war gleichzeitig sowohl Abrahams Halbschwester als auch seine Frau und die erste in der Reihe der Stammmütter Israels, vor Rebekka, Rahel und Lea. Bis zu ihrem neunzigsten Lebensjahr wurde sie nicht Sara, sondern Sarai genannt, dann bekam Abraham von Gott die Anweisung: Du sollst Sarai, deine Frau, nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein (1. Mo 17,15). Welche Bedeutung diese Namensänderung hatte, lässt sich nicht mehr sicher erklären, aus dem Hebräischen übersetzt heißt der Name Prinzessin, Herrin.

Sara begleitete Abraham von Ur nach Haran und von da nach Kanaan (1. Mo 11,31; 12,5). Als sie wegen einer Hungersnot nach Ägypten flohen, trafen sie die Abmachung, dass Abraham sie als seine Schwester ausgeben würde – denn wenn ein Mächtiger im Land eine schöne, verheiratete Frau begehrte, musste er ihren Ehemann umbringen, um sie zu bekommen. Als der Pharao sie tatsächlich in seinen Palast holen ließ, wurde er allerdings von Gott bestraft. Der Pharao stellte Abraham wegen seiner Halbwahrheit zur Rede, ließ ihn dann aber ziehen. In Gerar wiederholte sich die gleiche Geschichte, diesmal mit Abimelech (1. Mo 12,10-20; 1. Mo 20).

Sara blieb lange kinderlos – keine einfache Situation für eine Frau zu damaliger Zeit. Darum fasste sie einen Plan: Um dennoch Nachkommen zu haben, sollte Abraham mit ihrer Magd Hagar ein Kind bekommen, das als Saras eigenes Kind gelten würde. Doch der Plan ging nicht ganz auf. Als Hagar tatsächlich schwanger wurde, verlor Sara in ihren Augen an Ansehen, und Hagar behandelte sie herablassend. Sara beschwerte sich bei ihrem Mann, der sich ganz zurückhielt und ihr die Lösung des Problems überließ. So floh Hagar in die Wüste, wo ihr ein Engel begegnete und sie zurückschickte, ihr aber eine große Nachkommenschaft versprach. Eine solche Verheißung bekamen dann dreizehn Jahre später auch Abraham und Sara, als Gott mit Abraham über Sara sprach: Ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker. Und Gott bestätigte seine Zusage noch einmal: In der Mittagszeit erhielten Abraham und Sara eines Tages Besuch. Drei Männer kamen zu ihrem Zelt, und gastfreundlich lud Abraham sie ein, ließ sie ausruhen und kochte für sie. Einer der Männer kündigte daraufhin seinen Besuch für das nächste Jahr um die gleiche Zeit an und sagte voraus, dass Sara dann einen Sohn haben werde. Sara, neunzig Jahre alt und längst über die Wechseljahre hinaus, konnte über die Ankündigung des Mannes nur lachen (1. Mo 18,1-15). Doch Gott hielt sein Wort, und im Seniorenalter hielten Abraham und Sara ihren Säugling Isaak in den Armen. Isaak wuchs heran, und als Sara Hagars Sohn Ismael betrachtete, missfiel ihr der Gedanke, dass auch er erben würde. Entgegen seinem Willen, aber auf Bitten seiner Frau und Gottes Zuspruch schickte Abraham die Magd und seinen Sohn Ismael fort (1. Mo 21). Mit 127 Jahren starb Sara, und Abraham erwarb im kanaanäischen Hebron die Höhle Machpela, um sie dort zu begraben (1. Mo 23).

In Jesaja 51,1.2 wird Sara als die Urmutter Israels erwähnt.

Auch im Neuen Testament taucht ihr Name an mehreren Stellen auf: Paulus beschreibt im Römerbrief zweimal Gottes Verheißung für Saras Sohn und sieht im Galaterbrief in ihr die Mutter aller freien Gotteskinder (Röm 4,19; 9,9; Gal 4,22-31). In Hebräer 11,11 wird Saras Glaube gelobt, und Petrus rühmt den Gehorsam gegenüber ihrem Ehemann (1. Petr 3,6), dem alttestamentlichen Bericht zufolge war sie gleichzeitig aber durchaus auch eine selbstbewusste und eigenständige Frau.

Der Bericht über Abraham beginnt in 1. Mose 11,[[2]] mit der Auflistung seines Stammbaumes seit Sem und erstreckt sich bis 1. Mose [[[[6]]]],11, wo ihn seine Söhne Isaak und Ismael in der Höhle Machpela begraben. Die außergewöhnliche Länge seiner Geschichte spiegelt die große Bedeutung dieses Mannes wider, der auch im Neuen Testament an einigen Stellen als Vater derer erwähnt wird, die im Glauben gehorsam sind (Röm 4; Gal 3,6-14; Hebr 11,8-19; Jak 2,21-24).

Der Name des Erzvaters lautet ursprünglich Abram und wird von Gott in Abraham verwandelt (1. Mo 17,5). Beide Namen entsprechen in der Bedeutung der Grundform abiram, (Mein) Vater ist erhaben, wobei mit Vater Gott gemeint sein kann. In 1Mo 17,5 wird Abraham als Vater einer Menge (im Hebräischen ab-hamon gedeutet. Der Name ist im 2. Jt. v.Chr. im Alten Orient belegt.

Nach den Zeitangaben der Erzvätergeschichten liegen 290 Jahre zwischen der Geburt Abrahams und Jakobs Zug nach Ägypten (1. Mo 21,5; 25,26; 47,9), wo Israel 430 Jahre lebte (2. Mo 12,40). Über konkrete Zeitgenossen Abrahams erfahren wir aus der Bibel keine Namen, die wir mit Personen verbinden könnten, die wir sonst aus der Geschichte kennen. Die archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte (besonders die Texte aus Mari und Nuzi) haben jedoch einige Kenntnis der Lebensweise, der Rechtsbräuche, Sitten und religiösen Vorstellungen der Umwelt der Patriarchen erbracht. Eine genauere Datierung der Patriarchenzeit überhaupt und erst recht der Zeit Abrahams ist jedoch nicht möglich. Der grobe Rahmen ist die erste Hälfte des 2. Jahrhundert v.Chr., Abraham wird etwa in der Spanne von 2000 bis 1850 v.Chr. gelebt haben.

Abraham ist der Sohn Terachs, ein Abkömmling aus dem Geschlecht Sems. Von seinen Brüdern Nahor und Haran stirbt der letzte, Lots Vater, noch zu Lebzeiten Terachs in Ur (1. Mo 11,27.28). Abrahams Frau Sarai, mit der er keine Kinder hat
(V. 29.30), ist seine Halbschwester (1. Mo 20,12). Terach zieht mit Abraham, Sarai und Lot aus Ur fort, um nach Kanaan zu gehen. Auf dem Weg den Euphrat aufwärts bleiben sie zunächst in Haran, wo viele Karawanenstraßen zusammenlaufen.

In Haran spricht Gott zu Abraham und schickt ihn im Alter von 75 Jahren weiter, dem ursprünglichen Ziel Kanaan entgegen (1. Mo 12,4). Laut Stephanus in Apostelgeschichte 7,4 ist zu der Zeit Terach bereits gestorben. Abraham zieht aus Haran
fort, weil er Gottes Ruf gehorcht (1. Mo 12,1-3), der schon in Ur an ihn ergangen war (vgl. 1. Mo 15,7; Neh 9,7 und Apg 7,2). Neben der Berufung gibt Gott Abraham eine dreifache Verheißung: eine Gebietszuweisung, eine großeNachkommenschaft und einen Segen, der allen Geschlechtern der Erde zuteil werden soll (1. Mo 12,3).

Wahrscheinlich zieht Abraham von Haran über Damaskus, wo in 1. Mose 15,2 von seinem Knecht Eliëser berichtet wird, auf dem üblichen Reiseweg von Mesopotamien nach Kanaan. Außer Terach begleiteten ihn alle, die von Ur ausgezogen waren; auch das spricht dafür, dass sein Vater Terach bereits in Haran gestorben war. Auch in Kanaan nimmt Abraham keinen festen Wohnsitz. Er lagert in Sichem (1Mo 12,6), wo der Herr Abrahams Nachkommen das Land Kanaan verheißt (V. 7). Danach begibt er sich in die Gegend zwischen Bethel und Ai und von dort ins Südland, wo ihn eine Hungersnot nach Ägypten treibt. Dort gibt er aus Furcht dem Pharao gegenüber Sarai als seine Schwester aus (V. 10-20). Er kehrt ins Südland zurück und wandert wieder bis nach Bethel (1. Mo 13,1.3). Weil das Land nicht alle ernähren kann, trennt sich Abraham von Lot, der sich für das fruchtbare Jordantal entscheidet (V. 5-12). Gott verheißt dem Abraham das ganze Land erneut als Besitz seiner Nachkommen (V. 15-17), und Abraham lässt sich in Mamre bei Hebron nieder (V. 18).

Hier schließt Abraham ein Bündnis mit den Amoritern, die in der Gegend wohnen (1. Mo 14,13). Als Lot bei dem Zug der vier Könige aus dem Osten in Gefangenschaft gerät, befreit er ihn. Der heimkehrende Sieger wird von Melchisedek
gesegnet, und Abraham gibt ihm den Zehnten von seiner Beute (Kap. 14).

Gott verspricht Abraham einen Erben und eine so zahlreiche Nachkommenschaft, wie Sterne am Himmel stehen. Dass Abraham dieser Verheißung glaubt, rechnet ihm Gott zur Gerechtigkeit an (V. 5f). Die Zusage des Landes wird durch einen feierlichen Vertragsschluss zwischen Gott und Abraham bestätigt (V. 7-21). Abraham versucht, die Verheißung des Erben zur Erfüllung zu bringen und zeugt auf Sarais Rat einen Sohn mit Sarais Magd Hagar. Nach der damaligen Rechtsauffassung (bekannt durch Texte aus Ur und Nuzi) galt dieser dann als Sohn ihrer Herrin (1. Mo 16,2). Als Abraham 86 Jahre alt ist, wird ihm auf diese Weise Ismael geboren (1. Mo 16,15.16). 13 Jahre später (1. Mo 17-18) wiederholt der Herr seine Verheißung: nicht Ismael, sondern Isaak, der Sohn Sarais, die von nun an Sara (Fürstin) heißen soll, wird Abrahams Erbe sein (V. 15f). Dabei empfängt Abraham das Bundeszeichen der Beschneidung, und Gott verwandelt seinen Namen Abram in Abraham. Sodom und Gomorra verfallen ihrer Sünden wegen der Zerstörung, auf Abrahams Fürbitte hin aber wird Lot gerettet (Kap. 18f).

Abraham bricht ins Südland auf. In Gerar gibt er König Abimelech gegenüber Sara wieder als seine Schwester aus (Kap. 20). Menschenfurcht und Schwachheit gewinnen noch einmal wie in Ägypten Macht über Abraham. Dann wird
dem Hundertjährigen der Sohn Isaak geboren. Auf Saras Bitte und Gottes Befehl hin schickt Abraham Hagar und Ismael fort. Doch weil Ismael auch ein Nachkomme von Abraham ist, verheißt Gott ihm ebenfalls eine große Nation (1. Mo 21,1-21). In Beerscheba (Schwurbrunnen) schließt Abraham ein Bündnis mit Abimelech von Gerar (V. 22-32) und bleibt noch lange Zeit in der Gegend (V. 33.34). Hier fordert ihn Gott auf, mit Isaak auf einen Berg zu steigen und ihn dort auf einem Brandaltar zu opfern. Abraham gehorcht im Vertrauen darauf, dass Gott ihn von den Toten zurückgeben werde (Hebr 11,17-19). Im letzten Augenblick, als Abraham seinen Sohn schon auf den Altar gebunden hat, schickt Gott einen Widder, den Abraham anstelle seines Sohnes opfert. Weil Abraham so sehr vertraut, bestätigt Gott durch einen Engel endgültig alle Verheißungen an Abraham, der wieder nach Beerscheba zurückkehrt (1. Mo 22).

Als Sara 127-jährig in Hebron stirbt, kauft Abraham von dem Hetiter Efron die Höhle Machpela und begräbt sie dort (Kap. 23). Der Text wirkt wie ein Auszug aus dem Kaufvertrag, was nach hetitischen Funden tatsächlich der Fall sein könnte. Der Preis von 400 Lot (laut revidierter Elberfelder Bibel Schekel) Silber ist beträchtlich. Dieses Grundstück ist der einzige Boden, den Abraham als Eigentum erwirbt. Zugleich ist es der erste Grundbesitz im verheißenen Land.

Nach Saras Tod – Abraham ist schon 140 Jahre alt – schickt er seinen Knecht Eliëser von Damaskus nach Mesopotamien, um aus seiner Verwandtschaft eine Frau für Isaak zu holen. Damit will er vermeiden, dass sein Sohn eine heidnische Kanaaniterin heiratet. Eliëser findet in der Stadt Nahors (1. Mo 24,10), die in der Nähe Harans liegt, Rebekka, die Tochter von Betuël, und bringt sie mit. Danach nimmt Abraham Ketura zur Frau, mit der er noch 6 Söhne hat (1. Mo 25,1.2). Alle seine Nebenfrauen schickt er aber noch zu seinen Lebzeiten fort (V. 6). Im Alter von 175 Jahren stirbt er, und Isaak und Ismael begraben ihn neben Sara in der Höhle Machpela (V. 7.9).

Abraham ist offensichtlich ein reicher Mann: reich an Groß- und Kleinvieh und dem dazu nötigen Gesinde (1. Mo 24,35). Bei seinem Auszug aus Haran wird von Leuten berichtet, die er dort erworben hatte (1. Mo 12,5). Später hören wir von Sklaven, die er geschenkt erhielt (1Mo 12,16; 20,14), die er kaufte oder die ihm geboren wurden (1. Mo 17,23.27); aus ihrer Zahl stehen ihm 318 erprobte Männer im Kampf gegen die vier Könige zur Verfügung (1. Mo 14,14). Die Führer der Hetiter behandeln ihn als »Fürst Gottes« (1Mo 23,6), Amoriter und Philister schließen Bündnisse mit ihm ab (1. Mo 14,13; 21,22-32). Bei dieser Herkunft und seinem Reichtum wäre es denkbar, dass sich unter Abrahams Knechten auch Schreiber befanden, die Ereignisse notierten. Zudem bezeugen Funde die Verbreitung des Schreibens in Ur zu Lebzeiten Abrahams. Somit wäre es denkbar, dass schriftliche Zeugnisse aus seinem Umfeld erhalten geblieben sind, die bei der Entstehung des ersten Mosebuches eine Rolle gespielt haben könnten.

Abrahams Bedeutung liegt in seiner Erwählung durch den Herrn zum Stammvater Israels (1. Mo 12,2; 17,4-8; Jes 51,2), des Volkes Gottes unter den Völkern. Nach dem Stammbaum in Mt 1,1 ist auch Jesus ein direkter Nachkomme von Abraham, doch gleichzeitig war Jesus schon vor Abraham (Joh 8,58). Auch die zu Christus gehören, sind Abrahams Nachkommen und damit seine Erben (Gal 3,29). Auf seine Erwählung antwortet Abraham durch Gehorsam (1. Mo 12,4) und Glauben (1. Mo 15,6; Hebr 11,8) und wird damit zum Vorbild aller Glaubenden und zum Beleg dafür, dass die Gerechtigkeit aus dem Glauben kommt, wie im Neuen Testament immer wieder belegt ist. Dabei wird er in ungewöhnlicher Weise auf die Probe gestellt und wird so zum Freund Gottes (Jes 41,8; Jak 2,23) und zum Vater derer,die im Glauben gehorsam sind (Röm 4; Gal 3,6-14; Hebr 11,8-19; Jak 2,21-24).

  1. Der Sohn Kains, nach dessen Namen Kain die Stadt, die er erbaut hatte, Henoch nannte (1. Mo 4,17.18).
  2. Ein Sohn Jereds aus dem Geschlecht Sets und Vater Metuschelachs. Henoch führte ein Leben mit Gott und wurde vom Herrn entrückt (1. Mo 5,18.21-[[[[6]]]]), damit er, der Gott wohlgefallen hatte, den Tod nicht sehen sollte (Hebr 11,5). In Lk 3,[[2]] wird Henoch im Stammbaum Christi genannt, und in Judus 14.15 wird eine Weissagung von ihm angeführt, die sich auch im apokryphen Henochbuch 1,9 findet.
  3. Ein Sohn von Midian, dem Enkel Abrahams und der Ketura (1Mo 25,4; 1Chr 1,33).
  4. Rubens ältester Sohn (1. Mo 46,9; 2. Mo 6,14; 1. Chr 5,3). Seine Nachkommen bilden das Geschlecht der Henochiter (4. Mo 26,5).

Noah
gehört wohl zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Bibel. Er war jener Mann, der Gott so sehr vertraute, dass er trotz des Spottes seiner Umwelt auf dem Festland ein riesiges Schiff baute und damit sich, seine Familie und sämtliche Tierarten vor einer ungeheuren Flut rettete.


In 1. Mose 5,29 wird der Name Noah von dem Zeitwort nicham = trösten hergeleitet. Wörtlich übertragen heißt das hebräische Wort durchatmen lassen. Als Noah die Arche verlassen hatte, konnte er wieder durchatmen. Gott hatte ihn und seine Familie durch die Flut hindurchgerettet. Noah ist für die gesamte Menschheit der Inbegriff des Trostes, weil Gott ihm das Versprechen gab, die Erde nicht wieder mit einem Vernichtungsschlag zu richten. Seit Noah gilt für die Welt und die Menschen das Gotteswort: "Solange die Erde steht, soll nicht mehr aufhören Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht" (1. Mo 8,22).


Noah war ein Sohn Lamechs und hatte drei Söhne namens Sem, Jafet und Ham. Von ihm heißt es: Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott (1Mo 6,8). Gott kündigt ihm an, dass er die Erde mit einer riesigen Flut bedecken und alles Leben darauf vernichten wird, und gibt ihm das Versprechen, ihn und seine Familie in der Arche zu retten. Als die Flut vorüber ist und die Arche auf einem hohen Berg strandet, verlassen Menschen und Tiere das Schiff. Noah baut einen Altar für Gott und hält ein Brandopfer. Gott segnet Noah und seine Söhne und schließt mit ihnen einen Bund mit einem besonderen Zeichen: Der Regenbogen soll immer wieder daran erinnern, dass Gott versprochen hat, die Erde nie wieder mit einem solchen Schlag zu vernichten (1. Mo 8; 9). Aus dem Segen, den Gott über Noah und seine Söhne spricht, leiten die Juden die sieben Gebote Noahs ab, die für alle Menschen gelten:

  1. Anerkennung der Obrigkeit,
  2. Verbot der Gotteslästerung,
  3. Verbot des Götzendienstes,
  4. Verbot der Blutschande,
  5. Verbot des Mordes,
  6. Verbot von Raub und Diebstahl,
  7. Verbot, Fleisch mit dem Blut zu essen (1. Mo 9,1-7).

Von Noah wird als Erstem der Anbau von Wein berichtet. Als er einmal betrunken und nackt im Zelt liegt, sieht ihn Ham, der es sehr zum Missfallen ihres Vaters seinen Brüdern draußen erzählt. Sem und Jafet decken ihren Vater mit einem Kleid zu: Als Noah aus seinem Rausch aufwacht und erfährt, was sein jüngster Sohn ihm angetan hat, verflucht er dessen Sohn Kanaan und segnet Sem und Jafet (1. Mo 9,20-27).

Im Brief an die Hebräer wird Noah Erbe der glaubensgemäßen Gerechtigkeit genannt (Hebr 11,7), die darin bestand, dass er ein Gebot Gottes befolgte, obwohl noch nichts von dem zu sehen war, was Gott ankündigte. Petrus sieht in Noah den Prediger der Gerechtigkeit, und Lukas nennt Noah unter den Vorfahren Jesu (Lk 3,36).

  1. Ein Sohn Metuschaëls, Nachkomme Kains und der Vater von Jabal, Jubal und Tubal-Kain. Bekannt ist sein Lied, in dem er sich seinen Frauen Ada und Zilla gegenüber der Blutrache an seinem Gegner rühmt. Es ist die älteste Dichtung in der Bibel (1. Mo 4,18-24).
  2. Ein Sohn von Metuschelach und Noahs Vater, ein Nachkomme Sets (1. Mo 5,25-31; 1. Chr 1,[[2]]; Lk 3,36).

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist