könnte man übersetzen mit Jahwe ist vollkommen oder Jahwe hat sich redlich, rechtschaffen gezeigt.
- Gideons jüngster Sohn und einziger Überlebender des Massakers, das Abimelech an seinen Brüdern verübt (Ri 9,5). Durch das Gleichnis der Bäume, die den Brombeerstrauch zum König wählen – eine Ehre, die vorher von der Zeder, dem Olivenbaum und der Weinrebe abgelehnt worden war -, warnt Jotam die Sichemiter vor Abimelech. Die Warnungblieb unbeachtet, und der Fluch, den er aussprach, erfüllte sich drei Jahre später, als die Sichemiter Abimelech untreu wurden.
- Der Sohn Jahdais und ein Nachkomme von Kaleb (1. Chr 2,47).
- Der Sohn des Königs Asarja oder Usija von Juda (2. Kö 15,32-38; 2. Chr 27). Er war 25 Jahre alt, als er zur Herrschaft kam, und regierte 16 Jahre in Jerusalem, zunächst als Mitregent seines Vaters, der aussätzig war, und später als alleiniger König. Die Mitteilung in 2Kön 15,30, dass Hoschea im 20. Jahr Jotams König über Israel wurde, weist darauf hin, dass Jotam noch lebte, während sein Sohn Ahas bereits die Regentschaft übernommen hatte. Jotam tat, was in den Augen des Herrn recht war, ebenso wie sein Vater Usija. Das Volk aber opferte noch immer auf den Höhen (2. Chr 27,2). Auch Jes 2,7f; erweckt den Eindruck, dass bei äußerem Wohlstand das Volk am Götzendienst hing (vgl. Jes 2-5). Jotam baute das obere Tor am Tempel und verstärkte die Mauer des Ofel. Weiter baute er Städte auf dem Gebirge Juda und Burgen und Türme in den Wäldern (2. Chr 27,3f.4. In der Zeit seiner selbstständigen Regierung nach dem Tod Usijas wird sein Krieg gegen die Ammoniter anzusetzen sein, die ihm drei Jahre lang Tribut zahlten (V. 5). Nach 1. Chr 5,17 wurde eine Anzahl Gaditer zur Zeit Jotams und Jerobeams II. von Israel in die Geschlechtsregister eingetragen. Diese Aufzeichnung wird demnach vor Jerobeams Tod (747 v.Chr.) begonnen und in den ersten Regentschaftsjahren Jotams abgeschlossen worden sein. Man kann also schon vor seinem Ammoniterkrieg einen Einfluss Jotams im Ostjordanland annehmen. Kurz vor dem Ende der Regierung Jotams ließ der Herr den Aramäerkönig Rezin und Pekach, den Sohn Remaljas, gegen Juda vorgehen (2Kön 15,37). Vielleicht hängt auch der Bau von Burgen und Türmen schon mit der wachsenden Kriegsdrohung zusammen. Israel mag Judas Machtstellung im Ostjordanland mit missgünstigen Augen angesehen haben. Außerdem wollten Aram und Israel Juda zur Teilnahme an ihrem Bündnis gegen Assyrien zwingen. Der eigentliche syrisch-ephraimitische Krieg fällt aber erst in die Zeit des Ahas, der seinem Vater als Regent und dann als König folgte. Jotam wurde in der Davidsstadt begraben.