Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist

TAG 168

INFORMATIONEN

FRAGEN

  • Welche Verheißung gab Gott dem König David über die Zukunft seines Königtums?
  • Was hat der Herr für David bereits alles getan?

BIBELTEXT

2. Samuel 7,1-16; 1. Chronik 17,1-14; 2. Samuel 7,17; 1. Chronik 17,15-

2. Samuel 7,1-16

Und es geschah, als der König in seinem Haus wohnte und der HERR ihm ringsumher Ruhe verschafft hatte vor allen seinen Feinden, da sprach der König zu Nathan, dem Propheten: Sieh doch, ich wohne in einem Haus aus Zedern, und die Lade Gottes wohnt unter Teppichen. Und Nathan sprach zum König: Geh hin, tu alles, was du im Herzen hast, denn der HERR ist mit dir.

Und es geschah in jener Nacht, da erging das Wort des HERRN an Nathan, indem er sprach: Geh hin und sprich zu meinem Knecht, zu David: So spricht der HERR: Solltest du mir ein Haus als meine Wohnung bauen? Denn ich habe nicht in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich die Kinder Israel aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag; sondern ich wanderte umher in einem Zelt und in einer Wohnung. Wo immer ich wanderte unter allen Kindern Israel, habe ich <je> zu einem der Stämme Israels, dem ich gebot, mein Volk Israel zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedern gebaut? Und nun sollst du so zu meinem Knecht David sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide genommen, hinter dem Kleinvieh weg, damit du Fürst sein solltest über mein Volk, über Israel; und ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gezogen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich habe dir einen großen Namen gemacht, gleich dem Namen der Großen, die auf der Erde sind. Und ich werde einen Ort setzen für mein Volk, für Israel, und werde es pflanzen, dass es an seiner Stätte wohne und nicht mehr beunruhigt werde, und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es nicht mehr bedrücken, wie früher und seit dem Tag, als ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe. Und ich habe dir Ruhe verschafft vor allen deinen Feinden; und der HERR tut dir kund, dass der HERR dir ein Haus machen wird. Wenn deine Tage erfüllt sein werden und du bei deinen Vätern liegen wirst, so werde ich deinen Nachkommen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen soll, und werde sein Königtum befestigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen; und ich werde den Thron seines Königtums befestigen in Ewigkeit. Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein, so dass, wenn er verkehrt handelt, ich ihn züchtigen werde mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder; aber meine Güte soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich vor dir weggetan habe. Und dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein in Ewigkeit, dein Thron soll fest sein in Ewigkeit.

1. Chronik 17,1-14

Und es geschah, als David in seinem Haus wohnte, da sprach David zu Nathan, dem Propheten: Siehe, ich wohne in einem Haus aus Zedern, und die Lade des Bundes des HERRN <wohnt> unter Teppichen. Und Nathan sprach zu David: Tu alles, was du im Herzen hast, denn Gott ist mit dir.

Und es geschah in jener Nacht, da erging das Wort Gottes an Nathan, indem er sprach: Geh hin und sprich zu David, meinem Knecht: So spricht der HERR: Nicht du sollst mir das Haus zur Wohnung bauen; denn ich habe nicht in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich Israel heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag; sondern ich wanderte von Zelt zu Zelt und von Wohnung <zu Wohnung>. Wo immer ich wanderte unter ganz Israel, habe ich <je> zu einem der Richter Israels, dem ich gebot, mein Volk zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedern gebaut? Und nun sollst du so zu meinem Knecht David sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide genommen, hinter dem Kleinvieh weg, damit du Fürst sein solltest über mein Volk Israel; und ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich habe dir einen Namen gemacht, gleich dem Namen der Großen, die auf der Erde sind. Und ich werde einen Ort setzen für mein Volk Israel und werde es pflanzen, dass es an seiner Stätte wohne und nicht mehr beunruhigt werde; und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es nicht mehr aufreiben, wie früher und seit den Tagen, als ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe. Und ich werde alle deine Feinde demütigen; und ich tue dir kund, dass der HERR dir ein Haus bauen wird. Und es wird geschehen, wenn deine Tage erfüllt sind, dass du zu deinen Vätern hingehst, so werde ich deinen Nachkommen nach dir erwecken, der von deinen Söhnen sein wird, und werde sein Königtum befestigen. Der wird mir ein Haus bauen; und ich werde seinen Thron befestigen in Ewigkeit. Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein; und ich will meine Güte nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem weichen ließ, der vor dir war. Und ich will ihm Bestand geben in meinem Haus und in meinem Königreich auf ewig; und sein Thron soll fest sein in Ewigkeit.

2. Samuel 7,17-29

Nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, so redete Nathan zu David. Da ging der König David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und sprach: Wer bin ich, Herr, HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? Und dies ist noch ein Geringes gewesen in deinen Augen, Herr, HERR! Und du hast auch vom Haus deines Knechtes geredet in die Ferne hin; und ist dies die Weise des Menschen, Herr, HERR? Doch was soll David noch weiter zu dir reden? Du kennst ja deinen Knecht, Herr, HERR! Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dieses Große getan, um es deinem Knecht kundzutun. Darum bist du groß, HERR, Gott! Denn niemand ist dir gleich, und kein Gott ist außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben. Und wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf der Erde, die Gott hingegangen ist, sich zum Volk zu erlösen und um sich einen Namen zu machen und für sie so Großes zu tun und furchtbare Dinge für dein Land, <indem du> vor deinem Volk, das du dir aus Ägypten erlöst hast, Nationen und ihre Götter <vertriebst>! Und du hast dir dein Volk Israel befestigt, dir zum Volk in Ewigkeit; und du, HERR, bist ihr Gott geworden. Und nun, Gott, HERR, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, halte aufrecht in Ewigkeit, und tu, wie du geredet hast! Und dein Name sei groß in Ewigkeit, dass man spreche: Der HERR der Heerscharen ist Gott über Israel. Und das Haus deines Knechtes David sei fest vor dir.Denn du, HERR der Heerscharen, Gott Israels, hast dem Ohr deines Knechtes eröffnet und gesagt: Ich werde dir ein Haus bauen; darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, dieses Gebet zu dir zu beten. Und nun, Herr, HERR, du bist es, der da Gott ist und deine Worte sind Wahrheit, und du hast dieses Gute zu deinem Knecht geredet. So lass es dir nun gefallen und segne das Haus deines Knechtes, dass es ewig vor dir sei; denn du, Herr, HERR, hast geredet, und so werde mit deinem Segen das Haus deines Knechtes gesegnet auf ewig!

1. Chronik 17,15-27

 

Nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, so redete Nathan zu David. Da ging der König David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und sprach: Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? Und dies ist <noch> ein Geringes gewesen in deinen Augen, o Gott! Und du hast auch vom Haus deines Knechtes geredet in die Ferne hin; und du hast mich angesehen nach der Weise eines hochgestellten Menschen, HERR, Gott!
Was soll David noch weiter zu dir <reden> von der Ehre an deinem Knecht? Du kennst ja deinen Knecht. HERR, um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du all dieses Große getan, um alle diese großen Dinge kundzutun. HERR, niemand ist dir gleich, und kein Gott ist außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben. Und wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf der Erde, die Gott hingegangen ist, sich zum Volk zu erlösen, um dir einen Namen zu machen, große und furchtbare Dinge <zu tun>, indem du vor deinem Volk, das du aus Ägypten erlöst hast, Nationen vertriebst? Und du hast dir dein Volk Israel zum Volk bestimmt in Ewigkeit; und du, HERR, bist ihr Gott geworden. Und nun, HERR, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, möge sich als wahr erweisen in Ewigkeit; und tu, wie du geredet hast! Ja, es möge sich als wahr erweisen! Und dein Name sei groß in Ewigkeit, dass man spreche: Der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott für Israel! Und das Haus deines Knechtes David sei fest vor dir. Denn du, mein Gott, hast dem Ohr deines Knechtes eröffnet, dass du ihm ein Haus bauen willst; darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, vor dir zu beten. Und nun, HERR, du bist es, der da Gott ist, und du hast dieses Gute zu deinem Knecht geredet. Und nun, es hat dir gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, dass es ewig vor dir sei; denn du, HERR, hast es gesegnet, und es wird ewig gesegnet sein.

MEINE ANTWORTEN

Welche Verheißung gab Gott dem König David über die Zukunft seines Königtums?

  • Nach David wird einer kommen, den wird Gott das Königtum festigen (2. Sam 7,12)
  • Nach David wird einer kommen, den wird Gott das Königtum auf ewig geben (2. Sam 7,13)
  • Nach David wird einer kommen, den wird Gott Vater sein, und er wird Sohn sein (2. Sam 7,14)
  • Die Gnade wird aber nicht von Ihm weichen (2. Sam 7,15)
  • Davids Thron soll ewig stehen (2. Sam 7,16)

Was hat der Herr für David bereits alles getan?

  • Gott hat David von den Schafen weggeholt (1. Chr. 17,7)
  • Gott hat David zum Fürsten über Israel gesetzt (1. Chr. 17,7)
  • Gott ist bei David gewesen (1. Chr. 17,8)
  • Gott hat Davids Feinde ausgerottet (1. Chr. 17,8)
  • Gott machte David einen Namen (1. Chr. 17,8)

INFORMATIONEN

WEITERFÜHRENDE DOKUMENTE

 

TAG 166

INFORMATIONEN

FRAGEN

  • Aus Psalm 139 erkennen wir, dass Gott überall gegenwärtig ist. Welche Bedeutung hat dieses Wissen für unser Leben als Christ?
  • Wegen welcher Not rief David den Herrn in Psalm 140 an?
  • Wie verhält sich Gott denen gegenüber, die niedergeschlagen sind?

BIBELTEXT

Psalm 138-141; 143-145

Psalm 138

Ps 138,1: Von David.
Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen, will dich besingen vor den Göttern.

Ich will zu deinem heiligen Tempel hin anbeten und deinen Namen preisen um deiner Güte und deiner Wahrheit willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Namen.

An dem Tag, als ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: In meiner Seele war Kraft.

Alle Könige der Erde werden dich preisen, HERR, wenn sie gehört haben die Worte deines Mundes.

Und sie werden die Wege des HERRN besingendenn groß ist die Herrlichkeit des HERRN.

Denn der HERR ist hoch, und er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von fern.

Wenn ich inmitten der Bedrängnis wandle, wirst du mich beleben; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten.

Der HERR wird es für mich vollenden. HERR, deine Güte <währt> ewig. Lass nicht die Werke deiner Hände!

Psalm 
Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm.
HERR, du hast mich erforscht und erkannt!

Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst meine Gedanken von fern.

Du sichtest mein Wandeln und mein Liegen und bist vertraut mit allen meinen Wegen.

Denn das Wort ist <noch> nicht auf meiner Zungesiehe, HERR, du weißt es ganz.

Von hinten und von vorn hast du mich eingeengt und deine Hand auf mich gelegt.

Kenntnis, zu wunderbar für mich, zu hoch: Ich vermag sie nicht zu erfassen!

Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist und wohin fliehen vor deinem Angesicht?

Führe ich auf zum Himmel: Du bist da; und bettete ich mir im Scheol: Siehe, du bist da.

Nähme ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres,

auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen.

Und spräche ich: „Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde das Licht um mich her“ –

auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.

Denn du besaßest meine Nieren; du wobst mich im Leib meiner Mutter.

Ich preise dich dafür, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl.

Mein Gebein war nicht vor dir verborgen, als ich gemacht wurde im Geheimen, gewirkt <wie ein Stickwerk> in den untersten Örtern der Erde.

Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die entworfen wurden, als nicht einer von ihnen war.

Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie gewaltig sind ihre Summen!

Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir.

Möchtest du, o Gott, den Gottlosen töten! Und ihr Blutmenschen, weicht von mir! –

Sie, die dich nennen zum Verbrechen, die zu Eitlem schwören, deine Feinde.

Hasse ich nicht, HERR, die dich hassen, und verabscheue ich nicht, die gegen dich aufstehen?

Mit vollkommenem Hass hasse ich sie; sie sind Feinde für mich.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!

Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!

Psalm 140

Dem Vorsänger. Ein Psalm von David.

Befreie mich, HERR, von dem bösen Menschen; vor dem Mann der Gewalttaten behüte mich –

die Bosheiten ersinnen im Herzen, täglich Kriege erregen!

Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. – Sela.

Bewahre mich, HERR, vor den Händen des Gottlosen – vor dem Mann der Gewalttaten behüte mich –, die darauf sinnen, meine Tritte umzustoßen!

Die Stolzen haben mir heimlich eine Schlinge und Fallstricke gelegt, ein Netz ausgespannt zur Seite des Weges; sie haben mir Fallen gestellt. – Sela.

Ich sprach zu dem HERRN: Du bist mein Gott! Nimm zu Ohren, HERR, die Stimme meines Flehens!

HERR, Herr, <du> Stärke meiner Rettung, du hast mein Haupt beschirmt am Tag der Waffen.

Gewähre nicht, HERR, die Begierden des Gottlosen, lass sein Vorhaben nicht gelingen: Sie würden sich erheben. – Sela.

Die Häupter derer, die mich umringen – das Unheil ihrer Lippen bedecke sie!

Mögen feurige Kohlen auf sie herabfallen! Ins Feuer stürze er sie, in Wasserfluten, dass sie nicht aufstehen!

Der Mann von <böser> Zunge möge nicht feststehen im Land; der Mann der Gewalttat – das Böse möge ihn jagen bis zum Sturz!

Ich weißdass der HERR ausführen wird die Rechtssache des Elenden, das Recht der Armen.

Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen werden vor deinem Angesicht wohnen.

Psalm 141

Ein Psalm von David.
HERR, zu dir habe ich gerufen, eile zu mir! Nimm zu Ohren meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!

Lass als Räucherwerk vor dir bestehen mein Gebet, das Erheben meiner Hände als Abendopfer!

Setze, HERR, meinem Mund eine Wache, behüte die Tür meiner Lippen!

Neige mein Herz nicht zu einer bösen Sache, um in Gottlosigkeit Handlungen zu verüben mit Männern, die Frevel tun; und möge ich nicht essen von ihren Leckerbissen!

Der Gerechte schlage mich – es ist Güte. Und er strafe mich – es ist Öl des Hauptes. Mein Haupt wird sich nicht weigern, denn noch ist bei ihren Bosheiten mein Gebet <für sie>.

Sind ihre Richter die Felsen hinabgestürzt worden, so werden sie meine Worte hören, dass sie lieblich sind.

Wie einer die Erde schneidet und spaltet, so sind unsere Gebeine hingestreut am Rand des Scheols.

Doch auf dich, HERR, <mein> Herr, sind meine Augen <gerichtet>, zu dir nehme ich Zuflucht; gib meine Seele nicht preis!

Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor den Fallstricken derer, die Frevel tun!

Lass die Gottlosen in ihre <eigenen> Netze fallen, während ich vorübergehe!

Psalm 143

Ein Psalm von David.
HERR, höre mein Gebet, nimm zu Ohren mein Flehen! Erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit!

Und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht! Denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

Denn der Feind verfolgt meine Seele, zertritt zur Erde mein Leben, lässt mich wohnen in Finsternissen wie die Toten der Urzeit.

Und mein Geist ermattet in mir, mein Herz ist betäubt in meinem Innern.

Ich gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun; ich sinne über das Werk deiner Hände.

Zu dir breite ich meine Hände aus; wie ein lechzendes Land <lechzt> meine Seele nach dir. – Sela.

 

Eilends erhöre mich, HERR! Es verschmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst werde ich denen gleich sein, die zur Grube hinabfahren.

Lass mich früh hören deine Güte, denn auf dich vertraue ich; tu mir kund den Weg, den ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele!

Ps 143,9: Errette mich, HERR, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich dein Wohlgefallen tun! Denn du bist mein Gott; dein guter Geist leite mich in ebenem Land!

Um deines Namens willen, HERR, belebe mich; in deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Bedrängnis!

Und in deiner Güte vertilge meine Feinde, und alle Bedränger meiner Seele bringe um, denn ich bin dein Knecht!


Ps 144,1: Von David.
Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine Hände unterweist zum Kampf, meine Finger zum Krieg:

Meine Güte und meine Burg, meine hohe Festung und mein Erretter; mein Schild und der, bei dem ich Zuflucht suche, der mir mein Volk unterwirft!

HERR, was ist der Mensch, dass du Kenntnis von ihm nimmst, der Sohn des Menschen, dass du ihn beachtest?

Der Mensch gleicht dem Hauch; seine Tage sind wie ein vorübergehender Schatten.

HERR, neige deine Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, dass sie rauchen!

Blitze mit Blitzen und zerstreue sie; schieße deine Pfeile und verwirre sie!

Strecke deine Hände aus von der Höhe; reiße mich <heraus> und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der Fremde,

deren Mund Eitelkeit redet und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist!

Gott, ein neues Lied will ich dir singen, mit der Harfe von zehn Saiten will ich dir Psalmen singen –

dir, der den Königen Rettung gibt, der seinen Knecht David dem verderbenden Schwert entreißt.

Reiße mich <heraus> und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde, deren Mund Eitelkeit redet und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist;

dass unsere Söhne in ihrer Jugend seien wie hochgezogene Pflanzen, unsere Töchter wie behauene Ecksäulen nach der Bauart eines Palastes;

dass unsere Speicher voll seien, spendend von allerlei Art; dass unser Kleinvieh sich tausendfach mehre, zehntausendfach auf unseren Weidegründen;

dass unsere Rinder trächtig seien; dass kein Einbruch und kein Ausfall sei und kein Klagegeschrei auf unseren Straßen!

Glückselig das Volk, dem es so ergeht! Glückselig das Volk, dessen Gott der HERR ist!

Psalm 145

Ein Lobgesang von David.
Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen preisen immer und ewig.

Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben immer und ewig.

Groß ist der HERR und sehr zu loben, und seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht wird dem anderen deine Werke rühmen, und deine Machttaten werden sie verkünden.

Reden will ich von der herrlichen Pracht deiner Majestät und von deinen Wundertaten.

Und sie werden sprechen von der Kraft deiner furchtbaren Taten, und deine Großtaten werde ich erzählen.

Das Gedächtnis deiner großen Güte werden sie hervorströmen lassen und deine Gerechtigkeit jubelnd preisen.

Gnädig und barmherzig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Güte.

Der HERR ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke.

Alle deine Werke, HERR, werden dich loben, und deine Frommen dich preisen.

Sie werden sprechen von der Herrlichkeit deines Reiches und werden reden von deiner Macht,

um den Menschenkindern kundzutun seine Machttaten und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches.

Dein Reich ist ein Reich aller Zeitalter und deine Herrschaft durch alle Geschlechter hindurch.

Der HERR stützt alle Fallenden und richtet alle Niedergebeugten auf.

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit;

du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebende nach Begehr.

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gütig in allen seinen Taten.

Nahe ist der HERR allen, die ihn anrufen, allen, die ihn anrufen in Wahrheit.

Er tut das Verlangen derer, die ihn fürchten; ihr Schreien hört er und rettet sie.

Der HERR bewahrt alle, die ihn lieben, und alle Gottlosen vertilgt er.

Mein Mund soll das Lob des HERRN aussprechen; und alles Fleisch preise seinen heiligen Namen immer und ewig!

MEINE ANTWORTEN

Aus Psalm 139 erkennen wir, dass Gott überall gegenwärtig ist. Welche Bedeutung hat dieses Wissen für unser Leben als Christ?

  • Gott hat David erforscht und erkannt (Ps 139,1) ⇒ er kennt uns auch durch und durch
  • er kennt alle Handlungen (Ps 139,2.3)
  • er kennt unsere Gedanken und Worte (Ps 139,4) ⇒ bevor wir Handeln und Reden sollten wir uns alles genau überlegen
  • Gott ist überall (Ps 139,7-10) ⇒ wir können nicht vor Gott weglaufen
  • Gott sieht alles (Ps 139,11.12)
  • Gott ist unser Schöpfer (Ps 139,13-16)
  • Gottes Gedanken sind um größer als unsere Gedanken (Ps 139,17.18)

Wegen welcher Not rief David den Herrn in Psalm 140 an?

  • gewaltätiger Menschen (Ps 140,2-4)
  • Gottlosen (Ps 140,5.6.9)

Wie verhält sich Gott denen gegenüber, die niedergeschlagen sind?

  • den richtet Gott auf (Ps 145,14)

INFORMATIONEN

WEITERFÜHRENDE DOKUMENTE

 

TAG 166

INFORMATIONEN

FRAGEN

  • Womit wird die Einheit unter Brüdern (Geschwistern) verglichen?
  • Welche Verheißung hat der Herr darauf gelegt?

BIBELTEXT

Psalm 108-110; 122; 124; 131; 133

Psalm 108

Ein Psalm-Lied von David.

Befestigt ist mein Herz, o Gott! Ich will singen und Psalmen singen, auch meine Seele.

Wacht auf, Harfe und Laute! Ich will die Morgenröte wecken.

Ich will dich preisen, HERR, unter den Völkern und dich besingen unter den Völkerschaften;

denn groß ist deine Güte über die Himmel hinaus, und bis zu den Wolken deine Wahrheit.

Erhebe dich über die Himmel, o Gott! Und über der ganzen Erde sei deine Herrlichkeit!

Damit deine Geliebten befreit werden, rette durch deine Rechte und erhöre mich!

Gott hat geredet in seiner Heiligkeit: Frohlocken will ich, will Sichem verteilen und das Tal Sukkot ausmessen.

Mein ist Gilead, mein Manasse, und Ephraim ist die Schutzwehr meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab.

Moab ist mein Waschbecken, auf Edom will ich meine Sandale werfen, über Philistäa will ich jauchzen.

Wer wird mich in die befestigte Stadt führen, wer wird mich bis nach Edom leiten?

Nicht du, Gott, der du uns verworfen hast und nicht auszogst, o Gott, mit unseren Heeren?

Schaffe uns Hilfe aus der Bedrängnis! Menschenrettung ist ja eitel.

Mit Gott werden wir Mächtiges tun; und er wird unsere Bedränger zertreten.

Psalm 109

Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm.
Gott meines Lobes, schweige nicht!

Denn der Mund des Gottlosen und der Mund des Truges haben sich gegen mich geöffnet, mit Lügenzunge haben sie zu mir geredet;

und mit Worten des Hasses haben sie mich umgeben und haben gegen mich gekämpft ohne Ursache.

Für meine Liebe feindeten sie mich an; ich aber bin <stets im> Gebet.

Und sie haben mir Böses für Gutes erwiesen und Hass für meine Liebe.

Bestelle einen Gottlosen über ihn, und ein Widersacher stehe zu seiner Rechten!

Wenn er gerichtet wird, gehe er schuldig aus, und sein Gebet werde zur Sünde!

Seine Tage seien wenige, sein Amt empfange ein anderer!

Seine Söhne seien Waisen, und seine Frau <sei> Witwe!

Und mögen seine Söhne umherschweifen und betteln und fern von ihren verwüsteten Wohnungen nach <Brot> suchen!

Der Wucherer umgarne alles, was er hat, und Fremde mögen seine Arbeit rauben!

Er habe niemand, der <ihm> Güte bewahre, und niemand sei seinen Waisen gnädig!

Seine Nachkommen mögen ausgerottet werden; im folgenden Geschlecht erlösche ihr Name!

Gedacht werde vor dem HERRN der Ungerechtigkeit seiner Väter, und nicht werde ausgelöscht die Sünde seiner Mutter!

Sie seien beständig vor dem HERRN, und er rotte ihr Gedächtnis aus von der Erde!

Weil er nicht daran dachte, Güte zu üben, und den elenden und armen Mann verfolgte und den, der verzagten Herzens war, um <ihn> zu töten.

Und er liebte den Fluch, so komme er auf ihn! Und er hatte kein Gefallen an Segen, so sei er fern von ihm!

Und er zog den Fluch an wie sein Kleid, so dringe er wie Wasser in sein Inneres und wie Öl in seine Gebeine!

Er sei ihm wie ein Gewand, in das er sich hüllt, und zu einem Gürtel, womit er stets sich gürtet!

Das sei der Lohn meiner Widersacher von Seiten des HERRN, und derer, die Böses reden gegen meine Seele!

Du aber, HERR, Herr, wirke für mich um deines Namens willen; weil deine Güte gut ist, errette mich!

Denn ich bin elend und arm, und mein Herz ist verwundet in meinem Innern.

Wie ein Schatten, wenn er sich streckt, gehe ich dahin, werde weggescheucht wie die Heuschrecke.

Meine Knie wanken vom Fasten, und mein Fleisch ist abgemagert.

Und ich bin ihnen zum Hohn geworden; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf.

Hilf mir, HERR, mein Gott! Rette mich nach deiner Güte,

damit sie wissen, dass dies deine Hand ist, dass du, HERR, es getan hast.

Mögen sie fluchen, du aber segne! Stehen sie auf, so lass sie beschämt werden und deinen Knecht sich freuen!

Lass meine Widersacher mit Schande bekleidet werden und sich in ihre Schmach hüllen wie in ein Gewand!

Ich werde den HERRN sehr preisen mit meinem Mund, und inmitten vieler werde ich ihn loben.

Denn er stand zur Rechten des Armen, um ihn zu retten von denen, die seine Seele richteten.

Psalm 110

Von David, ein Psalm.
Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße!

Den Stab deiner Macht wird der HERR aus Zion senden; herrsche inmitten deiner Feinde!

Dein Volk wird <voller> Willigkeit sein am Tag deiner Macht; in heiliger Pracht, aus dem Schoß der Morgenröte <wird> dir der Tau deiner Jugend <kommen>.

Geschworen hat der HERR, und es wird ihn nicht reuen: „Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!“

Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tag seines Zorns.

Er wird richten unter den Nationen, er füllt <alles> mit Leichen; das Haupt über ein großes Land zerschmettert er.

Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben.

Psalm 122

Ein Stufenlied von David.
Ich freute mich, als sie zu mir sagten: Lasst uns zum Haus des HERRN gehen!

Unsere Füße werden in deinen Toren stehen, Jerusalem!

Jerusalem, die du aufgebaut bist als eine fest in sich geschlossene Stadt,

wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme Jahs, ein Zeugnis für Israel, zu preisen den Namen des HERRN!

Denn dort stehen die Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David.

Bittet um den Frieden Jerusalems! Es gehe wohl denen, die dich lieben!

Frieden sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen!

Um meiner Brüder und meiner Gefährten willen will ich sagen: Frieden sei in dir!

Um des Hauses des HERRN, unseres Gottes, willen will ich dein Bestes suchen.

Psalm 124

Ein Stufenlied von David.
Wenn nicht der HERR für uns gewesen wäre, sage doch Israel,

wenn nicht der HERR für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns aufstanden,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte;

dann hätten die Wasser uns überflutet, wäre ein Wildbach über unsere Seele gegangen;

dann wären über unsere Seele gegangen die stolzen Wasser.

Gepriesen sei der HERR, der uns nicht zum Raub gab ihren Zähnen!

Unsere Seele ist entkommen wie ein Vogel aus der Schlinge der Vogelfänger; die Schlinge ist zerrissen, und wir sind entkommen.

Unsere Hilfe ist im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm 131
Ein Stufenlied von David.
HERR, nicht hoch ist mein Herz, noch tragen sich hoch meine Augen, und ich wandle nicht in Dingen, die zu groß und zu wunderbar für mich sind.

Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und still gemacht? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie das entwöhnte Kind ist meine Seele in mir.

Harre, Israel, auf den HERRN, von nun an bis in Ewigkeit!

Psalm 133

Ein Stufenlied von David.
Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!

Wie das kostbare Öl auf dem Haupt, das herabfließt auf den Bart, auf den Bart Aarons, das herabfließt auf den Saum seiner Kleider;

Ps 133,3: wie der Tau des Hermon, der herabfällt auf die Berge Zions; denn dort hat der HERR den Segen verordnet, Leben bis in Ewigkeit.

 

MEINE ANTWORTEN

Womit wird die Einheit unter Brüdern (Geschwistern) verglichen?

  • köstliches Öl (Ps 133,2)
  • Tau des Hermons (Ps 133,3)

Welche Verheißung hat der Herr darauf gelegt?

  • Gottes Segen (Ps 133,3)
  • Leben in Ewigkeit (Ps 133,3)

INFORMATIONEN

WEITERFÜHRENDE DOKUMENTE

 

TAG 165

INFORMATIONEN

FRAGEN

  • Worauf kann man in Psalm 69 manche Aussagen beziehen?
  • Wer wird in Psalm 103 aufgefordert, den Herrn zu loben?

BIBELTEXT

Psalm 69; 70; 86; 101; 103

Psalm 69

Dem Vorsänger, nach „Schoschannim“. Von David.

Rette mich, o Gott, denn die Wasser sind bis an die Seele gekommen!

Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein Grund ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut überströmt mich.

Ich bin müde vom Rufen, entzündet ist meine Kehle; meine Augen schwinden hin, während ich auf meinen Gott harre.

Mehr als die Haare meines Hauptes sind derer, die ohne Ursache mich hassen; mächtig sind meine Vertilger, die mir ohne Grund feind sind; was ich nicht geraubt habe, muss ich dann erstatten.

Du, o Gott, weißt um meine Torheit, und meine Vergehungen sind dir nicht verborgen.

Lass nicht durch mich beschämt werden, die auf dich harren, Herr, HERR der Heerscharen! Lass nicht durch mich zuschanden werden, die dich suchen, Gott Israels!

Denn deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Angesicht.

Entfremdet bin ich meinen Brüdern, und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter.

Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

Als ich weinte <und> meine Seele fastete, da wurde es mir zu Schmähungen;

als ich mich in Sacktuch kleidete, da wurde ich ihnen zum Sprichwort.

Die im Tor sitzen, reden über mich, und <ich bin> das Saitenspiel der Zecher.

Ich aber, mein Gebet ist zu dir, HERR, zur Zeit der Annehmung. O Gott, nach der Größe deiner Güte, erhöre mich nach der Wahrheit deines Heils!

Zieh mich heraus aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke! Lass mich errettet werden von meinen Hassern und aus den Wassertiefen!

Lass die Flut der Wasser mich nicht überströmen und die Tiefe mich nicht verschlingen; und lass die Grube ihren Mund nicht über mir verschließen!

Erhöre mich, HERR, denn gut ist deine Güte; wende dich zu mir nach der Größe deiner Erbarmungen!

Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn ich bin bedrängt; eilends erhöre mich!

Nahe dich meiner Seele, erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!

Du kennst meinen Hohn und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedränger.

Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und ich bin ganz elend; und ich habe auf Mitleid gewartet, und da war keins, und auf Tröster, und ich habe keine gefunden.

Und sie gaben in meine Speise Galle, und in meinem Durst gaben sie mir Essig zu trinken.

Ihr Tisch werde vor ihnen zur Schlinge, und <ihnen>, den Sorglosen, zum Fallstrick!

Lass ihre Augen dunkel werden, damit sie nicht sehen; und lass ihre Lenden beständig wanken!

Schütte deinen Grimm über sie aus, und die Glut deines Zorns erreiche sie!

Verwüstet sei ihr Zeltlager, in ihren Zelten sei kein Bewohner!

Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt, und vom Schmerz deiner Verwundeten erzählen sie.

Füge Ungerechtigkeit zu ihrer Ungerechtigkeit, und zu deiner Gerechtigkeit lass sie nicht kommen!

Lass sie aus dem Buch des Lebens ausgelöscht und nicht mit den Gerechten eingeschrieben werden!

Ich aber bin elend, und mir ist wehe; deine Rettung, o Gott, setze mich in Sicherheit!

Rühmen will ich den Namen Gottes im Lied und ihn erheben mit Lob.

Und es wird dem HERRN wohlgefälliger sein als ein Rind, ein Stier mit Hörnern <und> gespaltenen Hufen.

Die Sanftmütigen werden es sehen, sie werden sich freuen; ihr, die ihr Gott sucht, es lebe euer Herz!

Denn der HERR hört auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet er nicht.

Ihn sollen loben Himmel und Erde, die Meere und alles, was in ihnen wimmelt!

Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen; und sie werden dort wohnen und es besitzen.

Und die Nachkommenschaft seiner Knechte wird es erben; und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.

Psalm 70

Dem Vorsänger. Von David, zum Gedächtnis.

Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, zu meiner Hilfe!

Lass beschämt und mit Scham bedeckt werden, die nach meinem Leben trachten! Lass zurückweichen und zuschanden werden, die Gefallen haben an meinem Unglück!

Lass umkehren wegen ihrer Schande, die da sagen: Haha! Haha!

Lass fröhlich sein und in dir sich freuen alle, die dich suchen; und die deine Rettung lieben, lass stets sagen: Erhoben sei Gott!

Ich aber bin elend und arm. O Gott, eile zu mir! Meine Hilfe und mein Erretter bist du; HERR, zögere nicht!

Psalm 86

Ein Gebet von David.
Neige, HERR, dein Ohr! Erhöre mich, denn ich bin elend und arm!

Bewahre meine Seele, denn ich bin fromm; rette du, mein Gott, deinen Knecht, der auf dich vertraut!

Sei mir gnädig, Herr, denn zu dir rufe ich den ganzen Tag!

Erfreue die Seele deines Knechtes, denn zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele!

Denn du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit und groß an Güte für alle, die dich anrufen.

Nimm zu Ohren, HERR, mein Gebet, und horche auf die Stimme meines Flehens!

Am Tag meiner Bedrängnis werde ich dich anrufen, denn du wirst mich erhören.

Keiner ist wie du, Herr, unter den Göttern, und nichts ist deinen Werken gleich.

Alle Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen verherrlichen.

Denn du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein.

Lehre mich, HERR, deinen Weg: Ich werde wandeln in deiner Wahrheit; einige mein Herz zur Furcht deines Namens.

Ich will dich preisen, Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen, und deinen Namen verherrlichen in Ewigkeit.

Denn deine Güte ist groß gegen mich, und du hast meine Seele aus dem untersten Scheol errettet.

Gott, Übermütige sind gegen mich aufgestanden, und die Rotte der Gewalttätigen trachtet nach meinem Leben! Und sie haben dich nicht vor sich gestellt.

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit.

Wende dich zu mir und sei mir gnädig! Gewähre deinem Knecht deine Kraft, und rette den Sohn deiner Magd!

Erweise mir ein Zeichen zum Guten, dass meine Hasser es sehen und beschämt werden, weil du, HERR, mir geholfen und mich getröstet hast.

Psalm 101

Von David, ein Psalm.
Von Güte und Recht will ich singen; dir, HERR, will ich Psalmen singen.

Ich will weise handeln auf vollkommenem Weg. – Wann wirst du zu mir kommen? Im Innern meines Hauses will ich wandeln in Lauterkeit meines Herzens.

Ich will kein Belialsstück vor meine Augen stellen. Das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht ankleben.

Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen, den Bösen will ich nicht kennen.

Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich vertilgen; wer stolzer Augen und hochmütigen Herzens ist, den will ich nicht dulden.

Meine Augen werden <gerichtet> sein auf die Treuen im Land, damit sie bei mir wohnen; wer auf vollkommenem Weg wandelt, der soll mir dienen.

Nicht soll im Innern meines Hauses wohnen, wer Trug übt; wer Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen.

Jeden Morgen will ich alle Gottlosen des Landes vertilgen, um aus der Stadt des HERRN auszurotten alle, die Frevel tun.

Psalm 103

Von David.
Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen!

Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!

Der da vergibt alle deine Ungerechtigkeit, der da heilt alle deine Krankheiten;

der dein Leben erlöst von der Grube, der dich krönt mit Güte und Erbarmungen;

der mit Gutem sättigt dein Alter; deine Jugend erneuert sich wie die des Adlers.

Der HERR übt Gerechtigkeit und <verschafft> Recht allen, die bedrückt werden.

Er tat Mose seine Wege kund, den Kindern Israel seine Taten.

Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Güte;

er wird nicht immer rechten und nicht in Ewigkeit nachtragen.

Er hat uns nicht nach unseren Sünden getan und uns nicht nach unseren Ungerechtigkeiten vergolten.

Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine Güte über denen, die ihn fürchten;

so weit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen.

Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.

Denn er kennt unser Gebilde, ist eingedenk, dass wir Staub sind.

Der Mensch – wie Gras sind seine Tage; wie die Blume des Feldes, so blüht er.

Denn ein Wind fährt darüber, und sie ist nicht mehr, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr.

Die Güte des HERRN aber ist von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskinder hin

für die, die seinen Bund halten und sich an seine Vorschriften erinnern, um sie zu tun.

Der HERR hat in den Himmeln festgestellt seinen Thron, und sein Reich herrscht über alles.

Preist den HERRN, ihr seine Engel, ihr Gewaltigen an Kraft, Täter seines Wortes, gehorsam der Stimme seines Wortes!

Preist den HERRN, alle seine Heerscharen, ihr, seine Diener, Täter seines Wohlgefallens!

Preist den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Preise den HERRN, meine Seele!

MEINE ANTWORTEN

Worauf kann man in Psalm 69 manche Aussagen beziehen?

  • auf Jesus
    • mehr als die Haare meines Hauptes, sind die, die mich ohne Ursache hassen (Ps 69,5a vergl Joh 15,25)
    • mächtig sin die, die mich Verfolgen (Ps 69,5 vergl. Lk 23,1-25)
    • entfremdet bin ich meinen Brüdern (Ps 69,9 vergl. Joh 7,3-5)
    • der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt (Ps 69,10 vergl. Joh 2,13-17)
    • weinen (Ps 69,11 vergl. Lk 19,41)
    • Gebet (Ps 69,14 vergl. Mt 14,23; 19,13; 26,39.42; Mk 6,46; 14,35.39; Lk 3,21; 6,12; 9,18.28.29; 22,41.44)
    • Spott (Ps 69,21 vergl. Mt 27,41; Mk 15,31)
    • Verlassen (Ps 69,21 vergl. Mt 27,46; Mk 15,34)
    • Essig (Ps 69,22 vergl. Mt 27,48; Mk 15,36; Lk 23,36; Joh 19,29.30)
    • geschlagen (Ps 69,27 vergl. Jes 53,4)
    • wohlgefäliges Opfer (Ps 69,32 vergl. Hebr. 9,14.26; 10,10.14.18)

Wer wird in Psalm 103 aufgefordert, den Herrn zu loben?

  • die Seele (Ps 103,1.2.22)
  • das Innere (Ps 103,1)
  • die Engel (Ps 103,20)
  • die Gewaltigen an Kraft (Ps 103,20)
  • Täter seines Wortes (Ps 103,20)
  • Gottes Heerscharen (Ps 103,21)
  • gehorsame Diener (Ps 103,21)
  • alle Werke (Ps 103,22)

INFORMATIONEN

WEITERFÜHRENDE DOKUMENTE

 

Weitere Beiträge ...

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist