ist der Sohn von Isaak und Rebekka und Jakobs älterer Zwillingsbruder. Bei der Geburt ist er rötlich und rauh wie ein Fell, was ihm seinen eigentlichen Namen Esau beschert (»behaart«) und möglicherweise auch seinen Spitznamen Edom (rötlich). Esau ist der Liebling seines Vaters und wird Jäger. Seine Mutter zieht Jakob vor, denn schon bevor die beiden geboren waren, hatte Gott ihr offenbart, dass der Ältere einmal dem Jüngeren dienen würde (1. Mo [[2]],21-28; vgl. Mal 1,2.3; Röm 9,10.13). Sie und Jakob tun nun alles, um das zu verwirklichen.

Als Esau eines Tages hungrig von der Jagd heimkehrt, tauscht er mit Jakob leichtfertig sein Erstgeburtsrecht gegen einen Teller Linsen, das rote Gericht – möglicherweise auch ein Grund für den zweiten Namen Edom. Isaak wird alt und blind, und eines Tages ruft er Esau zu sich und bittet ihn, ein Tier zu jagen und zuzubereiten. Doch Rebekka hört mit und weiß genau, was das bedeutet: Isaak will über Esau den Segen des Erstgeborenen sprechen – und genau das will sie natürlich verhindern. Also schickt sie Jakob los, nun auch zwei Böcke zu fangen, die sie dann zubereiten will. Sie bindet ihm Felle um die Arme, weil Esau ja behaart ist, und schickt ihn mit dem Essen zu Isaak. Isaak ist zwar misstrauisch, gibt Jakob aber schließlich seinen Segen. Als Esau später auch zum Vater tritt und hören muss, dass der Segen bereits vergeben ist, wird er wütend und bedroht seinen Bruder. Zur Sicherheit schickt Rebekka Jakob nach Haran, wo er sich eine Frau aus ihrer Verwandtschaft holen soll.

Esau hatte schon vorher seinen Eltern durch die Heirat mit heidnischen Frauen schweren Kummer gemacht. Das versucht er nun durch die Heirat mit einer Tochter Ismaels gutzumachen (1. Mo 26,34-28,9; Hebr 12,16.7). Die Namen der drei Frauen werden ganz verschieden angegeben, und es ist bisher nicht gelungen, diese Unklarheit befriedigend zu lösen: Ada, Basemat, Jehudit, Mahalat, Oholibama.  

Als Jakob nach 20 Jahren (1. Mo 31,38) aus Haran zurückkehrt, zieht ihm Esau mit 400 Mann entgegen. Jakob hat die allerschlimmsten Befürchtungen und schickt große Geschenke voraus, um Esau zu besänftigen. Nachdem Jakob in der Nacht mit einem Engel am Jabbok gekämpft hat, begegnet er Esau am Morgen hilflos und hinkend und erfährt Esaus Vergebung (1. Mo 32-33). Gemeinsam begraben sie dann auch ihren Vater Isaak (1. Mo 35,29). Schon vor Jakobs Rückkehr hatte Esau in Seïr (1. Mo 32,4) gewohnt und siedelt nun ganz dorthin über (1. Mo 36,6-8), weshalb das Gebirge Seïr auch Gebirge Esau heißt (Obd 9.19.21). In diesem Land, das ihm von Gott gegeben worden war (5. Mo 2,46.12.22), wuchs aus seinen Nachkommen das Volk der Edomiter (1. Mo 36).

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist