ist der dritte Sohn Adams und [[[[2]]]], den ihnen Gott anstelle des von Kain ermordeten Abel gegeben hatte (1. Mo 4,[[3]]).

Set wurde geboren, als Adam 130 Jahre alt war (1. Mo 5,3). Set selbst wurde 912 Jahre alt, sein ältester Sohn war Enosch. Für die Nachkommen von Set bis zu Noah vgl. 1. Mo 5,6-32. Der Name bedeutet »Ersatz«.

ist der zweite Sohn Adams und [[[[2]]]] und der jüngere Bruder von Kain. Er ist Schafhirte und opfert die ersten Tiere seiner Herde. Als Gott sein Opfer annimmt, nicht aber das seines Bruders, wird er von Kain aus Neid erschlagen (1.Mo 4,2-[[3]]).

Im Neuen Testament wird Abel an mehreren Stellen erwähnt: Er ist der erste Gerechte, dessen Blut vergossen wurde. Sein Glaube und Handeln wird gerühmt (Mt 23,35; 1. Joh 3,12; Hebr 11,4). Nach Hebr 12,24 redet das vergossene Blut Jesu lauter als das vergossene Blut Abels, weil es die Vergebung ermöglicht.

Wahrscheinlich ist der Name Abel von dem hebräischen hebel = Hauch, Nichtigkeit abzuleiten. Eventuell hängt er mit akkadisch aplu oder sumerisch ibila, Sohn, zusammen.

war als ältester Sohn von Adam und [[[[2]]]] der erste Mensch, den Gott nicht direkt erschaffen hat, sondern der geboren wurde. Möglicherweise kann sein Name nach 1. Mo 4,1 mit qanah = erwerben, gewinnen in Verbindung gebracht werden: Bei seiner Geburt sagte Eva: Ich habe einen Mann gewonnen mithilfe des Herrn. 

Während sein jüngerer Bruder Abel Schäfer wird, arbeitet Kain als Ackerbauer und begeht den ersten Mord, von dem die Bibel berichtet: Als der Herr Kains Opfer von Feldfrüchten nicht annahm, wohl aber Abels Opfer von den Erstlingen seiner Schafe und ihrem Fett, wird Kain sehr zornig. Der Herr warnt ihn, aber das kann ihn nicht davon abhalten, seinen Bruder umzubringen.

Als Gott ihn zur Verantwortung zieht, antwortet er mit der sprichwörtlich gewordenen Gegenfrage: Soll ich meines Bruders Hüter sein? (1. Mo 4,9). Kain verfällt dem Fluch Gottes. Der Acker wird ihm den vollen Ertrag versagen, und er muss ein ruheloser Flüchtling auf der Erde sein. Doch schützt ihn der Herr mit einem Zeichen, damit niemand, der ihm begegnet, ihn umbringe. Kain zieht in das Land Nod, östlich vom Garten Eden. Seine Frau, die seine eigene Schwester ist, schenkt ihm einen Sohn, Henoch. Nach ihm benennt er die Stadt, die er gründet (V. 2-17).

Zur Frage, warum Kains Opfer abgelehnt wurde, wird öfter auf Hebr 9,22 hingewiesen: Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. Aber konnte Kain davon wissen? Es ist auch möglich, dass die Herzenhaltung Kains eine entscheidende Rolle spielte. 

Das Neue Testament erwähnt Kain und Abel noch an mehreren Stellen als Vorbilder für gerechtes und ungerechtes Handeln (Mt 23,35; 1Joh 3,12;
Hebr 11,4; Jud 11).

ist die erste Frau. Gott formt sie aus einer von Adams Rippen, weil sich unter allen Tieren, die er geschaffen hat, kein passendes Gegenüber für ihn findet. So lässt er Adam in einen tiefen Schlaf fallen und erschafft [[[[2]]]] – eine Hilfe, die Adam entspricht und nach Gottes Bild gemacht ist (1Mo 2,18-[[3]]; 1Mo 1,27).

Durch die Schlange kommt es dann zum Sündenfall: Eva erklärt der Schlange, dass sie die Früchte aller Bäume essen dürfen, abgesehen von dem Baum in der Mitte des Gartens. Die Schlange macht ihr daraufhin hinterlistig glaubhaft, dass sie durch den Genuss dieser Früchte Gut und Böse unterscheiden könnten und dadurch wie Gott wären. Und so beißt Eva in die Frucht und reicht sie an ihren Mann weiter. Am Abend verstecken sich Adam und Eva vor Gott undwerden von ihm bestraft: Eva wird bei der Schwangerschaft unter Schmerzen leiden und von ihrem Mann beherrscht werden, und Adam wird hart arbeiten müssen – außerhalb des Gartens, aus dem sie nun fortgeschickt werden (1. Mo 3). Eva wird die Mutter von Kain, Abel, Set und anderen Söhnen und Töchtern, deren Namen nicht genannt werden (1. Mo 4,1.2.25; 5,1-5; vgl. ferner 2. Kor 11,3; 1. Tim 2,13.14).

Ihren Namen erhält Eva erst nach dem Sündenfall, vorher wird sie im Hebräischen einfach mit der weiblichen Form von Mann benannt. Dann gibt Adam ihr den Namen chawwah, der wohl mit ins Leben rufen, Leben spenden zusammenhängt, weil sie die Mutter aller Lebendigen ist (1. Mo 3,20).

Die uns geläufige Form Eva lehnt sich an den Namen Eua an, den die griechische Übersetzung des Alten Testaments in 1. Mo 4,1 benutzt, während sie 1. Mo 3,20 mit dem griechischen Wort zoe für Leben übersetzt.

Adam

hat die Bedeutung »Mensch« oder wird kollektiv für »Menschheit« gebraucht.

Adam hängt mit dem hebräischen Wort adama und mit adam, rot sein, zusammen und bezeichnet in Jos 3,[[2]] und Hos 6,7 auch einen Ort. In der Schöpfungsgeschichte in 1. Mo 2-5 und auch bei Paulus wird Adam als Eigenname für den ersten Menschen verwendet.

In 1. Mo 1,26-30 ist der Mensch der Abschluß des Sechstagewerkes. Er ist Gott ähnlich und soll über die ganze Erde herrschen und sie füllen. Gott schafft den Menschen als Mann und Frau nach dem Bild Gottes. Dieses Geschaffensein zum Bild Gottes meint den ganzen Menschen, der als Stellvertreter Gottes auf der Erde ist (wie etwa die Statue eines Königs diesen selbst repräsentierte). Gott hat ihn als Partner geschaffen, den er anreden kann und der Gott antworten kann. Nur als Mann und Frau ist der Mensch Bild Gottes. Dies kann auch ein Hinweis darauf sein, daß die soziale Dimension des Menschen, seine Gemeinschaftsfähigkeit, mit zur Gottesebenbildlichkeit gehört. Mann und Frau stehen hier auf gleicher Ebene nebeneinander. Im Neuen Testament wird von Bild bzw. Bild Gottes besonders im Zusammenhang mit Christus gesprochen, der die Ebenbildlichkeit in vollkommener Weise verkörpert.


In 1. Mo 2,4 wird noch einmal von der Erschaffung des Menschen berichtet. Gott formt den Menschen (adam) aus Erde vom Ackerboden (adama) und haucht ihm seinen Odem ein, so daß er zu einem lebenden Wesen wird. In seinem natürlichen Leben steht der Mensch, abgesehen von seinen geistigen Funktionen (1. Mo 2,20), den Tieren gleich (1. Mo 2,19; 6,17; Pred 3,18-21). Was ihn jedoch von allen andern Lebewesen unterscheidet, ist seine Gottesebenbildlichkeit (siehe oben) und, damit verbunden, die ihm übertragene Herrschaft und Verantwortung über die Schöpfung (1. Mo 1,28). In dem Bericht in 1Mo 2 bildet Gott die Frau nach und aus Adam, ihm zum Gegenüber und zur Gefährtin (V. 20-23). Adam soll den Garten Eden bebauen und bewahren (1. Mo 2,15). Die gesamte Schöpfung ist nach dem Urteil Gottes sehr gut (1. Mo 1,31). Gott hatte den Menschen jedoch auch an sein Gebot gebunden, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen (1. Mo 2,16). Hier setzt die Versuchung ein. Das kindliche Vertrauen und der schlichte Gehorsam zu Gott zerbrechen, als der Mensch dennoch eine Frucht des Baumes ißt und damit die Grenze überschreitet, die ihm gesetzt war (Kap. 3).


Von Adams Kindern werden uns nur seine Söhne Kain, Abel und Set mit Namen genannt (1. Mo 4,1.25; 5,4). Adam stirbt im Alter von 930 Jahren (1. Mo 5,5), wann er aber gelebt hat, ermöglichen die biblischen Angaben nicht mit Bestimmtheit zu sagen.
Lukas führt Jesu Stammbaum bis auf Adam zurück und betont dadurch Jesu Verwandtschaft mit der Menschheit (Lk 3, 38). Einige Stellen berufen sich auf die Verbindung von Adam und Eva als Beweis dafür, daß Gott die Vereinigung von Mann und Frau als ein Fleisch gewollt hat (Mt 19,4-6; Mk 10,6-9). Vor allem wird Adam jedoch im Neuen Testament von Paulus Jesus Christus gegenübergestellt (Röm 5,12; 1. Kor 15,21). Durch die Übertretung des einen Menschen ist die Sünde, und damit der Tod in die Welt gekommen und hat alle Menschen erreicht - nicht durch Vererbung, sondern weil alle Menschen Gottes Gebot übertreten, wie der erste: ... weil sie alle gesündigt haben (Röm 5,12). In der früher fast ausschließlich verwendeten lateinischen Bibel wurde das weil mit in welchem wiedergegeben, was, besonders von Augustin, im Sinne einer biologischen Vererbung verstanden wurde. Wie die Sünde, kam auch die Gnade allein durch einen Menschen, nämlich durch Christus, zu den vielen, ja seine Rechtfertigung ist für alle Menschen gekommen. Beiden, Adam wie Christus, kommt universale Geltung zu, wobei die Gnade Christi mächtiger wirkt (Röm 5,16). Auch der Tod, der durch die Sünde in die Welt gekommen ist, wurde durch den letzten Adam (1. Kor 15,45) besiegt (V. 21f).

Der Christ trägt jetzt noch - wie jeder Mensch - das Bild des irdischen Menschen, also Adams, wird aber durch die Auferstehung das Bild des himmlischen, das Bild Christi, erhalten. Schon jetzt beginnt dieser Wechsel im Ausziehen des alten und Anziehen des neuen Menschen (Kol 3,9), was sich im Umgang untereinander auswirkt, besonders im Wegfall der üblichen Trennungen und Unterteilungen, weil und indem alles und in allen Christus ist (V. 11).

 

Wer ist wer in der Bibel?
Personenlexikon zum Buch der Bücher
(c) R. Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich
Konvertierung und Umsetzung für BibleWorkshop'97:
Marcus Fellinger, Version 1.0 / 1997
Konvertierung und Umsetzung für BibleWorkshop Pro 4.0:
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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist