Zum Inhalt springen

Omri

Omri
Dreimal wird der Name Omri im ersten Buch der Chronik erwähnt. Der bekannteste Vertreter dieses Namens ist jedoch der im Buch der Könige erwähnte Herrscher über das Nordreich Israel.

  1. Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, dessen Vater Becher hieß (1. Chr 7,8).
  2. Ein Judäer aus dem Geschlecht des Perez (1. Chr 9,4).
  3. Ein Fürst des Stammes Issachar zur Zeit Davids. Sein Vater hieß Michael (1. Chr 27,18).
  4. Ein König von Israel, der 882-871 v.Chr. regierte und von dem in 1. Kö 16,15-28 berichtet wird. Ungewöhnlich an diesem sechsten König des Nordreiches ist die Art, wie er auf den Thron kam: Zwei Jahre lang hatte König Ela über Israel regiert, als er von Simri, einem der Heerführer, in Tirza ermordet wurde. Doch als das Volk von diesem Mord hörte, akzeptierte es nicht ohne weiteres Simri auf dem Thron, sondern krönte seinen Feldhauptmann Omri zum König, was Simri nach nur siebentägiger Herrschaft in den Selbstmord trieb. Doch auch jetzt war der Herrscher nicht unumstritten: Nur ein Teil des Volkes stand auf Omris Seite, der andere Teil machte einen Mann namens Tibni zumKönig, der bis zu seinem Tod 878 v.Chr. als Gegenkönig regierte. Aus Omris anschließender alleiniger Regierungszeit wird uns nur eine einzige Handlung berichtet: Vermutlich kurz nach Tibnis Tod kaufte Omri den Berg Samaria von einem gewissen Semer, nach dem auch die Stadt Samaria benannt wurde, die Omri dort baute. Der Platz für die Stadt war offensichtlich meisterhaft ausgewählt, denn in der folgenden Geschichte des Nordreiches zeigte sich, wie schwer sie zu erobern war.
    Viel wissen wir damit nicht über Omris Herrschaft. Und auch die Chronik der Könige Israels, auf die in 1. Könige 16,28 verwiesen wird und in der Omris Regierungszeit weiter beschrieben sein soll, ist uns nicht erhalten. Aber dennoch war er offensichtlich ein berühmter König: In assyrischen Inschriften werden die zehn Stämme immer als das Haus Omris bezeichnet. Und sogar Jehu, jener König, der von dem Propheten Elisa gesalbt wurde, wird dort ein Sohn Omris genannt. Der biblische Bericht aber hat kein gutes Urteil über ihn – im Gegenteil: Omri trieb es ärger als alle, die vor ihm gewesen waren (1. Kö 16,25), und es wird erwähnt, dass er den Götzendienst weiterführte, mit dem Israel schon unter Jerobeam I. Gott zornig gemacht hatte. Auch in Mi 6,16 wird Omri noch einmal als negatives Beispiel erwähnt. Omri wurde in Samaria begraben, und sein Sohn Ahab, der die tyrische Königstochter Isebel heiratete, wurde sein Nachfolger.

Omri

Omri
Dreimal wird der Name Omri im ersten Buch der Chronik erwähnt. Der bekannteste Vertreter dieses Namens ist jedoch der im Buch der Könige erwähnte Herrscher über das Nordreich Israel.

  1. Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, dessen Vater Becher hieß (1. Chr 7,8).
  2. Ein Judäer aus dem Geschlecht des Perez (1. Chr 9,4).
  3. Ein Fürst des Stammes Issachar zur Zeit Davids. Sein Vater hieß Michael (1. Chr 27,18).
  4. Ein König von Israel, der 882-871 v.Chr. regierte und von dem in 1. Kö 16,15-28 berichtet wird. Ungewöhnlich an diesem sechsten König des Nordreiches ist die Art, wie er auf den Thron kam: Zwei Jahre lang hatte König Ela über Israel regiert, als er von Simri, einem der Heerführer, in Tirza ermordet wurde. Doch als das Volk von diesem Mord hörte, akzeptierte es nicht ohne weiteres Simri auf dem Thron, sondern krönte seinen Feldhauptmann Omri zum König, was Simri nach nur siebentägiger Herrschaft in den Selbstmord trieb. Doch auch jetzt war der Herrscher nicht unumstritten: Nur ein Teil des Volkes stand auf Omris Seite, der andere Teil machte einen Mann namens Tibni zumKönig, der bis zu seinem Tod 878 v.Chr. als Gegenkönig regierte. Aus Omris anschließender alleiniger Regierungszeit wird uns nur eine einzige Handlung berichtet: Vermutlich kurz nach Tibnis Tod kaufte Omri den Berg Samaria von einem gewissen Semer, nach dem auch die Stadt Samaria benannt wurde, die Omri dort baute. Der Platz für die Stadt war offensichtlich meisterhaft ausgewählt, denn in der folgenden Geschichte des Nordreiches zeigte sich, wie schwer sie zu erobern war.
    Viel wissen wir damit nicht über Omris Herrschaft. Und auch die Chronik der Könige Israels, auf die in 1. Könige 16,28 verwiesen wird und in der Omris Regierungszeit weiter beschrieben sein soll, ist uns nicht erhalten. Aber dennoch war er offensichtlich ein berühmter König: In assyrischen Inschriften werden die zehn Stämme immer als das Haus Omris bezeichnet. Und sogar Jehu, jener König, der von dem Propheten Elisa gesalbt wurde, wird dort ein Sohn Omris genannt. Der biblische Bericht aber hat kein gutes Urteil über ihn – im Gegenteil: Omri trieb es ärger als alle, die vor ihm gewesen waren (1. Kö 16,25), und es wird erwähnt, dass er den Götzendienst weiterführte, mit dem Israel schon unter Jerobeam I. Gott zornig gemacht hatte. Auch in Mi 6,16 wird Omri noch einmal als negatives Beispiel erwähnt. Omri wurde in Samaria begraben, und sein Sohn Ahab, der die tyrische Königstochter Isebel heiratete, wurde sein Nachfolger.