bedeutet Freund, Vertrauter Gottes und kommt in der Bibel dreimal vor. 

  1. Der Vater von Zippora und Hobab und Schwiegervater des Mose war Priester in Midian (2. Mo 2,18.21; 4. Mo 10,29). An allen anderen Stellen heißt er Jitro, was wahrscheinlich als Amtsname aufzufassen ist. Mose lebte bei ihm während der 40 Jahre seiner Verbannung aus Ägypten und hütete seine Schafe (2Mo 3,1). Die Abstammung der Midianiter von Abraham (1. Mo 25,2) und das spätere Auftreten Reguëls (2. Mo 18) lassen vermuten, dass er ebenso wie Mose den Gott Abrahams verehrte. Nach seiner Berufung durch den Herrn erbat Mose von Reguël die Erlaubnis zur Rückkehr nach Ägypten. Seine Familie, die ihn dabei zuerst begleitet hatte, hat er wohl noch vor dem Auszug zu seinem Schwiegervater zurückgesandt (2. Mo 18,2). Am Sinai findet sich Reguël mit Tochter und Enkeln im israelitischen Lagerein (V. 6), nimmt am Gottesdienst teil (V. 12) und gibt Mose den Rat, zur Erleichterung der Rechtsprechung weitere verantwortliche Männer einzusetzen, damit nicht die ganze Last auf ihm allein liegt (V. 13-27).
  2. Eine weitere Nennung des Namens Reghuel bezieht sich auf einen der vier Söhne Esaus, die edomitische Stammesfürsten wurden (1. Mo 36,4.10.13.17; 1. Chr 1,37).
  3. Der dritte Reghuel ist ein Vorfahr des Meschullam und Sohn von Jibnija (1. Chr 9,8). Er gehörte zum Stamm Benjamin.

ist sowohl ein Männer- als auch ein Frauenname und bezeichnet einen Mann aus dem Stamm Juda (1. Chr 4,17). Bekannter unter diesem Namen ist aber wohl die ältere Schwester von Aaron und Mose (1. Chr [[3]],29). Sie wird es gewesen sein, die in der Nähe blieb, als Mose im Rohrkästchen im Nil ausgesetzt wurde. Sie vermittelte ihre eigene Mutter Jochebed an die Tochter des Pharao als Amme für das Kind (2Mo [[6]],3-10). Am Ufer des Schilfmeers leitete sie als Prophetin mit der Handpauke den Gesang der Frauen (2. Mo 15,20.21). Auf der Wüstenwanderung wurde sie mit Aussatz geschlagen, weil sie Moses einzigartige Stellung anzuzweifeln wagte. Aber auf seine Fürbitte wurde sie nach sieben Tagen wieder geheilt (4. Mo 12; 5. Mo 24,9). Sie starb in Kadesch und wurde dort begraben (4. Mo 20,1). Nach Micha 6,4 hatte der Herr auch ihr Anteil an der Führung des israelitischen Volkes aus Ägypten gegeben. Mirjam könnte beleibt bedeuten.

ist neben Mose eine der zentralen Figuren während des Auszugs aus Ägypten. Er wächst als mittleres Kind von Amram und Jochebed auf, zusammen mit seiner älteren Schwester Mirjam und dem drei Jahre jüngeren Bruder Mose (2. Mo 7,7). Später heiratet er Elischeba und bekommt vier Söhne: Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar (2. Mo 6,23). Zum ersten Mal wird Aaron im Exodusbericht als »Aaron der Levit« erwähnt. Nachdem Mose von Gott am brennenden Dornbusch zum Führer und Befreier Israels berufen worden war, kehrt er nach Ägypten zurück und trifft dort auf seinen Bruder. Gott macht Aaron zu Moses Sprecher (2. Mo 4,14ff), und gemeinsam treten die Brüder vor den Pharao, um von ihm die Freiheit der Hebräer zu fordern (2. Mo 5). Anfangs wirkt er durch seinen Stab einige Wunder (2. Mo 7,9.19; 8,1.12): Als er den Stab zu Boden wirft, wird dieser zur Schlange und verschlingt die »Stab-Schlangen« der ägyptischen Magier; er macht durch den Stab das Wasser des Nils zu Blut und löst die Frosch- und Stechmückenplage aus (2. Mo 7,8ff; 7,19; 8,5.6.[[3]].17). Später ist nur noch berichtet, dass Mose solch einen Stab hat, mit dem er Wunder vollbringt.
Verglichen mit seinem dynamischen Bruder ist Aaron keine Führerpersönlichkeit. Nur an einer Stelle wird sein Name zuerst genannt, obwohl er der ältere Sohn ist (4. Mo 3,1), und nur zweimal spricht Gott direkt zu ihm (2. Mo 4,27; 4. Mo 18,1.20). Zwar handelt Aaron zweimal auch unabhängig von Mose – doch beide Male geht es gründlich schief: Als Mose sehr lange auf dem Berg Sinai bleibt, wo er die 10 Gebote erhält, gibt Aaron dem Drängen des Volkes nach und errichtet ein goldenes Stierbild, das von den Hebräern als Götze angebetet wird. Von seinem Bruder zur Rede gestellt, schiebt Aaron alle Schuld dem Volk zu (2. Mo 32). Er zieht den Zorn Gottes auf sich. Doch Mose rettet ihn durch seine Fürbitte (5. Mo 9,20). Das zweite Mal ist Mirjam die treibende Kraft: Im zweiten Jahr der Wüstenwanderung nehmen sie und Aaron Anstoß an Moses kuschitischer Frau und zweifeln seine besondere Stellung vor Gott an. Mirjam wird mit Aussatz bestraft, doch als Aaron bei Mose für sie eintritt, wird sie geheilt (4. Mo 12).

Aaron scheint in seinem Handeln stark von anderen – Mose, Mirjam, dem Volk – bestimmt zu werden.

Seine Bedeutung liegt darin, dass Gott ihn zum Hohen Priester Israels beruft (3. Mo 8). Er und seine Söhne werden als Priester eingesetzt (2. Mo 28,1ff; 3. Mo 8,1ff), um in der Stiftshütte Dienst zu tun. Aaron wird mit heiligem Öl gesalbt und ist fortan der gesalbte Priester (3. Mo 4,3 u.a.). Er erhält besondere Kleider, die seine Stellung hervorheben: das Kopfband seines Turbans trägt die Aufschrift Heilig dem Herrn (2. Mo 28,36); sein Ephod – ein Überwurf über Brust und Rücken – enthält ein Brustschild mit zwölf Juwelen (für jeden Stamm einen) und Platz für die Aufbewahrung der Urim und Thummim, Gegenstände, mit deren Hilfe das heilige Los zur Ermittlung von Jahwes Willen geworfen wurde (2. Mo 28,15ff). Doch sein Amt ist begrenzt, was besonders daran deutlich wird, dass er vor seinem Tod die Priesterkleidung ablegen muss. Auch Hebr 7-9 betont deutlich, dass das aaronitische Priestertum vorläufig und unzulänglich ist im Gegensatz zum messianischen nach der Ordnung Melchisedeks.

Aarons Söhne Nadab und Abihu bringen noch am Tag ihrer Priesterweihe ein Feueropfer dar, das Gott nicht befohlen hatte, und müssen dafür sterben (3. Mo 10,1.2). Aaron wird unter Androhung des Todes verboten zu trauern.  Dadurch zeigt Gott, wie ernst er den Dienst des Priesters nimmt (3. Mo 10,6): »Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich (3. Mo 10,3). 

Als der Levit Korach mit 250 Israeliten gegen die Führung Moses und das auf Aaron und seine Söhne beschränkte Priestertum protestiert, schickt der Herr eine vernichtende Plage unter die Israeliten, die Aaron erst durch ein Opfer
beendet (4. Mo 16). Daraufhin bestätigt Gott das Priestertum Aarons erneut und lässt den Stab Levis, auf dem Aarons Name steht, ausschlagen und blühen (4. Mo 17,23). Nach Hebräer 9,4 findet dieser Stab dann seinen Platz in der Bundeslade.

Als Mose bei Kadesch zweimal mit dem Stab an den Felsen schlägt, anstatt nur zu ihm zu reden, wie Gott es befohlen hatte, erklärt Gott Aaron für mitschuldig. Beiden erlaubt Gott darum nicht, das verheißene Land zu betreten (4. Mo 20).

Kurz danach beruft der Herr Aaron ab und schickt Mose mit Aaron und dessen Sohn Eleasar auf den Berg Hor. Dort zieht Mose Aaron die hohenpriesterlichen Kleider aus und legt sie Eleasar an, der damit an die Stelle seines Vaters tritt. 

Aaron stirbt im Alter von 123 Jahren und wird 30 Tage lang beweint (4. Mo 33,39; 4. Mo 20,23-29).

war der große Führer und Gesetzgeber, den Gott gebrauchte, um die Hebräer aus Ägypten herauszuführen. Durch ihn wurde das Volk Israel zu einer Nation. Er führte es bis an die Grenze des Landes, das Gott den Vorvätern zugesichert hatte.

Wortbedeutung

Im Ägyptischen bedeutet der Name wohl Kind, Sohn, und es könnte gemeint sein: Sohn eines unbekannten Vaters. Andere vermuten in Mose eine Abkürzung von Ramses = Sohn des (Gottes) Re. Es ist auch möglich, dass der Name hebräischen Ursprungs ist und die Bedeutung hat: »der, der herauszieht«. Über diese Frage wurde viel diskutiert; einigen konnte man sich bisher nicht.

Herkunft

Mose ist der Sohn von Amram und Jochebed. Er stammt von Kehat, dem Sohn Levis, ab. Seine ältere Schwester ist Mirjam, sein älterer Bruder Aaron (2. Mo 6,16.18.20). Er wurde in der Zeit geboren, als der Pharao befohlen hatte, alle hebräischen Jungen in den Nil zu werfen (2. Mo 1,[[3]]). Nachdem ihn seine Mutter drei Monate versteckt gehalten hatte, setzte sie ihn schließlich in einem Rohrkästchen in das Schilf am Ufer des Nils. Dort fand ihn die Tochter des Pharao und übergab ihn einer hebräischen Amme, ohne zu ahnen, dass diese Frau seine Mutter war. Als Jochebed ihn nach 1-3 Jahren der Tochter des Pharao zurückbrachte, nannte eine der beiden Frauen ihn Mose (1. Mo 2,1-10).

Historizität des Mose

Mose steht am Beginn der Volksgeschichte Israels. Die Berichte über sein Leben finden wir vor allem im 2. bis 5. Buch Mose. Daran, dass Mose wirklich gelebt hat, zweifelt man heute kaum mehr. Sein ägyptischer Name und die Sklaverei des Volkes am Beginn seiner nationalen Geschichte sind Dinge, die sich nur als historische Tatsachen erklären lassen. Es gibt keinen Grund, Mose als mythische Figur anzusehen; ohne ihn ist der Beginn der israelitischen Geschichte nicht zu begreifen. Seine Persönlichkeit, seine Charakterstärke und seine Rolle als Mittler göttlichen Willens haben Israel und seinen Glauben unverwechselbar geprägt. Wenn man dennoch vielfach kein zusammenhängendes Bild von seinem Leben und Wesen zu zeichnen wagt, so liegt das daran, dass man den Wert der Mosebücher als Geschichtsquelle weithin zu niedrig veranschlagt. Man rechnet mit einer Zusammenstellung der Texte viele Jahrhunderte nach Moses Tod, wobei die geschichtlichen Tatsachen durch die mündliche Überlieferung weitgehend entstellt worden seien. Nach dem, was wir heute vom Schriftwesen der Zeit schon lange vor Mose wissen, lassen sich gegen solche Theorien jedoch gewichtige Gegengründe anführen.

Kindheit, Jugend und Ehe

Als Sohn der Tochter des Pharao (Hebr 11,24) wird Mose in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet (Apg 7,22); er lernt die religiöse und juristische Überlieferung des alten Orients kennen. Vielleicht hat er sich auch im diplomatischen Dienst Ägyptens ausgezeichnet. Trotz dieser Ausbildung scheitert er zunächst, als er sich mit 40 Jahren auf die Seite seines Volkes stellt und dabei einen Ägypter erschlägt. Er muss fliehen und findet Zuflucht in Midian, wo er Zippora, die Tochter des Priesters Reguël oder Jitro, heiratet (2. Mo 2,11-22). Hier lebt er 40 Jahre unter einem Volk, das ebenfalls von Abraham abstammte (1. Mo 25,2) und vielleicht auch den Gott Abrahams verehrte (vgl. 2. Mo 18,10-12). In dem Namen seines ersten Sohnes Gerschom drückt Mose noch das Gefühl aus, »Fremdling« zu sein; als ihm der zweite Sohn Eliëser geschenkt wird, weiß er, dass sein »Gott Hilfe« ist (2. Mo 18,3.4). In Midian verbringt Mose in der Gemeinschaft mit Jitro Jahre inneren Reifens. Danach beruft ihn Gott zur Befreiung seines Volkes (2. Mo 2,23-4,17). Der Herr offenbart sich ihm aus dem brennenden Dornbusch mit seinem Namen Jahwe = »Ich bin da« oder »Ich bin, der ich bin«. Noch muss Gott viele Widerstände bei Mose überwinden und ihm schließlich seinen Bruder Aaron als Sprecher zuordnen, ehe er bereit ist, den Auftrag des Herrn auszuführen.

Auszug aus Ägypten

Gemeinsam treten Mose und Aaron vor die Ältesten der Israeliten (2. Mo 4,28-31) und dann vor den Pharao, um dieRückkehr ins verheißene Land zu erwirken (2. Mo 5ff). Durch die 10 Plagen überwindet Gott den Widerstand des Pharao, der immer wieder von seinem Entschluss abrückt und die gegebene Erlaubnis zum Auszug der Israeliten zurücknimmt. Im Durchzug durch das Schilfmeer und in der Vernichtung des ägyptischen Heeres vollendet sich der Sieg Gottes, den die Einsetzung des Passafestes zusichert und das Lied des Mose und der Mirjam feiert (2. Mo 15,1-21).Der Weg Israels führt in die Wüste hinein. Jetzt zeigt sich die Geduld Moses, seine Treue und sein Glaube, seine Liebe zu seinem Volk. Immer wieder begehrt das Volk auf, murrt und empört sich; schon bei Mara (2. Mo 15,23.24), dann in der Wüste Sin und wieder bei Massa und Meriba (2. Mo 16; 17,1-7). Doch Wunder folgt auf Wunder: Gott versorgt das Volk mit Wachteln, Manna und Wasser aus dem Felsen. Nach dem Sieg über Amalek (V. 8ff) trifft Jitro mit Moses Familie, die dieser inzwischen zurückgeschickt hatte, im Lager ein und berät Mose, wie er die Rechtsprechung in
Zukunft am besten handhabt (2. Mo 18).

Gesetzempfang

Der Herr erscheint auf dem Sinai, und Mose empfängt als Mittler die 10 Gebote, übergibt das Bundesbuch und schließt gemeinsam mit den Ältesten Israels den feierlichen Bund zwischen Gott und seinem Volk (2. Mo 19; 20; 24). Danach steigt er wieder auf den Berg und bleibt dort 40 Tage und Nächte. In dieser Zeit erhält er die Vorschriften über das heilige Zelt, die sogenannte Stiftshütte, und den Gottesdienst (2. Mo 25-31). Die beiden Steintafeln mit den 10 Geboten bringt er mit vom Berg herab. Inzwischen aber haben die Israeliten Aaron gedrängt, ein goldenes Stierbild anzufertigen, vor dem sie opfern. Mose zerbricht im Zorn die Gesetzestafeln, wie das Volk den Bund gebrochen hat, und hält hartes Gericht. Aber dann tritt er vor Gott für das Volk ein und erwirkt, dass der Herr es nicht verlassen will (2. Mo 32; 33). Gott erneuert die Gesetzestafeln, und Mose bleibt noch einmal 40 Tage und Nächte auf dem Berg. Als er wieder zum Volk kommt, strahlt sein Gesicht, und jedes Mal, nachdem er zu den Israeliten geredet hat, legt er einen Schleier über sein Gesicht, bis er wieder vor Gott tritt (2. Mo 34; 2. Kor 3,7-18). Die Stiftshütte wird aufgerichtet (2. Mo 35-40), Mose empfängt die Opfervorschriften und weiht Aaron und seine Söhne zu Priestern (3. Mo 8).

Weitere Ereignisse des Wüstenzuges

Im zweiten Jahr des Zuges durch die Wüste lehnen sich Mirjam und Aaron wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte, gegen Mose auf. Sie wollen seine einzigartige Stellung antasten (4. Mo 12,2). Aber Gott bezeugt: Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse, und er sieht den Herrn in seiner Gestalt« (V. 8). Daraufhin wird Mirjam aussätzig und erst durch Moses Fürbitte wieder geheilt. Unter der kuschitischen Frau des Mose haben wir wohl Zippora und keine zweite Frau zu verstehen (vgl. die Namen in 1. Mo 10,6-8, die z.T. nach Arabien weisen). Als danach die Kundschafter, die zur Erkundung Kanaans ausgesandt worden waren, nach Kadesch zurückkehren und ihr Bericht das Volk in Aufruhr bringt, ist es Mose, der durch sein Eintreten für das Volk verhindert, dass Gott es ausrottet (4. Mo 13.14). Wieder schlägt er dabei, wie schon am Sinai, das Angebot aus, dass der Herr ihn zu einem noch mächtigeren Volk machen will (4. Mo 14,12; vgl. 2. Mo 32,10). Auch beim folgenden Aufstand von Korach, Datan und Abiram gelingt es Mose und Aaron noch, das Schlimmste vom Volk abzuwenden (4. Mo 16).
Dann aber versündigen sie sich selber, als Mose bei Kadesch statt zum Felsen nur zu reden, mit dem Stab dagegenschlägt, um Wasser hervorströmen zu lassen (4. Mo 20). Dieser Ungehorsam gegen das Wort des Herrn kostet sie das Betreten des verheißenen Landes. Doch bleibt Mose weiter der Führer und Mittler seines Volkes. Er leitet Israel ins Ostjordanland, überträgt das Amt des Hohen Priesters von Aaron auf seinen Sohn Eleasar (4. Mo 20,23-29) und errichtet die eherne Schlange als Zeichen der Rettung unter göttlichem Gericht (4. Mo 21,6-9). Das Strafgericht an den Midianitern, die sich mit Moab gegen Israel verbündet hatten, wird ebenfalls noch von Mose vollzogen (4. Mo 31).

Tod des Mose

Das 5. Buch Mose enthält seine Abschiedsreden an das Volk, die er im Lager in Schittim, östlich vom Jordan, gehalten hatte. Er setzte Josua zu seinem Nachfolger ein, übergab den Israeliten sein Lied und seinen Segen (5. Mo 32.33) und starb, 120 Jahre alt, ohne dass sein Augenlicht nachgelassen hatte oder seine Kraft gewichen war. Vorher zeigte ihm der Herr das verheißene Land vom Gipfel des Nebo. Gott selber begrub ihn im Tal. 30 Tage lang trauerte das Volk um seinen Führer, Mittler, Propheten, Gesetzgeber und Geschichtsschreiber (5. Mo 34).

Verfasserschaft der Mosebücher

In der heutigen Zeit gehen die Meinungen über die Verfasserschaft der Mosebücher weit auseinander. Manche Ausleger schreiben Mose die Urheberschaft an jedem einzelnen Buchstaben zu, andere bestreiten selbst seine Existenz. In einer Reihe von Stellen der Mosebücher wird ausdrücklich auf die schriftstellerische Tätigkeit des Mose Bezug genommen. Er zeichnete die Stationen des Wüstenzuges auf (4. Mo 33,2) und verfasste den Bericht über die Amalekiterschlacht (2. Mo 17,14). Die Niederschrift der Gesetze (2. Mo 24,4.7) übergab er am Ende seines Lebens den Leviten (5. Mo 31,24-26). Wenn man seine Ausbildung in Ägypten berücksichtigt, so erscheint es keineswegs ausgeschlossen, dass die Darstellung der Welt- und Heilsgeschichte in den Büchern, die seinen Namen tragen, von ihm stammt, wohingegen er im ersten Buch offensichtlich ältere Quellen benutzt hat. Auch Dichtungen sind unter seinem Namen erhalten: das Lied nach dem Durchzug durchs Schilfmeer (2. Mo 15), das Lied und der Segen vomEnde seines Lebens (5. Mo 32-33) und der 90. Psalm.

Charakter des Mose

Als Gesetzgeber übermittelte Mose dem Volk Israel die Gottesordnungen für sein Alltagsleben und seinen Gottesdienst, als Prophet kündigte er ihm das zukünftige Schicksal je nach seinem Gehorsam oder Ungehorsam an. Als Volksführer und oberster Richter wachte Mose darüber, dass Israel auch in Gottes Ordnungen lebte. Dabei trat er immer wieder stellvertretend zwischen die ungehorsamen Israeliten und den Zorn Gottes. Lieber will er sich für sein Volk opfern, als auf dessen Kosten Stammvater einer neuen Nation zu werden (2Mo 32,32). Sein Wirken ist vom Priesterlichen und Prophetischen her bestimmt. In Geduld und Liebe ist er um sein Volk bemüht und erhält die Beurteilung: Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden (4. Mo 12,3). Er war ein Beter, mit dem Gott wie ein Freund mit seinem Freunde redete (2. Mo 33,11), und in der Vollmacht des Herrn behauptete er sich sowohl gegen die Macht des Pharao als auch gegen das Aufbegehren der unzufriedenen Stämme. Nachdem Gott ihn durch 80 Jahre hindurch erzogen und gelehrt hatte, konnte durch seinen Dienst, in dem er nichts mehr für sich selber suchte, aus der Vielzahl der Nachkommen Abrahams und Jakobs die neue Einheit des Gottesvolkes werden. 

Im Neuen Testament aber steht Mose als Vertreter des alttestamentlichen Gesetzes dem Evangelium, der frohen Botschaft Jesu Christi gegenüber (Joh 1,17), und die Herrlichkeit des Sohnes überstrahlt die des Mose (Hebr 3,5.6).

ist die Hauptfigur des gleichnamigen alttestamentlichen Buches. Er wird als gottesfürchtiger, rechtschaffener Mann beschrieben, der sich trotz allergrößter Leiden nicht von Gott abwendet.

Einmal wird Hiob auch im Neuen Testament erwähnt, als Beispiel für Geduld, die sich auszahlt (Jak 5,[[2]]). Das Buch Hiob ist nach Inhalt und Form ein Meisterwerk hebräischer Dichtung. Einleitung und Vorspann deuten jedoch darauf hin, dass hier ein tatsächliches Ereignis berichtet wird, außerdem erwähnt Hes 14,14.20 Hiob als historische Person.Die erwähnten Landschaftsnamen Uz, Schuach und Bus weisen in das Gebiet Nordwestarabiens. Wann und von wem das Buch Hiob abgefasst wurde, lässt sich nicht feststellen. Die verschiedenen Vermutungen reichen von der Zeit vor Mose bis in die nach dem Exil. Wegen der Verwandtschaft mit der Weisheitsliteratur, der dichterischen Vollendung und der Tiefe des theologischen Problems hat man an die Blütezeit der hebräischen Dichtung unter David und Salomo gedacht.

Als Gott feststellt, dass Hiob der gottesfürchtigste Mann der Erde ist, bezweifelt Satan, dass Hiob Gott auch treu sein würde, wenn ihm aller Besitz genommen würde. So gibt Gott Hiob in die Hände Satans, mit der Auflage, sein Leben nicht anzutasten – und Hiob bewährt sich. Satan lässt ein Unglück nach dem andern über Hiob hereinbrechen: Seine Söhne und Töchter werden getötet und sein Besitz zerstört oder geraubt. Schließlich verliert er sogar seine Gesundheit, doch noch immer vertraut er auf Gott. In dieser schwierigen Zeit bekommt Hiob Besuch von drei Freunden, und ihre Reden nehmen den größten Teil des Buches ein. Nachdem die drei Freunde gesprochen haben, meldet sich noch ein vierter zu Wort. Die Reden der Freunde ringen darum, den Sinn des Leidens zu verstehen. Sie versuchen, das Problem mit ihrem Wissen von Gott zu lösen: Der Herr belohnt den Gerechten und straft den Sünder – also muss Hiobs Unglück eine Strafe für verborgene Schuld sein (Hiob 4,7-9). Diesen Vorwurf erheben sie immer offener (Hiob 11,13-15; 22,4.5), wenn sie auch schließlich vor Hiobs Schlussrede verstummen müssen. Er gibt sich mit ihren einfachen Antworten nicht zufrieden und weiß, dass er rechtschaffen gehandelt hat (Hiob 27,5f; 32,1). Hiob braucht keine frommen Reden, sondern eine echte Antwort, und um die schreit er zu Gott (Hiob 12,2f; 13,23-[[3]]). Hiob erkennt wie seine Freunde die Sündhaftigkeit aller Menschen an, doch seine Treue zu Gott lässt er sich nicht absprechen. Er klagt verzweifelt an und gibt seiner Hoffnungslosigkeit Ausdruck, doch immer wendet er sich mit alldem direkt an Gott und klammert sich auch in der tiefsten Ausweglosigkeit des Schmerzes an das Wissen, dass Gott ihn retten wird (Hiob 16,11-19; 31,35; 19,25-27). Seine Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber Gott machen Hiob zu einem interessanten Beispiel für einen Mann Gottes, der sein Leiden, seinen Ärger und seine Ängste mit Gott diskutiert. Gott antwortet Hiob direkt. Er beschreibt sich als mächtigen Schöpfer, an den niemand heranreichen kann. Er gibt keine einfachen Antworten auf die Frage nach dem Leiden und seinem Handeln. Im Gegenteil: Er erinnert daran, dass er nicht immer für uns verständlich handelt, dass er unabhängig und allmächtig ist und seine Gedanken niemals ganz erfasst werden können. Aber er ermutigt, sich mit Fragen und Ängsten direkt an ihn zu wenden: Während Gott die Aussagen der Freunde als unrecht verurteilt, belohnt er Hiob für sein Vertrauen. Hiob wird mit Besitz und Nachkommen beschenkt und stirbt schließlich alt und lebenssatt (Hiob 42).

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist