund, er setzte sie ein und durchforschte sie auch. Und zum Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des Herrn ist Weisheit, und vom Bösen weichen ist Verstand.

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