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Der zweite Richter über Israel, aus dem Stamm Benjamin, ein Sohn des Gera. Weil das Volk Israel Gott nicht gehorcht, kann der moabitische König Eglon das Volk Israel 18 Jahre lang unterdrücken. Dann aber erhört Gott das Flehen seines Volkes und befähigt Ehud. Er ist Linkshänder und ersticht Eglon mit einem Dolch im Obergemach seines Palastes in Jericho. Danach sammelt er Israel und schlägt die Moabiter an den Jordanfurten. Doch nach seinem Tod wendet sich das Volk wieder einmal von Gott ab (Ri 3,12-4,1).
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war der jüngste Sohn des Kenas, ein Bruder oder Halbbruder von Kaleb. Als Lohn für die Eroberung Kirjat-Sefers erhielt er Achsa, die Tochter Kalebs, zur Frau (Jos 15,15-17; Ri 1,11-13). Er wurde der erste Richter in Israel und befreite das Volk von der acht Jahre dauernden Unterdrückung durch Kuschan-Rischatajim (Ri [[2]],7-11). Einer seiner Nachkommen zählte später zu den hohen Offizieren Davids (1. Chr 27,15).
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Ursprünglich hieß der Sohn von Nun aus dem Stamm Ephraim Hoschea, was »Heil« oder »Rettung« bedeutet, ein häufig auftauchender Name im Stamm Ephraim (1. Chr 27,20; 2Kön 17,1; Hos 1,1). Mose fügte den Namen Gottes hinzu und nannte ihn Jehoschua, also »Jahwe ist Heil«, was im Deutschen normalerweise mit Josua wiedergegeben wird (4. Mo 13,8.16).
Als das Volk aus Ägypten loszieht, ist Josua noch ein junger Mann (2. Mo 33,11), aber Mose bestimmt ihn dennoch zu seinem persönlichen Assistenten und überträgt ihm die Befehlsgewalt über eine Abteilung der noch nicht organisierten Stämme, die die plündernden Amalekiter abwehren sollen. Josua schlägt sie, während Mose auf dem Hügel mit dem Stab Gottes in der Hand und gestützt von Aaron und Hur um den Sieg betet (2. Mo 17,8-16). In 2Mo [[6]],13 darf er, der von Jugend auf Moses Diener gewesen ist (4. Mo 11,28), mit ihm auf den Berg steigen und ist auch in 2. Mo 32,17 wieder bei ihm, als Mose nach [[5]] Tagen und Nächten herabkommt. Vermutlich hatte er in einiger Entfernung auf Mose gewartet. Als Mose später zum Lager geht, nachdem der Herr in der Stiftshütte mit ihm geredet hatte, bleibt Josua in der Stiftshütte zurück (2. Mo 33,11). In den folgenden Jahren kommt zweifellos etwas von Moses Geduld und Sanftmut zu Josuas Tapferkeit hinzu, doch in 4. Mose 11,28 bittet er Mose im Übereifer, den Ältesten Eldad und Medad das Weissagen im Lager zu verbieten, als sie in Verzückung geraten, und Mose sagt ihm klipp und klar, dass er wünschte, Gottes Geist würde über alle Israeliten kommen, sodass sie prophezeien könnten. Josua gehört auch zu den Kundschaftern, die nach Kanaan gesandt werden (4. Mo 13,8). Als die meisten von ihnen bei der Rückkehr die Eroberung des Landes als unmöglich darstellen, empfehlen Kaleb (V. 30) und nach dem Verlauf einer Nacht auch Josua die Invasion und werden von dem Volk, dem sie Mut machen wollen, beinahe gesteinigt (4. Mo 14,1.6-10). Darum will der Herr von den Israeliten, die zur Zeit dieser Auflehnung gegen Gott über 20 Jahre alt waren, nur Kaleb und Josua in das verheißene Land bringen (V. 30). Bei der zweiten Volkszählung im Ostjordanland sind dann auch außer Mose von den beim ersten Mal Gezählten nur noch Kaleb und Josua am Leben (4. Mo 26,65). Jetzt bezeichnet der Herr Josua als den Nachfolger von Mose, der ihn unter Handauflegung dazu einsetzt (4. Mo 27,16-23; vgl. 5. Mo [[9]],28; 31,7.8.23).
Bereits in 4. Mose 34,17 hatte der Herr Josua mit dem Hohen Priester Eleasar an die Spitze der Männer gestellt, die, je einer aus jedem Stamm, die Verteilung des Landes überwachen sollten. Nach Moses Tod leisten die Israeliten Josua als seinem Nachfolger Gehorsam (5. Mo 34,9).
Das Buch Josua, das nach ihm benannt ist, berichtet über seine Taten als Führer Israels. Nach Moses Tod erhält Josua vom Herrn den Befehl, sich zum Jordanübergang bereit zu machen, und trifft seine Anordnungen dafür (Jos 1,1-2,1). Der Flussübergang wird durch ein Wunder ermöglicht: In dem Augenblick, in dem die Priester, die die Bundeslade tragen, am Ufer in den Fluss treten, bleibt das Wasser flussaufwärts stehen (Jos 3). Auf Geheiß des Herrn lässt Josua aus dem Jordan zum Andenken an dieses Wunder zwölf Steine mitnehmen, die er später in Gilgal als Zeichen aufrichtet. Zwölf andere Steine werden im Flussbett an der Stelle aufgerichtet, an der die Füße der Priester mit der Bundeslade während des Überganges gestanden hatten (Jos 4).
Bei der Eroberung Kanaans erweist sich Josua als fähiger Feldherr, der Gott vertraut und auf seine Befehle hört. Bekanntestes Beispiel dafür ist wahrscheinlich die Eroberung Jerichos. Gott gibt Josua den Auftrag, alle Kriegsmänner sechs Tage hintereinander um die Stadt herumgehen zu lassen. Für die Einwohner Jerichos wird dies ein merkwürdiges Schauspiel gewesen sein: Schweigend ziehen da kampffähige Männer rings um die Stadt, gefolgt von sieben Priestern, die ihre Posaunen blasen und vor der Bundeslade hergehen, gefolgt vom übrigen Volk. Am siebten Tag gibt Josua den Befehl, ein Kriegsgeschrei zu erheben, das gewaltige Folgen hat. Die Stadtmauer bricht ein, das Volk hat freien Zugang und verbrennt die gesamte Stadt, begleitet von einem Fluch, den Josua über denjenigen ausspricht, der die Stadt jemals wieder aufbauen werde (Jos 5,13-6,27; Hebr 11,30). Aber in Josuas Laufbahn fehlen auch Rückschläge nicht. Weil ein Israelit namens Achan sich an dem gebannten Gut vergreift, erleidet Israel gegen die wenigen Männer von Ai eine blutige Niederlage. Erst nachdem der Herr den Schuldigen durch das Los bezeichnet und dieser gesteinigt ist, kann Ai erobert werden (Jos 7; 8). Als ihn daraufhin fremde Männer aufsuchen und behaupten, von weit her zu kommen, unterlässt es Josua, den Herrn zu befragen, und schließt mit ihnen auf eigene Verantwortung einen Vertrag. Erst später stellt er fest, dass er hereingelegt worden war und die Männer Gibeoniter waren, die ganz in der Nähe wohnen (Jos 9). Dennoch steht Gott in besonderer Weise zu Israel. Er lässt einen großen Teil von Israels Feinden durch große Hagelkörner umkommen und erfüllt sogar Josuas Bitte, dass Sonne und Mond stehen bleiben sollen: »Und es war kein Tag diesem gleich, weder vorher noch danach, dass der Herr so auf die Stimme eines Menschen hörte; denn der Herr stritt für Israel« (Jos 10,14). So fällt der Südteil Kanaans in die Hände der Israeliten. Der Nordteil wird durch den siegreichen Kampf am Wasser von Merom und die Einnahme von Jazor erobert (Jos 11). Das heißt jedoch nicht, dass Israel nun Herr des gesamten Landes war; umfangreiche Gebiete blieben noch in der Hand der Kanaaniter. Daher ergibt das Los bei der Verteilung Kanaans, die Josua daraufhin durchführt, für viele Gegenden nur eine Zuweisung im Voraus (Jos 13,1-7). Auch hierbei zeigt sich Josua als ein Mann, der das volle Vertrauen des Volkes besitzt und allgemeines Ansehen genießt. Nach Abschluss der Landverteilung sprechen die Israeliten ihm die Stadt zum Erbteil zu, um die er gebeten hatte, Timnat-Serach auf dem Gebirge Ephraim (Jos 19,49f).
Am Ende seines Lebens versammelt Josua die Stämme Israels in Sichem. Er erinnert sie in seiner Rede an alle Wohltaten des Herrn und ruft sie auf, Gott aufrichtig und treu zu dienen, während er selbst bekennt: »Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen« (Jos 24,15). Er schließt an diesem Tag mit dem Volk einen Bund und legt ihnen Gesetze und Satzungen vor. All das schreibt er ins Gesetzbuch Gottes und richtet zum Zeugnis einen großen Stein unter der Eiche beim Heiligtum des Herrn auf. Mit 110 Jahren stirbt Josua und wird in Timnat-Serach begraben (Jos 24).
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