war ein Sohn Salomos und der letzte König eines vereinigten Israels und der erste über das Südreich Juda. Sein Name bedeutet Ein Verwandter (wörtlich Volk) ist freigebig gewesen oder Das Volk hat sich ausgebreitet.
Rehabeam war 41 Jahre alt, als er nach dem Tod seines Vaters Salomo an die Herrschaft gelangte. Salomo hatte dem Volk viel abverlangt, um die Mittel für seinen öffentlichen Haushalt und den Unterhalt des Hofes zu sichern. Als die Volksversammlung in Sichem nun Rehabeam zum König machen wollte, bat das Volk um Erleichterung. Rehabeam befragte zunächst die Ältesten, die ihm rieten, auf die Bitte des Volkes einzugehen, und anschließend seine jüngeren Berater, die ihm im Gegenteil empfahlen, noch härtere Maßnahmen zu ergreifen, wozu sich Rehabeam auch entschloss. Als er dies dem Volk mitteilte, sagten sich zehn Stämme von ihm los. Nur Juda, ein Teil Benjamins und – wenn auch nicht besonders erwähnt – ein Teil Simeons blieben dem Haus David treu (1. Kö 12,1-17; 2. Chr 10).
Als er Adoram, seinen Verantwortlichen für die Zwangsarbeiten, in den Norden schickte, wurde dieser von den Israeliten gesteinigt, und Jerobeam wurde zum König über die zehn Stämme des Nordreichs gemacht. Rehabeam sammelte eine Truppe aus seinen Männern, um das Nordreich zurückzuerobern, aber sein Vorhaben wurde von einem Propheten namens Schemaja verhindert (1. Kö 12,18-[[3]]; 2. Chr 11,1-4). Der Kriegszustand zwischen beiden Reichen blieb dennoch bestehen: Rehabeam baute Festungen und war kampfbereit (1. Kön 14,30; 2. Chr 11,5-12). Da Jerobeam im Nordreich heidnische Priester einsetzte, zogen die Priester und Leviten aus Israel nun ins Südreich, wo Rehabeam drei Jahre lang im Sinne Davids und Salomos regierte und das Gesetz beachtete. Dann aber tauchten heidnische Kultpraktiken in Juda auf, möglicherweise durch den Einfluss der fremdländischen Frauen in wichtigen Positionen, wie der ammonitischen Mutter Rehabeams, Naama, und seiner Lieblingsfrau Maacha (1. Kö 14,21; 2. Chr 11,18). Der ägyptische Pharao Schichak zog ungefähr 926 v.Chr. gegen Palästina, plünderte das Land und raubte Jerusalem aus (1. Kö 14,25-27). Noch einmal trat der Prophet Schemaja auf und verkündigte Rehabeam und seinen Obersten, dass Gott sie verlassen habe, weil sie Gott den Rücken gekehrt hatten. Als seine Zuhörer ihr Tun bereuten, verhieß Schemaja ihnen, dass Gott sie in Kürze erretten werde. Rehabeam erlangte nach der Plünderung erneut Macht und Einfluss, doch das Gesamturteil in 2Chr 12,14 bleibt hart: Er tat übel und richtete sein Herz nicht darauf, dass er den Herrn suchte. Seine Regierungszeit wird auf die Jahre 926910 v.Chr. geschätzt; seine Familie war riesig und wird mit 18 Frauen und 60 Nebenfrauen, die ihm 28 Söhne und 60 Töchter schenkten, in 2. Chr 11,21 erwähnt. Rehabeams Nachfolger wurde Abija, der Sohn seiner Lieblingsfrau Maacha, dem er schon zu Lebzeiten die erste Stelle unter seinen Brüdern gegeben hatte, weil er ihn zum König machen wollte. Seine übrigen Söhne hatte er mit Vorbedacht über das ganze Gebiet Judas und Benjamins in feste Städte verteilt und reichlich versorgt (2. Chr 11,21-23).