Solange es die Bibel gibt, haben Menschen daraus Kraft, Ermutigung und Trost empfangen. Sie ist absolut zuverlässig und darum Maßstab für unseren Glauben und für unser Leben. Deshalb wollen wir die Bibel nicht nur lesen, sondern sie auch kennen und ausleben.

Jos 1,8: Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinem Weg Erfolg haben, und dann wird es dir gelingen.

1.1 Was ist die Bibel?

Die Bibel ist eine Sammlung von 66 einzelnen Büchern, die in einem Zeitraum von ca. 1600 Jahren von über 40 verschiedenen Verfassern geschrieben wurde. Die Bibel ist vom Heiligen Geist inspiriert (Vgl. Die Inspiration der Bibel) und gibt mit göttlicher Autorität die Botschaft Gottes an uns Menschen weiter. Sie ist maßgebend für unsere Beziehung zu Gott und für unser Leben als Christ.

A. Die Namen der Bibel

1. Die Bibel

Die Bücher, die im Gottesdienst der ersten Christen gebraucht wurden, nannten die griechisch sprechenden Christen „biblia“ (Bücher).
Unser deutsches Wort „Bibel“ wurde davon abgeleitet und in die Einzahl gesetzt. Dadurch weist es auf die Einheit und die Einzigartigkeit des Wortes Gottes hin.

2. Die Heilige Schrift

Wir beziehen heute den Begriff „Heilige Schrift“ auf die ganze Bibel. An einigen Stellen wird das Alte Testament als eine heilige Schrift bezeichnet:

...das er durch seine Propheten in heiligen Schriften zuvor verheißen hat (Röm 1,2)

...und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung durch <den> Glauben, der in Christus Jesus ist. (2. Tim 3,15)

3. Weitere Namen

Welche Bezeichnungen für die Bibel oder für Teile der Bibel gibt es außerdem?

im ersten Jahr seiner Regierung verstand ich, Daniel, in den Schriften die Zahl der Jahre, bezüglich derer das Wort des HERRN an den Propheten Jeremia ergangen war, dass <nämlich> 70 Jahre für die Verwüstung Jerusalems vollendet werden sollten. (Da 9,2)

Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: „<Der> Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Von <dem> Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen.“? (Mt 21,42)

Er sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und den Propheten und Psalmen. (Lu 24,44)

Aber nach dem Vorlesen des Gesetzes und der Propheten sandten die Synagogenvorsteher zu ihnen und ließen sagen: Brüder, wenn in euch irgendein Wort <der> Ermahnung an das Volk ist, <so> redet. (Apg 13,15)

Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Luzius und Jason und Sosipater, meine Verwandten. (Röm 16,21)

B. Die Einteilung der Bibel

Die Bibel besteht aus zwei Teilen mit insgesamt 66 verschiedenen Büchern:

  • Altes Testament (Altes Testament): 39 Bücher
  • Neues Testament (Neuen Testament): 27 Bücher

Sowohl das Alte als auch das Neue Testament kann eingeteilt werden in:

  • Geschichtsbücher
  • Lehrbücher
  • Prophetische Bücher (im Neuen Testament nur ein proph. Buch).

Die heutige Einteilung der Kapitel wurde von Langton, dem Erzbischof von Canterbury (1227 n. Chr.), und die heutige Verseinteilung von R. Stephanus, einem Buchdrucker (1551 n. Chr.), vorgenommen.

C. Die Ursprachen der Bibel

1. Die Sprache des Alten Testaments

Das Alte Testament wurde hauptsächlich in hebräischer Sprache geschrieben. Bis zur Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar sprach das Volk Israel hauptsächlich Hebräisch. Hebräisch wurde auch als die Sprache Kanaans bezeichnet:

An jenem Tag werden fünf Städte im Land Ägypten sein, die die Sprache Kanaans reden und bei dem HERRN der Heerscharen schwören werden. Eine wird Ir-ha-Heres heißen. (Jes 19,18)

Und der Rabsake trat hin und rief mit lauter Stimme auf Jüdisch und sprach: Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assyrien! (Jes 36,13)

In der Zeit der babylonischen Gefangenschaft drang die aramäische Sprache immer mehr in Kanaan ein und verdrängte die hebräische Sprache. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft wurde Aramäisch zur Volkssprache in Palästina.

Damit mag es auch zusammenhängen, dass einige Abschnitte in aramäischer Sprache geschrieben wurden (Esra 4,8-6,18; 7,12-26; Daniel 2,4-7,28; Jeremia 10,11).

2. Die Sprache des Neuen Testaments

Das Neue Testament wurde in griechischer Sprache geschrieben. Nach den Eroberungszügen Alexanders des Großen (um 330 v. Chr.) wurde Griechisch die vorherrschende Sprache des Mittelmeerraumes.

1.2 Wie ist die Bibel entstanden?

A. Die Verfasser

Die Bibel wurde von wenigstens 40 Verfassern geschrieben. Darunter waren Könige, Staatsmänner, Gelehrte, Dichter, Hirten, Fischer usw.
Sie schrieben an verschiedenen Orten, z.B. im Gefängnis, im Palast und auf Reisen. Sie schrieben auch in unterschiedlichen Gemütsverfassungen.

B. Das Schriftmaterial

1. Stein

Die ältesten Inschriften in Ägypten, Palästina und Babylon sind auf Stein geschrieben:
Und als er auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes.( 2. Mo 31,18)
Darauf sprach der HERR zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten zu Recht! Dann werde ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerschmettert hast. (2. Mo 34,1)
Und Mose blieb vierzig Tage und vierzig Nächte dort beim HERRN. Brot aß er nicht, und Wasser trank er nicht. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte. (2. Mo 34,28)
Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem ihr über den Jordan in das Land hinüberzieht, das der HERR, dein Gott, dir gibt, sollst du dir große Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen. (5. Mo 27,2)
Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes auf sie schreiben, wenn du hinübergezogen bist, damit du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig überfließt, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat. (5. Mo 27,3)
Damals baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berg Ebal, (Jos 8,30)
Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes des Mose, die er vor den Söhnen Israel geschrieben hatte. (Jos 8,32)

2. Ton

Es wurden große Bibliotheken aus Tontafeln in Assyrien und Babylon gefunden. Hesekiel bekam von Gott den Auftrag, die Stadt Jerusalem auf einem Ziegel zu entwerfen:
Und du, Menschensohn, nimm dir einen Ziegelstein, und lege ihn vor dich hin, und zeichne darauf eine Stadt, <nämlich> Jerusalem! (Hes 4,1)

3. Leder

Eine Jesaja-Rolle, die um 150 -200 v. Chr. geschrieben und im Frühjahr 1947 in Qumran gefunden wurde, bestand aus 17 zusammengenähten Lederblättern.

4. Papyrus

In Ägypten benutzte man schon um 3500 v. Chr. die Papyruspflanze, um Schreibmaterial herzustellen. Aus dem Mark dieser Staude wurden dünne Streifen geschnitten und zu einem Blatt zusammengelegt. Eine zweite Lage wurde quer über die erste gelegt und durch Pressen und Feuchtigkeit mit ihr verbunden. Für längere Schriftstücke wurden mehrere Blätter zu einer Rolle zusammengeheftet.
Die Papyrusrolle wurde später durch den Papyruskodex abgelöst. Ein Kodex ist mit dem heutigen Buch zu vergleichen.

5. Pergament

Für die Herstellung von Pergament wurden Tierhäute getrocknet, gespannt und mit Steinen beidseitig geschmeidig gerieben. Weil Pergament sehr dauerhaft war, verdrängte es den Papyrus. Vom 4. Jahrhundert n. Chr. an und das ganze Mittelalter hindurch wurde das Wort Gottes auf Pergament geschrieben und weitergegeben.

C. Der Kanon der Bibel

1. Was bedeutet „Kanon“?

Das Wort „Kanon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Rohr“ oder „Stab“. Da ein Rohr auch als Maßstab gebraucht wurde, bedeutet das Wort „Kanon“ hier „Maßstab“, „Regel“ oder „Richtschnur“. Es bezeichnet die Sammlung der Schriften, die zur Bibel gehören und somit Maßstab und Richtschnur unseres Glaubens sind.
Es wurden zur Zeit des Alten und Neuen Testaments auch andere religiöse Bücher geschrieben, die nicht in der Bibel zu finden sind. Darum ist die Frage berechtigt: „Welche Bücher sind göttlich inspiriert und damit Richtschnur für unseren Glauben? Welche Bücher gehören zum Kanon der Bibel?
Der Kanon der Bibel ist allmählich entstanden, weil die einzelnen Bücher auch über eine große Zeitspanne hinweg geschrieben wurden.
Es ist nicht so, dass die Bücher der Bibel durch irgendwelche jüdische oder christliche Konzile Autorität bekamen. Es ist vielmehr so, dass sie bereits göttliche Autorität hatten und unter dem stillen Einfluss des Heiligen Geistes zur Bibel zusammengestellt und von der ganzen Christenheit anerkannt wurden.
Der Text und die Autorität des Alten Testaments wurde auf dem Konzil von Jamnia (90 n. Chr.) bestätigt. Der Text des Neuen Testaments wurde von den Kirchenvätern auf dem Konzil von Hippo (393 n. Chr.) und Karthago (397 n. Chr.) bestätigt.
Einige wichtige Kriterien zur Aufnahme eines Buches in den Kanon waren:

  • Besitzt das Buch göttliche Autorität?
  • Wurde es von einem Mann Gottes geschrieben?
  • Ist es historisch und dogmatisch zuverlässig?
  • Besitzt es geistliche und lebenserneuernde Kraft?
  • Wurde es vom Volk Gottes akzeptiert?


2. Der Kanon des Alten Testaments

Der Kanon des Alten Testaments war wohl schon im 4. Jahrhundert vor Christus abgeschlossen. In der Septuaginta (erste griechische Übersetzung des Alten Testaments, ca. 285-246 v. Chr.) war bereits das vollständige Alte Testament enthalten. Auch Jesus kannte, akzeptierte und benutzte das Alte Testament so, wie es uns heute vorliegt:

Er sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und den Propheten und Psalmen. (Lu 24,44)

Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: „Ich habe gesagt: Ihr seid Götter“? Wenn er diejenigen Götter nannte, an die das Wort Gottes erging (und die Schrift kann nicht aufgelöst werden), sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst (weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn)? (Joh 10,34-36)

Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und <einige> von ihnen werden sie töten und verfolgen, damit das Blut aller Propheten, das von Grundlegung <der> Welt an vergossen worden ist, von diesem Geschlecht gefordert werde: von <dem> Blut Abels bis zu <dem> Blut Sacharjas, der umkam zwischen dem Altar und dem Haus; ja, ich sage euch, es wird von diesem Geschlecht gefordert werden! (Lu 11,49-51)

Dieser ist es, von dem geschrieben steht: „Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.“ (Mt 11,10)

Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: „<Der> Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Von <dem> Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen.“? (Mt 21,42)

3. Der Kanon des Neuen Testaments

Aus der Mitte des 2. Jahrhundert n. Chr. wird uns berichtet, dass die Christen an den Sonntagen zu ihren Gottesdiensten zusammenkamen und dass die „Berichte der Apostel“ zusammen mit den „Schriften der Propheten“ gelesen wurden (Justinus der Märtyrer).
Die Sammlung der Schriften des Neuen Testaments fand nicht an einem Ort statt. Darum hat es lange gedauert, bis der Kanon des Neuen Testaments einheitlich vorlag. Obwohl es viele andere religiöse Schriften gab, akzeptierten die christlichen Gemeinden nur die 27 Bücher des Neuen Testaments, wie sie uns heute vorliegen. Der neutestamentliche Kanon war am Ende des 4. Jahrhunderts abgeschlossen und wurde von den verschiedenen Gemeinden als Wort Gottes anerkannt.
Paulus akzeptierte die Schriften des Neuen Testaments ebenso wie die Schriften des Alten Testaments:

Denn die Schrift sagt: „Du sollst dem Ochsen, der drischt, nicht das Maul verbinden“, und: „Der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ (1. Tim 5,18)

Petrus bestätigte die Schriften des Paulus:

Und erachtet die Langmut unseres Herrn für Errettung, so wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen <Dingen> redet, von denen einige schwer zu verstehen sind, die die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. (2. Petr 3,15.16)

1.3 Wie wurde die Bibel überliefert?

Es ist sicher, dass kein Buch des Altertums so genau überliefert worden ist wie die Bibel. Wer die Genauigkeit der Bibel in Frage stellt, stellt die gesamte Literatur der Antike in Frage.

A. Jüdische Abschreibvorschriften

Im jüdischen Gesetz (Talmud) gab es strenge Anweisungen, die jeder Schreiber der Bibel zu beachten hatte. Es durfte demnach kein Wort und auch kein Buchstabe aus dem Gedächtnis geschrieben werden. Die Vorlage musste ein beglaubigtes Exemplar sein. Der Schreiber durfte von ihr nicht im Geringsten abweichen. Wenn eine Schrift abgenutzt und für den Gottesdienst nicht mehr geeignet war, wurde sie von den Juden ehrfurchtsvoll begraben. Ein ehrenvolles Begräbnis schien ihnen besser zu sein als die Gefahr, dass der Name Gottes darauf entheiligt werden könnte.

B. Die Masoreten

Die „Masoreten“ waren jüdische Gelehrte, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, den hebräischen Text des Alten Testaments mit peinlicher Genauigkeit abzuschreiben. Sie taten ihre wertvolle Arbeit in der Zeit vom 5.-10. Jahrhundert nach Christus. Um jeder Veränderung oder Hinzufügung des Textes zuvorzukommen, schrieben sie Bemerkungen an den Rand (Randbemerkungen = masora; daher: Masoreten).
In der hebräischen Schrift werden nur die Konsonanten und keine Vokale geschrieben. Weil die Juden sich mehr und mehr mit anderen Völkern vermischten, wurde für sie das Lesen ihrer Schrift auch immer schwerer. Damit aber am Text nichts verändert wird, setzten sie kleine Zeichen, meist Punkte, über oder unter die Konsonanten, um somit das Lesen zu erleichtern.
Außerdem haben sie die Buchstaben der einzelnen Bücher gezählt; sie ermittelten den mittleren Buchstaben, den mittleren Vers des Alten Testaments usw. Dadurch sollte die Genauigkeit der Überlieferung gewährleistet werden.
Beispiele:

  • Der Buchstabe Aleph kommt im Alten Testament 42.377-mal vor.
  • Der Buchstabe Beth kommt im Alten Testament 38.218-mal vor.
  • Der mittlere Vers in der hebräischen Bibel ist Jeremia 6,7.

C. Wichtige Dokumente

Es gibt eine große Anzahl alter Handschriften und Übersetzungen der Bibel. Hier sollen nur die wichtigsten Handschriften genannt werden:

1. Der Codex Sinaiticus (Codex Aleph)

Der Codex Sinaiticus wurde 1844 und 1859 von dem Theologen und großen Textforscher Constantin v. Tischendorf in dem Katharinenkloster am Fuße des Berges Sinai entdeckt. Er befindet sich jetzt seit 1933 im britischen Museum in London. Dieser Codex wurde um 350 n. Chr. geschrieben und umfasst ein Drittel des Alten Testaments und das vollständige Neue Testament in griechischer Sprache.

2. Der Codex Vaticanus (Codex B)

Der Codex Vaticanus befindet sich nachweislich seit 1481 im Vatikan. Er wurde vor oder um 350 n. Chr. in griechischer Sprache geschrieben. Er enthält fast das ganze Alte Testament (586 von 617 Seiten) und fast das ganze Neue Testament (142 von 162 Seiten).

3. Der Codex Alexandrinus (Codex A)

Der Codex Alexandrinus befindet sich im Britischen Museum in London. Er wurde im Jahre 1627 dem englischen König Karl I. durch Cyril Lucar, einem hohen Amtsträger der griechischen Kirche, als Geschenk überreicht. Der Codex Alexandrinus war der erste der drei wichtigen Handschriften, die gefunden wurden.
Dieser Codex stammt aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. und umfasst beide Testamente in griechischer Sprache, ist aber an manchen Stellen schadhaft.

4. Die Schriftfunde aus der Höhle bei Qumran am Toten Meer

Im Frühjahr 1947 wurden erstaunliche Entdeckungen in einer Höhle bei Qumran am Toten Meer gemacht. Ein arabischer Hirtenjunge war auf der Suche nach einer verlorenen Ziege. Dabei entdeckte er in einer Höhle Krüge mit verschiedenen Lederrollen. Später wurden in dieser Gegend noch weitere 350 verschiedene Schriftrollen gefunden. Viele dieser Schriften befassen sich mit dem besonderen Glauben einer jüdischen Sekte.
Zu den wichtigsten Handschriften, die dort gefunden wurden, zählen zwei Rollen des Propheten Jesaja, die um 150-200 v. Chr. geschrieben wurden. Sie sind ca. 1000 Jahre älter als die bis dahin gefundenen hebräischen Handschriften.
Das Erstaunliche dabei ist, dass der hebräische Text in diesen Jahren kaum eine Veränderung erlebt hat. Es gibt nur sehr wenige geringfügige Abweichungen zwischen den älteren und neueren Texten. Dadurch wird die sorgfältige Weitergabe des hebräischen Textes erneut bestätigt.

1.4 Die Inspiration der Bibel

A. Was bedeutet „Inspiration“?

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in <der> Gerechtigkeit, (2. Tim 3,16)

Das griechische Wort für Inspiration „theopneustos“ bedeutet soviel wie „von Gott eingegeben“ oder „von Gott gehaucht“.

Was verstehen wir unter „Inspiration der Bibel“?

Die Originalmanuskripte der Bibel sind von Menschen geschrieben worden unter der Leitung des Heiligen Geistes, mit Hilfe ihrer Persönlichkeit und Begabung, so dass als Resultat die ganze Bibel in ihrem Wortlaut eine vollkommene, irrtumslose Botschaft Gottes an den Menschen ist.

B. Bestätigung der Inspiration

1. Die Bestätigung Jesu

Jesus selbst bestätigte die Gültigkeit des Alten Testaments, indem er es oft zitierte und darauf verwies:

Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht {ein} Jota oder {ein} Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (Mt 5,18)
Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an <als> Mann und Frau schuf (Mt 19,4)
Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in den Schriften gelesen: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen»? (Mt 21,42)
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt, noch die Kraft Gottes; (Mt 22,29)

Jesus selbst bestätigte sein eigenes Wort als zuverlässiges Gotteswort:

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; (Joh 6,63)
Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. (Joh 7,16)
denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. (Joh 17,8)
Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie ich nicht von der Welt bin. (Joh 17,14)
Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen {nicht} vergehen. (Mt 24,35)

Jesus wies bereits im Voraus auf den Lehrdienst seiner Jünger hin und dass sie darin durch den Heiligen Geist geleitet werden sollten:

und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, {ich} bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. (Mt 28,20)
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. (Joh 14,26)
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. (Joh 16,13.14)

2. Die Bestätigung der Apostel

Die Apostel haben das ganze Alte Testament, wie es uns heute vorliegt, als Gottes Wort anerkannt und sehr oft daraus zitiert:

Aber dies bekenne ich dir, dass ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, so dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, (Apg 24,14)
Denn die Schrift sagt zum Pharao: «Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erzeige und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.» (Röm 9,17)
Die Schrift aber, voraussehend, dass Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigen werde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft voraus: «In dir werden gesegnet werden alle Nationen.» (Gal 3,8)
Oder meint ihr, dass die Schrift umsonst rede: «Eifersüchtig sehnt er sich nach dem Geist, den er in uns wohnen ließ»? (Jak 4,5)
Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: «Mein Sohn bist {du}, {ich} habe dich heute gezeugt»? und wiederum: «{Ich} werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein»? Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: «Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!» Und von den Engeln zwar spricht er: «Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme», von dem Sohn aber: «Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches; (Hebr 1,5-8)

Die Apostel bestätigen, dass die Botschaft, die sie verkündigen, wahr ist (Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und er weiß, dass er sagt, <was> wahr <ist>, damit auch {ihr} glaubt. (Joh 19,35)). Ihre Botschaft ist keine eigene menschliche Lehre, sondern Gott hat sie ihnen offenbart.

Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.( 1.Kor 2,10)
Und darum danken auch wir Gott unablässig, dass, als ihr von uns das Wort der Kunde von Gott empfingt, ihr es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt. (1.Thes 2,13)

Den Aposteln war es bewusst, dass sie die wahre göttliche Botschaft verkündigten.

Denn wir treiben keinen Handel mit dem Wort Gottes wie die meisten, sondern wie aus Lauterkeit, sondern wie aus Gott reden wir vor Gott in Christus. (2.Kor 2,17)
Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. (Gal 1,11.12)
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem durch das lebendige und bleibende Wort Gottes. Denn «alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt, und die Blume ist abgefallen; (1.Petr 1,23.24)
Diesen zweiten Brief, Geliebte, schreibe ich euch bereits, in welchen <beiden> ich durch Erinnerung eure lautere Gesinnung aufwecke, damit ihr gedenkt der von den heiligen Propheten <schon> vorher gesprochenen Worte und des durch eure Apostel <übermittelten> Gebotes des Herrn und Heilandes (2.Petr 3,1.2)
Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss; und indem er <sie> durch seinen Engel sandte, hat er <sie> seinem Knecht Johannes kundgetan, der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat, alles, was er sah. (Offb 1,1.2)
So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. <Ihr seid> aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. (Eph 2,19.20)

Zu diesem geoffenbarten Wort Gottes darf nichts hinzugefügt werden, und es darf auch nichts davon weggenommen werden:

Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist. (Offb 22,18.19)

3. Der Anspruch der Bibel

Die Bibel selbst beansprucht, Gottes Wort und damit zuverlässig und wahr zu sein.

Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jedes Urteil deiner Gerechtigkeit <währt> ewig. (Ps 119,160)
indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht. Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist. (2. Petr 1,20.21)
Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. (5.Mo 5,2)

An 3808 Stellen im Alten Testament gibt es Aussagen wie z.B. „So spricht der Herr“. Damit bestätigt das Alte Testament selbst seine Gültigkeit.

1.5 Warum sollen wir die Bibel studieren?

Die Bibel nützt uns wenig, wenn wir sie zwar im Regal stehen haben, aber nicht auf unser Leben anwenden. Viele wertvolle Wahrheiten für unser Leben werden nicht bei einem gelegentlichen, oberflächlichen Lesen der Bibel entdeckt. Gott möchte, dass wir in der Bibel forschen, über die Worte Gottes nachdenken und sie auf unser Leben anwenden.

Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern. (Ps 40,9)

Warum soll es uns ein Anliegen sein, die Bibel gründlich zu erforschen?

A. Damit wir die Bibel gründlich kennenlernen

Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte. (Apg 17,11)

Die Bibel ist Maßstab und Richtschnur für unseren Glauben. Es ist darum wichtig, dass wir uns gründlich in ihr auskennen. Angesichts der vielen Irrlehren und Verführungen sollen wir fest gegründet sein im Wort Gottes.

denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: «Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten! und der Christus wird dir aufleuchten!» (Eph 5,14)

B. Damit wir Gott besser kennenlernen

Ihr erforscht die Schriften, denn {ihr} meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und {sie} sind es, die von mir zeugen; (Joh 5,39)

Im Alten Testament haben wir schon viele Hinweise auf Jesus Christus, die dann im Neuen Testament erfüllt werden. Wenn wir die Bibel gründlich studieren, werden wir das Handeln Gottes und seine Eigenschaften immer besser kennenlernen. Auch unser Leben wird dadurch verändert und unser Vertrauen zu ihm gestärkt.

C. Damit wir Gottes Willen besser kennenlernen

«Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Gott?» (Mi 6,8)

Die Bibel offenbart uns den Willen Gottes für unser Leben. Sie zeigt uns, wie wir gerettet werden können und wie wir im Glauben und in der Heiligung wachsen können.

Er sprach aber: Ich bitte dich nun, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest, denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen eindringlich Zeugnis ablege, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen! Abraham aber spricht: Sie haben Mose und die Propheten. Mögen sie die hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Buße tun. Er sprach aber zu ihm: Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht. (Lk 16,27-31)
Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, dass ihr euch von der Unzucht fernhaltet, dass jeder von euch sich sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse, nicht in Leidenschaft der Begierde wie die Nationen, die Gott nicht kennen; dass er sich keine Übergriffe erlaube noch seinen Bruder in der Sache übervorteile, weil der Herr Rächer ist über dies alles, wie wir euch auch vorher <schon> gesagt und eindringlich bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern in Heiligung. (1.Thes 4,3-7)

D. Damit wir das Wort Gottes unverfälscht weitergeben können

und untadeligen Arbeiter zu erweisen, der das Wort der Wahrheit unverfälscht verkündigt.( 2. Tim 2,15)
Es ist die Aufgabe eines jeden Christen, das Wort Gottes anderen weiterzusagen. Doch wie unfähig fühlen wir uns, wenn wir die Bibel zu wenig kennen? Eine gute Bibelkenntnis bietet eine große Hilfe, wenn es darum geht, Menschen für Jesus zu gewinnen.

E. Damit wir ein erfülltes Leben führen können

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben (Joh 6,63)

Ein erfülltes Leben kann nur der führen, der im Zentrum des Willens Gottes lebt. Aus der Bibel erfahren wir wiederum, was Gott von uns haben möchte.
Beachte die großartigen Verheißungen, die denen gegeben sind, die ihr Leben nach dem Wort Gottes ausrichten:

Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben. (Jos 1,8)

Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. (Ps 1,1-3)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, <der> hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. (Joh 5,24)

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet. (2.Tim 3,16.17)

1.6 Wie studieren wir die Bibel?

A. Mit einer Gebetshaltung die Bibel studieren

Weil wir es in der Bibel mit geistlichen Dingen zu tun haben, müssen wir auch geistliche Mittel einsetzen, um sie richtig zu verstehen. Wenn wir die Bibel lesen, ohne zu beten, wird sie bald ein langweiliges Buch sein. Wenn wir aber um Verständnis beten für die kostbaren Wahrheiten im Wort Gottes, wird die Bibel bald unser liebstes Buch sein. Darum wollen wir keine Bibelarbeit machen, ohne auch dafür zu beten.

Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz. (Ps 119,18)

Wie kann diese ständige Gebetshaltung praktisch aussehen?

Betet unablässig! (1.Thes 5,17)

B. Mit Ausdauer und Beständigkeit

Damit die göttlichen Wahrheiten tief in uns Wurzeln fassen, müssen wir uns gründlich und beständig mit dem Wort Gottes befassen. Ein oberflächliches Lesen der Schrift genügt dafür nicht. Am besten ist es, wenn wir täglich dafür eine feste Zeit einplanen.

Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben. (Jos 1,8)

Was hält uns davon ab, beständig und treu in der Bibel zu arbeiten? Womit dürfen wir rechnen, wenn das Wort Gottes tief in unseren Herzen verwurzelt ist?

Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. (Ps 1,1)

C. Mit der Bereitschaft zu lernen

Das Wort Gottes stellt uns ständig vor die Entscheidung, es anzunehmen oder zu verwerfen. Wenn wir willig sind, unser Leben durch das Wort verändern zu lassen, werden wir ein fröhliches Christsein führen können.
Halten will ich dein Gesetz beständig, immer und ewig. Und ich werde wandeln in weitem Raum, denn nach deinen Vorschriften habe ich geforscht. Vor Königen will ich reden von deinen Zeugnissen und mich nicht schämen. Ich habe meine Lust an

deinen Geboten, die ich liebe, und werde meine Hände aufheben zu deinen Geboten, die ich liebhabe. Und über deine Ordnungen will ich nachdenken. (Ps 119,44)
Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern. (Ps 40,9)

Gott hat gute Gedanken für unser Leben. Er weiß, was das Beste für uns ist. Darum sollten wir jederzeit gern bereit sein, aus der Bibel zu lernen und den Willen Gottes zu tun!