ist eine Kurzform, die mit dem hebräischen Wort für hören zusammenhängt. Fünf biblische Personen wurden so genannt:
- Der zweite Sohn von Jakob und Lea (1. Mo 29,33; 35,23; 2. Mo 1,2). Mit Levi zusammen überfiel er Sichem, um seine Schwester Dina zu rächen, und tötete alle männlichen Einwohner (1. Mo 34,25-31). Auf der ersten Reise der Jakobssöhne nach Ägypten ließ ihn Josef als Geisel gefangen setzen (1. Mo 42,24.36; 43,23). Als Jakob mit seiner Familie nach Ägypten zog, hatte Simeon sechs Söhne: Jemuël, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul. Der letzte war der Sohn einer Kanaaniterin (1. Mo 46,10; 2. Mo 6,15). Im Segen Jakobs wird Simeon und Levi vorhergesagt, dass sie in Jakob zerteilt und in Israel zerstreut werden sollen (1. Mo 49,5-7), im Segen Moses (5Mo 33) wird Simeon nicht erwähnt.
- Ein Vorfahre Jesu zwischen David und der Zeit der babylonischen Gefangenschaft (Lk 3,30).
- Ein Israelit, der eine heidnische Frau genommen hatte und sie auf Anordnung Esras verstieß (Esra 10,31).
- Ein gerechter und gottesfürchtiger Mann in Jerusalem, dem der Heilige Geist offenbart hatte, er werde nicht sterben, ohne den Messias gesehen zu haben. Als Josef und Maria Jesus in den Tempel brachten, begrüßte Simeon das Kind als den Heiland Gottes, segnete die Eltern und weissagte über Jesus und Maria (Lk 2,25-35).
- Ein Prophet und Lehrer in der Gemeinde zu Antiochien mit dem lateinischen Beinamen Niger = »der Schwarze« (Apg 13,1). Er gehörte zu denen, die von Gott den Auftrag erhielten, Paulus und Barnabas in den Missionsdienst zu senden.