Das Feueropfer aus [[2]]. Mose 1 – Ein prophetischer Hinweis auf Jesus Christus

Das dritte Buch Mose wirkt auf viele Leser zunächst fremd und schwer zugänglich. Opfergesetze, Rituale und detaillierte Anweisungen scheinen weit entfernt von unserem heutigen Glaubensalltag. Doch gerade 3. Mose 1, das Kapitel über das Brand- bzw. Feueropfer, enthält eine erstaunlich klare und tiefe Vorschattung auf Jesus Christus und sein Erlösungswerk.

1. Was ist das Feueropfer?

In 3. Mose 1 beschreibt Gott das Brandopfer als ein Opfer, das freiwillig, makellos und vollständig dargebracht wird. Das ganze Tier wurde auf dem Altar verbrannt.

„… es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer dem HERRN zu lieblichem Geruch.“ (3. Mose 1,9)

Ziel dieses Opfers war es, Sühnung zu erwirken und Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch zu ermöglichen:

„Und er lege seine Hand auf den Kopf des Brandopfers, so wird es ihm wohlgefällig sein, um Sühnung für ihn zu erwirken.“ (3. Mose 1,4)

2. Die freiwillige Hingabe – Jesus gab sich selbst

Das Brandopfer war kein Zwangsopfer. Der Opfernde kam freiwillig vor Gott.

Diese Freiwilligkeit weist direkt auf Jesus hin:

„Niemand nimmt mein Leben von mir, sondern ich lasse es von mir selbst.“ (Johannes 10,18)

Jesus ging nicht widerwillig ans Kreuz. Er entschied sich aus Liebe bewusst für diesen Weg – für uns.

3. Ein Opfer ohne Fehler – Jesu Sündlosigkeit

Das Opfertier musste vollkommen und ohne Fehler sein. Kein Makel war erlaubt.

Auch hier erfüllt Jesus das Bild vollkommen:

„Er hat keine Sünde getan, und es ist kein Betrug in seinem Mund gefunden worden.“ (1. Petrus 2,22)

Nur ein vollkommen reines Opfer konnte die Schuld eines sündigen Menschen tragen.

4. Stellvertretung – unsere Schuld auf ihm

Der Opfernde legte seine Hand auf den Kopf des Tieres. Damit identifizierte er sich mit dem Opfer – seine Schuld wurde symbolisch übertragen.

Genau das geschah am Kreuz:

„Den, der von keiner Sünde wusste, hat Gott für uns zur Sünde gemacht.“ (2. Korinther 5,21)

Jesus starb stellvertretend. Er nahm unseren Platz ein.

5. Vollständige Hingabe – nichts wurde zurückbehalten

Beim Brandopfer wurde alles verbrannt. Kein Teil blieb für den Menschen übrig.

Jesus gab sich ebenso vollkommen hin:

„Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“ (Philipper 2,8)

Sein Opfer war total – körperlich, seelisch und geistlich.

6. Ein lieblicher Geruch – Gott nahm das Opfer an

Mehrfach betont Gott, dass das Brandopfer ein „lieblicher Geruch“ für ihn war.

Im Neuen Testament wird diese Formulierung direkt auf Christus angewendet:

„Christus hat uns geliebt und sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch.“ (Epheser 5,2)

Das Kreuz war kein Scheitern, sondern ein Opfer, das Gott vollkommen annahm.

7. Das Feuer – Gericht, das uns erspart blieb

Feuer steht in der Bibel oft für Gottes Heiligkeit und Gericht. Beim Brandopfer traf dieses Feuer das Opfer.

Am Kreuz traf das Gericht Gottes Jesus:

„Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten.“ (Jesaja 53,5)

Was wir verdient hätten, trug er.

8. Vollbrachte Erlösung – kein weiteres Opfer nötig

Das Brandopfer musste im Alten Bund immer wieder dargebracht werden. Jesu Opfer hingegen geschah ein für alle Mal.

„Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, die geheiligt werden.“ (Hebräer 10,14)

Darum konnte Jesus sagen:

„Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30)

9. Unsere Antwort heute

Wir bringen keine Brandopfer mehr dar. Doch Gottes Wort ruft uns zu einer Antwort auf Jesu Opfer auf:

„Stellt eure Leiber als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer dar.“ (Römer 12,1)

Nicht um erlöst zu werden – sondern weil wir erlöst sind.

Fazit

Das Feueropfer aus 3. Mose 1 ist weit mehr als ein alttestamentliches Ritual. Es ist ein kraftvoller prophetischer Hinweis auf Jesus Christus, der sich freiwillig, fehlerlos und vollständig Gott hingab, um unsere Schuld zu sühnen und uns mit Gott zu versöhnen.

Wer das Kreuz versteht, erkennt: Das wahre Feueropfer hat ein für alle Mal gebrannt – und sein Name ist Jesus Christus.

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist