wird als dritter Sohn Davids und seiner Frau Maacha, der Tochter des Königs Talmai von Geschur, in Hebron geboren (2. Sam 3,3), ist also auch von der Mutter her königlicher Abstammung. Auch äußerlich wirkt er als das Idealbild eines Königs, ist von außergewöhnlicher Schönheit, mit prächtigem, schwerem Haar (2. Sam 14,25.26). Doch schon sehr früh versucht er, hinter dem Rücken seines Vaters die Israeliten für sich einzunehmen (2. Sam 15,6). Das Leben Absaloms steht jedoch von Anfang an unter dem Schatten der Schuld seines Vaters und des Gerichtes Gottes über Davids Ehebruch und Mord an Uria (2. Sam 12,9-11). Davids zu nachsichtige Vaterliebe steigert zudem die Auswirkung von Schuld und Gericht: Als Davids ältester Sohn Amnon seine Halbschwester Tamar schändet, lässt David dies ungestraft. Absalom jedoch lädt Amnon zwei Jahre später zum Fest der Schafschur ein und lässt ihn dort umbringen. Daraufhin flieht Absalom zu seinem Großvater nach Geschur, östlich vom See Genezareth. David trauert, sieht aber tatenlos zu (2. Sam 13).

Nach drei Jahren nutzt Davids Neffe und Begleiter Joab die Liebe Davids zu Absalom aus: Er schickt eine kluge Frau zu ihm, die David dazu bringt, dass Absalom nach Jerusalem zurückkehren kann. Nach außen hin erfüllt David damit nur die Bitte Joabs. Zwar bleibt Absalom vorerst noch vom Hof ausgeschlossen und darf David nicht treffen, aber nach zwei Jahren ertrotzt er sich die volle, offizielle Versöhnung (2. Sam 14). Kaum hat Absalom seine Bewegungsfreiheit zurück, beschafft er sich eine Leibwache und fängt an, das Herz der Männer Israels zu stehlen (2. Sam 15,6), indem er ihnen eine bessere Rechtsprechung als die des Königs in Aussicht stellt. Vielleicht kommt Absalom damit einer allgemeinen Unzufriedenheit im Land entgegen, ausgelöst durch die Errichtung eines zentralen Königtums unter David. Nach vier Jahren sieht er seine Zeit gekommen, die Verschwörer sammeln sich in Hebron. Der gefährlichste und begabteste unter ihnen ist Ahitofel, Davids Ratgeber und der Großvater von Batseba. Als David von dem Aufstand hört, zieht er mit dem Hof und den zuverlässigen Truppen aus Jerusalem ab. Er lässt aber die ihm ergebenen Priester und den Arkiter Huschai, seinen Vertrauten, zurück. Die Empörer besetzen die Hauptstadt (2. Sam 15; vgl. Ps 3).

Auf den Rat Ahitofels hin geht Absalom in aller Öffentlichkeit zu den Nebenfrauen Davids und tritt damit die Nachfolge Davids in aller Form an – eine Versöhnung ist nun endgültig ausgeschlossen. Das ist zugleich Gottes Gericht über David (2. Sam 16,15ff). Nun will Ahitofel selbst mit einer Abteilung Kerntruppen David sofort nachsetzen und den König erschlagen. Das leuchtet allen ein, aber in der Unsicherheit des Verräters fragt Absalom doch noch Huschai, einen Vertrauten Davids, um seine Ansicht. Der steht scheinbar auf Absaloms Seite und schlägt vor, lieber ganz sicherzugehen und nichts zu überstürzen, und schmeichelt dabei Absaloms Ehrgeiz. Dieser lässt sich beeindrucken und hat so am ersten Abend seiner Herrschaft jede Aussicht auf Erfolg verspielt. Das ist Gottes Gericht über Absalom. Ahitofel begreift augenblicklich die Hoffnungslosigkeit der Lage und macht seinem Leben ein Ende. Huschai warnt David durch die Priester Zadok und Abjatar, sodass sich David durch den Übergang über den Jordan der Gefahr entziehen kann (2. Sam 17).

Absalom sammelt seine Truppen und folgt David, der inzwischen nach Mahanajim gekommen ist. Die Heere treffen im Wald Ephraim aufeinander, und Absalom wird unter großen Verlusten geschlagen. Er selber bleibt beim Reiten mit den Haaren in den Ästen eines großen Baumes hängen, wo ihn Joab so lebend, aber hilflos antrifft. Obwohl David vor der Schlacht befohlen hatte, Absalom zu schonen, stößt Joab ihm drei Stäbe ins Herz, und 10 seiner Waffenträger töten ihn endgültig. Man wirft den Leichnam in eine Grube und errichtet einen Steinhaufen über ihm (2. Sam 18). Davids Schmerz kennt keine Grenze, und erst als Joab brutal mit einem neuen Abfall droht, setzt sich der König ins Tor, um das Kriegsvolk zu empfangen (2. Sam 19,1ff).

Es wird von drei Söhnen Absaloms berichtet (2Sam 14,27), die aber alle jung gestorben sein müssen, denn er hat sich noch selber im Königstal ein Steinmal zu seinem Gedächtnis errichtet mit der Begründung: Ich habe keinen Sohn ... (2. Sam 18,18).  Seine Tochter, die er nach seiner Schwester Tamar nennt, war wohl die Frau Uriëls von Gibea und Großmutter König Abijas (2. Sam 14,27; 2. Chr 11,20-22; 13,2). 

Der Name Abschalom bedeutet Vater ist Frieden/Vater des Friedens. In 1. Könige 15,2.10 ist im hebräischen Text die Nebenform Abischalom erwähnt.

heißt übersetzt Er (Gott) hat gegeben.

  1. Ein Prophet, der zu Davids und Salomos Zeiten wirkte. Als David Batseba verführt und ihren Mann in den Tod geschickt hat, wird Nathan von Gott zu David geschickt, um ihm ein Gleichnis zu erzählen: Ein reicher Mann und der Besitzer einer ganzen Schafherde ist zu geizig, um von seinen Schafen eins zu schlachten, und nimmt stattdessen das einzige und geliebte Schaf eines armen Mannes. Als David diese Geschichte hört, gerät er in Wut und wünscht dem reichen Mann den Tod, ohne zu ahnen, dass er selbst mit diesem Gleichnis gemeint ist. Nathan kündigt ihm Unheil an, doch als David seine Schuld einsieht, verhindert er damit wenigstens ein Todesurteil. Nachdem Batsebas erster Sohn kurz nach der Geburt gestorben ist, überträgt David Salomos Erziehung dem Propheten (2. Sam 12). Früher schon hatte Nathan dem König die Offenbarung Gottes überbracht, dass der Tempelbau, den David geplant und Nathan zunächst gutgeheißen hat, nicht durchgeführt werden soll, dass der Herr aber stattdessen das Haus Davids bauen und segnen werde (2. Sam 7; 1. Chr 17). Zusammen mit Gad ist er auch der Prophet, durch den der Herr David die Anweisung zukommen lässt, den Dienst der levitischen Sänger und Musiker zu ordnen (2. Chr 29,25). Als Davids vierter Sohn Adonija sich kurz vor Davids Tod zum König machen will, obwohl der Thron schon seinem Schüler Salomo versprochen ist, greift Nathan ein. Er schickt Batseba zu ihrem Mann und bewirkt, dass David Salomo noch rechtzeitig zum König salben lässt (1. Kö 1). In 1. Chr 29,29 und 2. Chr [[6]],29 wird berichtet, dass Nathan auch ein Geschichtswerk über die Regierungen Davids und Salomos schrieb, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass er Salomos komplette Herrschaftszeit erlebt haben muss. Ob der in 1Kön 4,[[3]] erwähnte Vater von zwei Beamten Salomos und der in 1. Chr 2,36 genannte Judäer mit dem Propheten gleichzusetzen ist, bleibt fraglich, aber denkbar. 
  2. Einer der in Jerusalem geborenen Söhne Davids (2. Sam 5,14; 1. Chr 3,5; 14,4). Vielleicht war er der Vater von zwei Beamten Salomos (1. Kö 4,5). Sein Geschlecht wird noch in Sach 12,12 genannt, er selber in Lk 3,31 als Vorfahre Jesu.
  3. Ein Mann aus dem Stamm Juda. Sein Vater hieß Attai (1. Chr 2,36).
  4. Der Vater eines von Davids Helden (2. Sam 23,36).
  5. Der Bruder eines anderen Helden Davids (1. Chr 11,38).
  6. Einer der Männer, die Esra nach Kasifja sandte, um Leviten für den Zug nach Jerusalem zu gewinnen, wohin ihn König Artaxerxes von Persien beordert hatte, um dort nach dem Rechten zu sehen und Richter einzusetzen (Esra 8,16.17).
  7. Einer der Israeliten, die in der Gefangenschaft heidnische Frauen geheiratet hatten und diese Mischehen unter Esra auflösten (Esra 10,39).

Wahrscheinlich war Salomo die schillerndste Figur im israelitischen Königstum: Übermenschliche Weisheit und großartiger Reichtum werden von ihm berichtet, und er wurde bekannt durch die vielen Frauen, die er hatte, und den Tempelbau. Sein Name wird David in 1. Chronik 22,[[2]] angekündigt. Er bedeutet »friedfertig, friedevoll« und wird von schalom, Friede, Wohlergehen, abgeleitet. Salomos Erzieher, der Prophet Nathan, nannte ihn Jedidja, Geliebter des Herrn (2. Sam 12,24).

Salomo war der zweiter Sohn von David und Batseba (2. Sam 12,24). Sein Geburtsjahr wird etwa um 990 v.Chr. vermutet, 20 Jahre später wurde er Zweitkönig und regierte nach Davids Tod das noch ungeteilte Reich von Israel und Juda etwa von 965-926 v.Chr (1Kön 1-11; 1Chr 29,20 bis 2Chr 9). In der biblischen Erzählung über David wird Salomo nur bei seiner Geburt und dann bei Gottes Verheißung für David erwähnt, allerdings ohne Namensnennung. Gott kündigte David darin einen Nachkommen an: »Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich« (1Sam 7,13). Erst in den letzten Tagen Davids, als es um die Thronnachfolge geht, taucht der Name Salomo wieder auf.

Salomos Regierungsantritt

Offiziell war die Thronfolge zu dieser Zeit in Israel noch nicht geregelt, aber es schien doch ein ungeschriebenes Gesetz gegeben zu haben, nach dem immer der älteste Sohn der Nachfolger des Königs wurde. So war es nicht ganz unverständlich, dass Salomos älterer Bruder Adonija einen Versuch machte, Davids hohes Alter auszunutzen und den Thron zu besteigen: Er gab ein großes Fest, zu dem fast der ganze Hofstaat erschien und mit ihm einflussreiche Persönlichkeiten wie der Priester Abjatar und der General Joab. Eingeladen waren auch Adonijas sämtliche Brüder, mit Ausnahme von Salomo und ebenso wenig der Prophet Nathan und der Offizier Benaja. Während Adonija dabei war, seine Krönungsfeier vorzubereiten, planten Salomos Freunde, wie sie ihm einen Strich durch die Rechnung machen konnten: Nathan schickte Salomos Mutter Batseba zu David, die den König daran erinnerte, dass ihrem Sohn die Thronnachfolge versprochen war, und als sie noch mit ihm sprach, betrat auch Nathan das Zimmer und redete David ebenfalls zu, Adonija an seinem Vorhaben zu hindern. Daraufhin wurde David aktiv: Der Priester Zadok und der Prophet Nathan sollten Salomo öffentlich zum König salben, die Posaunen blasen und verkünden, dass er der Königsei. Adonijas Tafelrunde war inzwischen fertig mit dem Mahl und wunderte sich zunächst über den Aufruhr, um dann erschrocken den Heimweg anzutreten, als sie von den Ereignissen hörte. Adonija floh sicherheitshalber zum Altar und wurde dort auch von Salomo freigelassen, ohne allerdings ganz die Hoffnung auf den Thron aufzugeben (1. Kö 1). 

Nach Davids Tod lag die Regierung sicher in Salomos Hand, und damit das auch so blieb, ergriff er einige harte Maßnahmen: Adonija trat wieder auf den Plan und bat Salomos Mutter Batseba, bei Salomo ein gutes Wort einzulegen, um ihm Abischag von Schunem zur Frau zu geben. Der gesamte Harem, zu dem sie gehörte, war ein Erbteil des Königs, und aus den Söhnen dieser Frauen wurde der Kronprinz bestimmt. So vermutete Salomo hinter Adonijas Bitte wohl ganz richtig einen Plan zur Thronbesteigung und griff hart durch, indem er Adonija noch am selben Tag töten ließ, seinen Unterstützer Abjatar in seinen Heimatort Anatot verbannte und auch Joab hinrichten ließ, womit seine Herrschaft wieder gesichert war.

Salomos Regierungszeit

Salomo nutzte auch noch andere Möglichkeiten, um seine Regierung zu stärken: Er schloss diplomatische Ehebündnisse. Ammonitische, moabitische, sidonische und hetitische Frauen gehörten zu seinem Hof und brachten ihm gute Kontakte, die dem Handel und der Sicherheit seines Landes dienten. Besonders seine Hochzeit mit einer Tochter des Pharao hat wohl seine Macht sehr gestärkt, zumal ein solches Ereignis, soweit man heute weiß, einmalig war in der Geschichte Ägyptens (1. Kö 3,1). Irgendwann zu Beginn seiner Regierungszeit zog Salomo nach Gibeon und verbrannte dort ein riesiges Opfer. In der Nacht erschien ihm daraufhin Gott im Traum: Bitte, was ich dir geben soll!, bot er Salomo an. Und anstatt an Reichtum oder Rache zu denken, antwortete der König bedächtig: »So wollest du deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, damit er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist.« Gott freute sich über diesen Wunsch und versprach ihm zu der erbetenen Weisheit und Erkenntnis den Reichtum und ein langes Leben noch dazu (1. Kö 3,1-15). Schon ziemlich bald hatte Salomo Gelegenheit, seine Weisheit einzusetzen: Er musste als Richter über einen Fall entscheiden. Zwei Prostituierte kamen zu ihm, die im selben Haus wohnten und beide ein Kind bekommen hatten, von denen nur noch eins am Leben war. Daraufhin hatte die Mutter des toten Kindes die Säuglinge vertauscht, was sie natürlich heftig bestritt. Salomo hörte den Frauen zu, ließ sich schließlich ein Schwert bringen und befahl, das lebendige Kind zu teilen. Während die eine Frau dem Vorhaben zustimmte, war die andere entsetzt – wodurch Salomo sie als Mutter identifizierte und ihr den Säugling zusprach (1. Kö 3,16-28). Salomos Aufgaben beschränkten sich natürlich nicht auf das Richteramt. Unter seinem Vater und ihm hatte das Reich Juda und Israel seine größte Ausdehnung erreicht. Salomo herrschte über alle Königreiche vom Euphrat bis zum Land der Philister und bis an die Grenze Ägyptens. Dafür war eine gut funktionierende Verwaltungsform notwendig, die Salomo von seinem Vater übernahm und weiterentwickelte. Die Beamten waren in zwei Kategorien eingeteilt: gehobene Beamte, ähnlich unseren heutigen Ministern, die direkt dem König unterstanden, und Provinzgouverneure, die im Namen des Königs über zwölf eingeteilte Bezirke herrschten, die ungefähr den zwölf Stammesgebieten entsprachen (1. Kö 4,2-19). Die Handelsbeziehungen des Reiches waren international: Es konnte die Hauptkarawanenwege kontrollieren und angrenzende Völker zu Tributzahlungen heranziehen, und damit war der Bevölkerung ein relativ hoher Lebensstandard gesichert (1. Kö 4,20; 5,4.5; 10,25; 2. Chr 9,24). Neben ihrem Interesse an Salomos weitbekannter Weisheit waren Handelsbeziehungen möglicherweise auch ein Grund, warum die Königin von Saba zu Salomo nach Jerusalem kam, denn der Wert ihrer mitgebrachten Waren und Güter überstieg bei Weitem das, was man als angemessenes Geschenk betrachten würde – und auch die Dinge, die sie mit zurücknahm, waren wohl mehr als nur Geschenke (1. Kö 10,10ff; 2. Chr 9,9).

Salomos Baumaßnahmen

Der Tempelbau war ein Meilenstein in Salomos Regierungszeit. Schon David hatte das Haus Gottes bauen wollen, doch Gott hatte die Aufgabe seinem Nachfolger übertragen: Dein Sohn Salomo soll mein Haus und meine Vorhöfe bauen; denn ich habe ihn mir erwählt zum Sohn, und ich will sein Vater sein (1Chr 28,6). Salomo begann im vierten Jahr seiner Herrschaft, und nach siebenjähriger Bauzeit war der Tempel fertiggestellt. Die Priester und Leviten brachten die Bundeslade, die Stiftshütte und die Geräte des alten Heiligtums in das neue Gebäude. Unzählige Opfer wurden zur Einweihung dargebracht, und es wurde musiziert und gesungen. Gott bekannte sich zu dem Bau, indem er in Gestalt einer dicken Wolke von ihm Besitz nahm. Salomo sprach das Weihegebet, das immer wieder auf den Bund Gottes mit seinem Volk und David hinwies, danach segnete er das Volk und verkündete ein 14-tägiges Fest (1. Kö 6-8; 2. Chr 3-7). Vermutlich kurz nach der Einweihung des Tempels nahm Salomo einen weiteren Bau in Angriff: seinen Palast. Wie schon beim Tempelbau bat er Hiram von Tyrus, einen begabten Kupferschmied, um Hilfe. Sowohl Tempel als auch Palast werden in den Büchern Könige und Chronik ausführlich beschrieben, trotzdem bleibt es unmöglich, ihre Architektur im Detail zu rekonstruieren – zu viele Säulen und Hallen und Gestelle wurden über- und nebeneinander gebaut und angefertigt. 13 Jahre dauerte der Bau seines Palastes, außerdem nahm die Verstärkung von Verteidigungsanlagen in Jerusalem und anderen Städten, der Bau von Kornspeichern und Heiligtümern für die Gottheiten seiner zahlreichen ausländischen Frauen noch mehr Bauzeit in Anspruch. 

Salomos Weisheit

Mit Salomo begann sich die Art der Thronbesteigung zu ändern: Waren vor ihm von Gott bestimmte Richter und Herrscher an der Regierung gewesen, hatte er als erster Nachkomme eines Königs in einer Dynastie den Thron bestiegen. Für diese Aufgabe hatte Gott ihm Weisheit und Erkenntnis gegeben, mit der er seine Zeitgenossen in den umliegenden Ländern übertraf (1. Kö 5,10.11). Nicht nur richtiges Denken, sondern auch praktisches Können, Organisationstalent und die Fähigkeit, zu urteilen und vernünftige Entscheidungen zu treffen, gehörten dazu. Viele seiner Gedanken und Beobachtungen, auch über Pflanzen und Tiere, wurden in 3000 Sprüchen und 1005 Liedern festgehalten, wie 1. Kö 5,12 berichtet. In den Sprüchen und zwei Psalmen, die er verfasst hat (Psalm 72 und 127). 

Salomos Lebensende

Bei all seiner Weisheit, seinem Reichtum, Ruhm und seiner Erziehung durch den Propheten Nathan heißt es von Salomo, dass er viele ausländische Frauen liebte und sich wohl aus Liebe und Rücksicht ihnen gegenüber aktiv am Götzendienst beteiligte. Sein Herz war nicht ungeteilt bei dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David, urteilt die Bibel in 1. Könige 11,6. Diesen Bruch ihres gemeinsamen Bundes ließ Gott nicht ungestraft, sondern er kündigte Salomo an, dass seine Nachkommen nicht mehr über das ganze Reich, sondern nur noch über einen Stamm regieren sollten. Im Auftrag Gottes kündigte der Prophet Ahija dem obersten Aufseher der Fronarbeiten, Jerobeam, die Herrschaft über die übrigen zehn Stämme an. Salomo versuchte daraufhin, ihn umzubringen, doch Jerobeam konnte nach Ägypten fliehen und wurde nach Salomos Tod König des Nordreiches Israel. Das Südreich Juda trennte sich davon und wurde von Salomos Sohn Rehabeam regiert. Als Salomo nach vierzigjähiger Herrschaftszeit starb, hinterließ der weise und reiche Herrscher, der dritte König im israelitischen Königtum, ein geteiltes Reich (1. Kö 11).

Die Frau des Hetiters Uria. Ihr Vater heißt Eliam, ihr Großvater Ahitofel ([[6]]. Sam 11,3; 23,34; Mt 1,6). Als ihr Mann fern von zu Hause mit dem israelitischen Heer vor dem belagerten Rabba liegt, sieht David sie baden und lässt sie zu sich holen. Gegen den Befehl des Königs gibt es keinen Widerspruch, und Bathseba gehorcht. Als sie David dann hat melden lassen, sie erwarte ein Kind von ihm, und alle Versuche Davids, seinen Ehebruch zu vertuschen, fehlgeschlagen sind, schickt er Uria in den Tod und macht Bathseba nach Ablauf der Trauerzeit zu seiner Frau (2. Sam 11). Bathsebas Sohn stirbt nach dem Spruch des Herrn, doch dann wird sie die Mutter Salomos (2. Sam 12,14.18.24) und noch drei weiterer Söhne, Schammua, Schobab und Nathan (1. Chr 3,5).

Als Adonija kurz vor Davids Tod versucht, die Herrschaft an sich zu reißen, bewirken die Warnungen Batsebas und des Propheten Nathan, dass der König ihm mit der Salbung Salomos zuvorkommt und seinen Plan vereitelt (1. Kö 1,11-53). Bei einem zweiten Versuch, sein Anrecht auf den Thron zu sichern, bedient Adonija sich Bathsebas und erbittet sich durch sie Abischag von Schunem, die David im Alter zur Frau genommen hatte. Das wird ihm zum Verhängnis: Salomo erkennt die versteckte Absicht auf den Thron und lässt Adonija hinrichten (1. Kön 2,13-25).

Der Name Bathseba bedeutet Tochter der Fülle.

ist der Name zweier Männer im zweiten Buch Samuel und bedeutet Verbreiter der Schande.

  1. Ein Sohn von Saul und Rizpa. David lieferte ihn und seinen Bruder Armoni den Gibeonitern aus. Gott hatte David beauftragt, die Schuld wiedergutzumachen, die Saul begangen hatte, als er die Gibeoniter hatte ausrotten wollen. Statt Wertsachen forderten die Gibeoniter sieben Nachkommen Sauls, die sie auf einem Berg hinrichten (2. Sam 21,8).
  2. Ein Sohn von Jonatan und somit Sauls Enkel. In 1. Chr 8,34; 9,40 heißt er Merib-Baal = Streiter gegen Baal. Dieser Name ist anscheinend später zu Mephiboseth entstellt worden: Er wurde durch einen Unglücksfall im Alter von 5 Jahren zum Krüppel (2. Sam 4,4). David ließ ihn aus Lo-Dabar im Ostjordanland in seinen Palast holen und gab ihm Ziba zum Diener. Mephiboseth aß an der Tafel des Königs und erhielt Sauls Landbesitz zurück (Kap. 9). Beim Aufstand Absaloms beschuldigte Ziba Mephiboseth, von David abgefallen zu sein, worauf David ihm alle Besitzungen Mephiboseth übertrug (2. Sam 16,1-4). Bei der Rückkehr des Königs rechtfertigte sich Mephiboseth, und David ließ ihn und Ziba den Landbesitz teilen (2. Sam 19,25ff). Mephiboseth hatte einen Sohn namens Micha (2. Sam 9,12).

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist