Frieden mit Gott durch Jesus Christus
Nach dem Brandopfer (3. Mose 1) und dem Speiseopfer (3. Mose 2) führt uns 3. Mose 3 – das Friedensopfer zum Ziel von Gottes Erlösungsplan: wiederhergestellte Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch. Dieses Opfer spricht nicht mehr in erster Linie von Schuld, sondern von Frieden, Freude und Nähe.
1. Das Friedensopfer – ein Opfer der Gemeinschaft
Das Friedensopfer (auch Heils- oder Gemeinschaftsopfer genannt) unterscheidet sich deutlich von anderen Opfern:
- es ist kein Sündopfer
- es setzt voraus, dass Sühnung bereits geschehen ist
- es wird freiwillig dargebracht
Es ist ein Opfer des Dankes, der Freude und der Gemeinschaft mit Gott.
2. Frieden setzt Versöhnung voraus
Im Opferdienst Israels konnte das Friedensopfer nicht isoliert stehen. Zuerst musste ein Opfer zur Sühnung dargebracht werden.
Diese geistliche Wahrheit erfüllt sich vollkommen in Jesus Christus:
„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Römer 5,1)
Ohne das Kreuz gibt es keinen Frieden – aber durch das Kreuz ist echter Friede möglich.
3. Jesus Christus – unser Friede
Der Neue Bund beschreibt Frieden nicht nur als Zustand, sondern als Person:
„Denn er selbst ist unser Friede.“ (Epheser 2,14)
Jesus bringt nicht nur Frieden – er ist der Friede, der uns mit Gott versöhnt und uns zu ihm führt.
4. Das Fett – das Beste gehört dem HERRN
Im Friedensopfer wurde besonders betont:
„Alles Fett gehört dem HERRN.“ (3. Mose 3,16)
Das Fett steht für Kraft, Reichtum und das Beste des Opfers.
Jesus gab Gott nicht einen Teil seines Lebens, sondern sich selbst in vollkommener Hingabe – mit allem, was er war und hatte.
5. Das Blut – Grundlage des Friedens
Auch beim Friedensopfer war das Blut zentral:
„Das Blut soll an den Altar gesprengt werden.“ (3. Mose 3,2)
Der Friede, den wir haben, ist kein billiger Friede:
„… indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes.“ (Kolosser 1,20)
Unser Friede mit Gott ist erkauft durch Jesu Blut.
6. Gemeinschaft am Tisch – Gott lädt ein
Ein einzigartiger Aspekt des Friedensopfers:
- ein Teil des Opfers gehörte Gott
- ein Teil den Priestern
- ein Teil dem Opfernden
Alle hatten Anteil am selben Opfer. Das ist ein starkes Bild für wiederhergestellte Gemeinschaft.
Jesus greift dieses Bild im Neuen Testament auf:
„Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an… ich werde mit ihm essen.“ (Offenbarung 3,20)
Gott lädt den Menschen an seinen Tisch ein.
7. Das Friedensopfer und das Abendmahl
Das Friedensopfer weist prophetisch auf das Abendmahl hin:
- ein gemeinsames Mahl
- ein Opfer als Grundlage
- Dank, Freude und Gemeinschaft
Jesus sagt:
„Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird.“ (Lukas 22,19)
Im Abendmahl feiern wir nicht nur Vergebung, sondern Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott.
8. Frieden mit Gott – Frieden untereinander
Der Friede, den Christus schenkt, bleibt nicht privat:
„Er hat die Feindschaft abgebrochen.“ (Epheser 2,14)
Wer Frieden mit Gott hat, wird befähigt, auch mit anderen in Frieden zu leben.
Fazit
Das Friedensopfer aus 3. Mose 3 zeigt das herrliche Ergebnis des Erlösungswerks Jesu Christi: Frieden mit Gott und lebendige Gemeinschaft mit ihm.
Was das Brandopfer vorbereitet und das Speiseopfer begleitet, bringt das Friedensopfer zur Vollendung: Versöhnung, Freude und Frieden durch Jesus Christus.
Durch sein Blut sind wir eingeladen – an Gottes Tisch, in Gottes Nähe, in Gottes Frieden.