ist vor allem als Schwiegermutter von Ruth bekannt, und ihre Lebensgeschichte erfahren wir auch aus dem Buch Ruth. Als in Bethlehem eine Hungersnot herrscht, zieht sie mit ihrem Mann Elimelech und ihren beiden Söhnen in das Land der Moabiter. Ihre Söhne heiraten dort die Moabiterinnen Orpa und Rut und sterben dann einige Jahre später, nachdem auch schon Noomis Mann verstorben ist. Sie beschließt daraufhin, in ihre Heimat zurückzuziehen, und stellt ihren Schwiegertöchtern frei, ob sie mitkommen wollen oder nicht. Während sich Orpa von ihr verabschiedet, folgt Ruth ihr nach Bethlehem, wo sie Boas kennenlernt und heiratet. Als Rut schwanger wird und einen Sohn bekommt, freuen sich Noomis Nachbarinnen mit ihr und loben Gott, denn nun gibt es jemanden, der sie als Witwe mitversorgen kann. Ruths Sohn bekommt den Namen Obed, und Noomi wird sein Kindermädchen. Der Name Noomi bedeutet lieblich oder (Gott ist) Wonne, Lieblichkeit, doch als sie ohne Mann und Söhne nach Bethlehem zurückkehrt, findet sie ihren Namen unpassend und sagt den Frauen der Stadt: Nennt mich nicht Noomi, sondern Mara, was »bitter« bedeutet (Rut 1,20).
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