[[2]]. Mose 7 – Die Vollendung des Opfers in Jesus Christus
Mit 3. Mose 7 erreichen die Opfergesetze (3. Mose 1–7) ihren Abschluss. Dieses Kapitel ist wie ein geistlicher Schlussakkord: Alles, was zuvor einzeln entfaltet wurde – Brandopfer, Speiseopfer, Friedensopfer, Sünd- und Schuldopfer – wird hier zusammengeführt und vertieft.
Gerade deshalb weist 3. Mose 7 in besonderer Klarheit auf Jesus Christus und sein vollkommenes Erlösungswerk hin.
1. Ein Kapitel der Ordnung und Vollendung
- Mose 7 wirkt auf den ersten Blick wiederholend. Doch Wiederholung bedeutet hier nicht Leerlauf, sondern Festigung. Gott zeigt:
- Erlösung folgt einer göttlichen Ordnung
- Opfer sind kein menschliches Experiment
- Vergebung ist kein Zufall
Alles ist geregelt, durchdacht und heilig.
Erfüllung in Christus
Auch das Erlösungswerk Jesu geschieht nicht spontan, sondern nach Gottes Plan:
„Christus ist zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.“ (Römer 5,6)
Das Kreuz ist kein Notbehelf – es ist der Höhepunkt göttlicher Ordnung.
2. Das Schuldopfer – Vergebung, die Verantwortung ernst nimmt
Zu Beginn von 3. Mose 7 (V. 1–10) wird das Schuldopfer erneut beschrieben. Auffällig ist: Schuld wird vergeben, aber sie wird nicht verharmlost.
- Schuld braucht ein Opfer
- Schuld hat Konsequenzen
- Schuld verlangt Ehrlichkeit
Jesus und das Schuldopfer
Jesus nimmt unsere Schuld vollständig auf sich:
„Er wurde um unserer Übertretungen willen verwundet.“ (Jesaja 53,5)
Doch echte Vergebung führt nicht zur Gleichgültigkeit, sondern zu einem neuen Leben:
„Die Gnade Gottes erzieht uns, der Gottlosigkeit zu entsagen.“ (Titus 2,12)
3. Das Friedensopfer – Leben aus der Gemeinschaft mit Gott
Der größte Teil des Kapitels (V. 11–36) widmet sich dem Friedensopfer. Es ist kein Opfer aus Not, sondern aus Freude:
- Dankopfer
- Gelübdeopfer
- freiwillige Opfer
Das Friedensopfer wurde gemeinsam gegessen – ein Bild von Gemeinschaft, Nähe und Freude.
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus hat Frieden geschaffen:
„Da wir gerechtfertigt worden sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott.“ (Römer 5,1)
Christlicher Glaube ist nicht nur Schulderlass, sondern versöhnte Gemeinschaft.
4. Gemeinschaft braucht Reinheit
- Mose 7 macht deutlich: Nicht jeder durfte am Friedensopfer teilnehmen. Unreinheit schloss aus.
➡️ Nähe zu Gott ist kostbar und heilig.
Erfüllung in Christus
Jesus ermöglicht wahre Reinheit:
„Wenn wir im Licht wandeln … reinigt uns das Blut Jesu von aller Sünde.“ (1. Johannes 1,7)
Durch Christus wird Gemeinschaft nicht oberflächlich, sondern tief und echt.
5. Das Blut – Leben, das Gott gehört
Mehrfach betont Gott:
„Ihr sollt kein Blut essen.“ (V. 26)
Denn:
„Das Leben ist im Blut.“
Blut steht für Leben – und Leben gehört Gott allein.
Jesus und sein Blut
Jesus gibt freiwillig, was Gott allein gehört:
„Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“ (Matthäus 26,28)
Durch sein Blut schenkt Christus neues Leben.
6. Das Fett – das Beste für Gott
Auch das Fett durfte nicht gegessen werden:
„Alles Fett gehört dem HERRN.“
Das Beste, Wertvollste war für Gott bestimmt.
Erfüllung in Christus
Jesus behielt nichts für sich:
- keine Kraft
- keine Ehre
- kein Vorrecht
„Er erniedrigte sich selbst.“ (Philipper 2,8)
7. Leben vom Opfer – der Anteil der Priester
Die Priester lebten von den Opfern, die Gott dargebracht wurden. Ihr Dienst war vollkommen abhängig von dem Opfer.
Erfüllung in Christus
Jesus ist:
- das Opfer
- der Hohepriester
- unsere geistliche Nahrung
„Ich bin das Brot des Lebens.“ (Johannes 6,35)
Auch wir leben heute allein aus dem, was Christus vollbracht hat.
8. Ein vollendetes Werk
Mit 3. Mose 7 endet ein großer Abschnitt der Tora. Alles ist gesagt, alles geregelt, alles vorbereitet.
Diese Vollendung weist auf Jesu Worte am Kreuz:
„Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30)
Was im Alten Bund beschrieben wurde, ist im Neuen Bund erfüllt.
Fazit
3. Mose 7 zeigt, wie Vergebung, Frieden, Gemeinschaft und Versorgung aus dem Opfer hervorgehen – und wie all das in Jesus Christus seine vollkommene Erfüllung findet.
Was im Gesetz vorbereitet wurde, ist in Christus vollendet.
Wer Jesus erkennt, erkennt den Sinn aller Opfer – und darf aus einem vollbrachten Erlösungswerk leben.