Serubbabel
Lexikon
Begriff | Definition |
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Serubbabel | ist die hebräische Form des akkadischen Zeru-Babili, Nachkomme von Babel. Es ist der Name des Sohnes von Schealtiël aus der judäischen Königsfamilie, den der Perserkönig [[2]] 538 v.Chr. als Statthalter der Provinz Judäa einsetzte. Er trug den babylonischen Namen Scheschbazar, mit dem er in [[3]] [[[[8]]]],8.[[[[18]]]] und 5,[[6]].[[9]] amtlich genannt wird. Man hat dies angezweifelt und in Scheschbazar einen früheren Statthalter und Vorgänger Serubbabel sehen wollen. Der Vergleich von Esra 5,16 mit 3,2.6.8 und Sach 4,9 macht aber deutlich, dass es sich um dieselbe Person handelt. Mit dem Hohen Priester Jeschua zusammen führte Serubbabel die rückkehrenden Juden nach Jerusalem (Esra 2,1.2; Neh 12,1-9), richtete den Gottesdienst ein (Esra 3,1-5) und begann 537 v. Chr. den Tempelneubau (V. 6-13). Durch den Widerstand der von den Assyrern nach Palästina umgesiedelten fremden Volksstämme geriet die Arbeit aber bald ins Stocken (Esra 4,1-5) und wurde erst beim Auftreten der Propheten Haggai und Sacharja 520 v.Chr. neu aufgenommen (Esra 5,1.2; Hag 1,1.14; Sach 1,1; 4,6-10) und beendet. Nach der Tempeleinweihung 515 v. Chr. wurden auch die Dienste der Leviten und Priester geordnet (Esra 6,14-18; Neh 12,47). Die Feier des Passas schloss sich an (Esra 6,19-22). Über das weitere Wirken Serubbabels und die Dauer seiner Statthalterschaft ist uns nichts bekannt. Als Nehemia später daranging, das Volk zu verzeichnen, fand er das unter Serubbabel angefertigte Geschlechtsregister der Rückkehrer aus der Verbannung wieder auf (Neh 7,5-7; vgl. Esra 2). Im Neuen Testament wird Serubbabel in beiden Stammbäumen Jesu genannt (Mt 1,12.13; Lk 3,27).
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