Psalm 110 ist einer der klarsten Psalmen über den Messias. Er zeigt Jesus nicht nur als den Gekreuzigten, sondern als den erhöhten Herrn, den ewigen Priester und den kommenden König.
1. Jesus ist Davids Herr
Psalm 110,1
„Spruch des HERRN für meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße.“
David spricht von zwei Personen:
- „Der HERR“ (Jahwe, Gott der Vater)
- „mein Herr“ (der Messias)
Jesus selbst zitierte diesen Vers und stellte den Pharisäern die Frage:
Wenn der Messias nur Davids Sohn wäre, warum nennt David ihn dann „Herr“?
Damit macht Jesus deutlich:
- Er ist Mensch und Nachkomme Davids.
- Er ist zugleich Herr über David.
- Er ist der Sohn Gottes.
Jesus ist also weit mehr als ein Prophet oder König – Er ist der göttliche Messias.
2. Jesus sitzt zur Rechten Gottes
„Setze dich zu meiner Rechten“
Nach seiner Auferstehung wurde Jesus erhöht und sitzt heute zur Rechten Gottes.
Das bedeutet:
- Sein Opfer ist vollbracht.
- Sein Werk der Erlösung ist abgeschlossen.
- Er besitzt alle Macht im Himmel und auf Erden.
Ein Priester im Alten Testament stand täglich im Dienst. Jesus aber sitzt, weil sein Opfer vollkommen genügt hat.
3. Jesus herrscht mitten in einer feindlichen Welt
Psalm 110,2
„Herrsche inmitten deiner Feinde!“
Noch sind nicht alle Feinde Jesu besiegt.
Die Welt lehnt ihn vielfach ab. Dennoch regiert Er bereits heute:
- Er baut seine Gemeinde.
- Er rettet Menschen.
- Er führt seine Kinder.
- Er lenkt die Geschichte.
Sein Reich wächst, obwohl Widerstand vorhanden ist.
4. Jesus sammelt ein freiwilliges Volk
Psalm 110,3
„Dein Volk ist voller Willigkeit am Tag deiner Macht.“
Jesus zwingt niemanden in sein Reich.
Durch den Heiligen Geist verändert Er Herzen.
Menschen, die einst fern von Gott waren, werden bereit:
- ihm zu vertrauen,
- ihm zu dienen,
- ihm nachzufolgen.
Die Gemeinde Jesu ist ein Volk, das durch Gnade gewonnen wurde.
5. Jesus ist der ewige Hohepriester
Psalm 110,4
„Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks.“
Dieser Vers wird im Hebräerbrief ausführlich erklärt.
Melchisedek war:
- König von Salem,
- Priester Gottes.
Jesus vereint beides:
? König
✝️ Priester
Er brachte nicht Tiere als Opfer dar.
Er brachte sich selbst dar.
Und weil Er auferstanden ist, endet sein Priesterdienst niemals.
Auch heute tritt Jesus für seine Kinder beim Vater ein.
6. Jesus kommt als Sieger wieder
Psalm 110,5–7
Der Psalm endet mit dem Bild des siegreichen Königs.
Der Jesus, der einst als demütiger Knecht kam, wird eines Tages als König wiederkommen.
Dann wird:
- jedes Knie sich beugen,
- jede Zunge bekennen,
- jede Macht seiner Herrschaft unterworfen werden.
Zusammenfassung: Jesus in Psalm 110
Psalm 110 zeigt Jesus als:
✝️ den gekreuzigten und auferstandenen Retter
? den erhöhten Herrn zur Rechten Gottes
? den ewigen Hohepriester nach der Weise Melchisedeks
? den König, der heute regiert
⚖️ den Richter und Sieger, der wiederkommen wird
Psalm 110 spannt damit einen Bogen von der Himmelfahrt Jesu bis zu seiner Wiederkunft. Er zeigt uns: Der Erlöser am Kreuz ist zugleich der Herr auf dem Thron. ?✝️