Jesus Christus und sein vollkommenes Leben
Während das Brandopfer aus 3. Mose 1 vor allem auf den Opfertod Jesu hinweist, lenkt 3. Mose 2 – das Speiseopfer unseren Blick auf sein vollkommenes Leben. Es zeigt, wie Jesus lebte, bevor er starb – und warum sein Tod überhaupt erlösend sein konnte.
1. Das Speiseopfer – kein Opfer für Sünde
Ein entscheidender Unterschied zu vielen anderen Opfern:
- Das Speiseopfer war blutlos
- Es war kein Sündopfer
Es wurde aus Dankbarkeit und Hingabe dargebracht und sollte Gott wohlgefällig sein.
„Wenn jemand dem HERRN ein Speiseopfer darbringen will…“ (3. Mose 2,1)
Das Speiseopfer spricht daher nicht zuerst von Vergebung, sondern von Gemeinschaft mit Gott.
2. Feinmehl – Das vollkommene Menschsein Jesu
Die Grundlage des Speiseopfers war Feinmehl. Es war fein gemahlen, ohne Klumpen oder Unregelmäßigkeiten.
Dies ist ein starkes Bild für das Leben Jesu:
- keine Sünde
- keine Härte
- kein Ungleichgewicht
„Er hat keine Sünde getan.“ (1. Petrus 2,22)
In jeder Lebenslage war Jesus vollkommen – im Reden, Handeln und Lieben.
3. Öl – Vom Heiligen Geist erfüllt
Das Speiseopfer wurde mit Öl gemengt und gesalbt. In der Bibel steht Öl häufig für den Heiligen Geist.
Jesu Leben war von Anfang an vom Geist geprägt:
- empfangen durch den Geist (Lukas 1,35)
- gesalbt bei der Taufe (Matthäus 3,16)
- geführt im Dienst (Lukas 4,1)
„Der Geist des Herrn ist auf mir.“ (Lukas 4,18)
Jesu Menschsein war vollkommen, weil es völlig unter der Leitung Gottes stand.
4. Weihrauch – Ein Leben zur Ehre Gottes
Zum Speiseopfer gehörte auch Weihrauch, der vollständig auf dem Altar verbrannt wurde. Er gehörte allein Gott.
Weihrauch steht für:
- Anbetung
- Gebet
- Wohlgefallen
Jesu ganzes Leben war auf die Ehre des Vaters ausgerichtet:
„Ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt.“ (Johannes 8,29)
Nicht nur sein Tod, sondern sein tägliches Leben war Gott angenehm.
5. Kein Sauerteig – Keine Sünde, keine Heuchelei
Im Speiseopfer war Sauerteig streng verboten.
Sauerteig ist in der Bibel oft ein Bild für:
- Sünde
- Verderben
- Heuchelei
Jesus lebte ohne jeden Sauerteig:
„In ihm ist keine Sünde.“ (1. Johannes 3,5)
Sein Leben war durch und durch wahrhaftig.
6. Kein Honig – Keine oberflächliche Süße
Auch Honig durfte dem Speiseopfer nicht beigefügt werden. Honig steht für natürliche, aber vergängliche Süße.
Jesu Dienst beruhte nicht auf:
- emotionaler Manipulation
- Menschengefälligkeit
- äußerer Attraktivität
„Er suchte nicht seine eigene Ehre.“ (Johannes 7,18)
Seine Liebe war echt, nicht sentimental.
7. Salz – Der ewige Bund Gottes
Jedes Speiseopfer musste mit Salz dargebracht werden:
„Du sollst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen.“ (3. Mose 2,13)
Salz steht für:
- Beständigkeit
- Unvergänglichkeit
- Bundestreue
Jesus ist der Garant des neuen Bundes:
„Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.“ (Lukas 22,20)
Sein Werk ist dauerhaft und gültig – für alle Zeiten.
8. Nahrung für die Priester – Christus als Brot des Lebens
Ein Teil des Speiseopfers wurde verbrannt, ein anderer Teil diente den Priestern als Nahrung.
Das weist auf Jesus hin:
„Ich bin das Brot des Lebens.“ (Johannes 6,35)
Christus verherrlicht Gott – und nährt zugleich die, die zu ihm gehören.
Fazit
Das Speiseopfer aus 3. Mose 2 offenbart Jesus Christus in seinem vollkommenen, vom Heiligen Geist erfüllten Leben. Es zeigt, dass unsere Erlösung nicht erst am Kreuz begann, sondern in einem Leben völliger Hingabe an Gott.
Weil Jesus vollkommen lebte, konnte er vollkommen erlösen.
Sein Leben war ein Wohlgeruch für Gott – und ist bis heute unsere geistliche Nahrung.