1. Der dritte Sohn von Jakob und Lea (1. Mo 29,34). Außer den Ereignissen, die allen Söhnen Jakobs gemeinsam waren, ist uns als einzige Begebenheit aus Levis Leben bekannt, dass er zusammen mit Simeon die Stadt Sichem überfiel und alle Männer tötete zur Rache dafür, dass der Landesherr Sichem ihre Schwester Dina vergewaltigt hatte (1. Mo 34,[[[[6]]]]). Für diese Tat wurden die Nachkommen der beiden im Segen Jakobs zur Zerteilung und Zerstreuung in Israel verurteilt (1. Mo 49, 5-7), ein Fluch, der sich für die Leviten später in Segen verwandelte (2. Mo 32,26-29; 5. Mo 33,8-11). Levi zog mit Jakob nach Ägypten, wo er im Alter von 137 Jahren starb. Er hatte drei Söhne, Gerschon, Kahat und Merari (1. Mo 46,11; 2. Mo 6,16).
  2. Der hebräische Name des Apostels Matthäus (Mk 2,14; Lk 5,27).
  3. Zwei Vorfahren Jesu, die in dem Stammbaum genannt werden, den Lukas am Anfang seines Evangeliums aufzeichnet (Lk 3,24.29).

ist eine Kurzform, die mit dem hebräischen Wort für hören zusammenhängt. Fünf biblische Personen wurden so genannt:

  1. Der zweite Sohn von Jakob und Lea (1. Mo 29,33; 35,23; 2. Mo 1,2). Mit Levi zusammen überfiel er Sichem, um seine Schwester Dina zu rächen, und tötete alle männlichen Einwohner (1. Mo 34,25-31). Auf der ersten Reise der Jakobssöhne nach Ägypten ließ ihn Josef als Geisel gefangen setzen (1. Mo 42,24.36; 43,23). Als Jakob mit seiner Familie nach Ägypten zog, hatte Simeon sechs Söhne: Jemuël, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul. Der letzte war der Sohn einer Kanaaniterin (1. Mo 46,10; 2. Mo 6,15). Im Segen Jakobs wird Simeon und Levi vorhergesagt, dass sie in Jakob zerteilt und in Israel zerstreut werden sollen (1. Mo 49,5-7), im Segen Moses (5Mo 33) wird Simeon nicht erwähnt.
  2. Ein Vorfahre Jesu zwischen David und der Zeit der babylonischen Gefangenschaft (Lk 3,30).
  3. Ein Israelit, der eine heidnische Frau genommen hatte und sie auf Anordnung Esras verstieß (Esra 10,31).
  4. Ein gerechter und gottesfürchtiger Mann in Jerusalem, dem der Heilige Geist offenbart hatte, er werde nicht sterben, ohne den Messias gesehen zu haben. Als Josef und Maria Jesus in den Tempel brachten, begrüßte Simeon das Kind als den Heiland Gottes, segnete die Eltern und weissagte über Jesus und Maria (Lk 2,25-35).
  5. Ein Prophet und Lehrer in der Gemeinde zu Antiochien mit dem lateinischen Beinamen Niger = »der Schwarze« (Apg 13,1). Er gehörte zu denen, die von Gott den Auftrag erhielten, Paulus und Barnabas in den Missionsdienst zu senden.

ist ein Enkel von Abraham und neben diesem der eigentliche Stammvater Israels, da die Nachkommen seiner Söhne die zwölf Stämme Israels bilden. Den ausführlichen Bericht über sein Leben finden wir in 1. Mose 25-50.

Jakobs Jugend

Jakob und sein Zwillingsbruder Esau sind die Söhne von Rebekka und Isaak. Schon als Rebekka schwanger ist, erfährt sie, dass der Ältere einmal dem Jüngeren dienen wird, und so ist der jüngere Jakob ihr Lieblingssohn (1. Mo
25,23; vgl. Mal 1,2.3; Röm 9,10-13). Esau wird Jäger, und Jakob bleibt bei den Zelten. Als Esau eines Tages hungrig von der Jagd zurückkehrt, bietet Jakob ihm einen Tausch an, in den er dankbar einwilligt: ein Linsengericht mit Brot gegen das Erstgeburtsrecht. Doch damit ist noch nicht alles gewonnen. Wichtiger ist der Erstgeburtssegen, den Isaak erteilt, als er alt geworden ist. Mit zunehmendem Alter hat auch seine Sehkraft nachgelassen, und das begünstigt eine Täuschung, die Rebekka und Jakob einfädeln. Als Isaak Esau zu sich ruft und ihn bittet, ein Tier zu jagen und es zuzubereiten, handelt sie schnell. Während Esau unterwegs ist, kommt sie ihm zuvor, bereitet selbst ein Mahl und schickt Jakob damit zu Isaak. Zunächst ist Isaak skeptisch, doch dann lässt er sich überzeugen und spricht den Segen über Jakob. Als Esau später dazukommt, kann Isaak über ihm nur noch einen unbedeutenderen Segen sprechen. Esau ist wütend und droht damit, seinen Bruder umzubringen. Rebekka ergreift eine Vorsichtsmaßnahme und schickt Jakob zu ihrem Bruder Laban nach Haran unter dem Vorwand, dass er sich dort eine Frau suchen soll.

Auf dem Weg von Beerscheba nach Haran übernachtet er in Bethel und hat dort einen Traum: Er sieht eine Leiter, die von der Erde bis zum Himmel reicht und auf der Engel auf- und absteigen. Oben kann er den Herrn erkennen, der ihm das Land und eine große Nachkommenschaft verspricht. Jakob richtet den Stein, auf dem er gelegen hat, zu einem Steinmal auf, gießt Öl darüber und nennt den Ort Bethel. Dann gelobt er: Der Herr soll sein Gott sein, wenn er ihm Speise und Kleidung unterwegs und sichere Rückkehr gibt (1. Mo 28).

Jakob in der Fremde

Bei Laban angekommen, verliebt er sich sofort in dessen Tochter Rahel und einigt sich mit Laban darauf, dass er sieben Jahre für ihn arbeiten soll, bevor er Rahel heiraten darf. Doch Laban hält sich nicht an die Vereinbarung: Als das Hochzeitsfest ansteht, gibt ihm Laban seine ältere Tochter Lea, und für Rahel muss Jakob weitere sieben Jahre dienen. Elf Söhne und eine Tochter werden ihm geboren, und er wird sehr reich an Vieh (1Mo 29-30). Laban ist ihm nun nicht mehr freundlich gesinnt, und so zieht Jakob sicherheitshalber mit seinen Frauen und seinem Vieh fort, ohne sich zu verabschieden. Laban holt ihn dennoch ein, aber Gott sagt ihm ausdrücklich, dass er nur freundlich mit Jakob reden darf.

So bedauert er nur Jakobs überstürzten Aufbruch und fragt ihn nach seinem Hausgott, den er vermisst. Jakob hat keine Ahnung, dass Rahel ihn eingesteckt hat, und lässt Laban alles durchsuchen. Rahel versteckt den Hausgott unter dem Kamelsattel, setzt sich drauf und gibt vor, dass sie ihre Monatsblutung hat und nicht aufstehen kann, sodass Laban nicht fündig wird. Als Jakob sich beschwert, dass Laban alles durchsucht, obwohl er keinen Grund hat, ihm zu misstrauen, schließen die beiden einen Bund, indem sie einen Steinhaufen errichten und sich Frieden versprechen (1. Mo 31).

Jakobs Rückkehr

Verständlicherweise überfällt Jakob die Furcht vor Esau, als er seiner Heimat näher kommt, und er schickt Boten aus. Als sie ihm mitteilen, dass Esau ihm mit 400 Mann entgegenzieht, teilt er sein Vieh in zwei Lager, um zumindest das eine zu retten, wenn das andere überfallen wird, und schickt Esau großzügige Geschenke. In der Nacht begegnet ihm ein Mann, mit dem er kämpft, bis die Morgenröte anbricht und er sich die Hüfte verrenkt. Als der Mann gehen will, antwortet Jakob ihm: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Der Mann gibt ihm einen neuen Namen, Israel, und erklärtihm, dass er mit Gott gekämpft habe, und segnet ihn (1. Mo 32).  Esau tritt ihm überraschend freundlich entgegen, und die Brüder versöhnen sich.

Trotzdem zieht Jakob nicht, wie er zugesagt hatte, nach Seïr, sondern lagert bei Sichem (1. Mo 33). Dort wird seine Tochter Dina vom Stadtfürsten vergewaltigt. Jakobs Söhne Simeon und Levi töten die Einwohner der Stadt. Nun macht sich Jakob nach dem Befehl Gottes nach Bethel auf. Die Götzenbilder und Ohrringe seiner Familie und seiner Leute lässt er unter einer Eiche bei Sichem vergraben. In Bethel angekommen, errichtet er einen Altar.

Gott erscheint ihm noch einmal, bestätigt seinen neuen Namen Israel und die Verheißung des Landes. Jakob richtet einen Gedenkstein auf an der Stelle, wo Gott mit ihm gesprochen hatte, gießt Trankopfer und Öl darauf und erneuert die frühere Namensgebung. Nachdem Jakob von Bethel aufgebrochen ist, stirbt Rahel bei der Geburt Benjamins und wird am Weg nach Efrata, d.h. Bethlehem, begraben (1. Mo 35).

Auch Rahels Sohn Josef wird ihm genommen: Weil seine Brüder ihn um einen bunten Mantel und seine herausgehobene Stellung in der Familie beneiden, verkaufen sie ihn als Sklave nach Ägypten. Doch Josef erlebt eine steile Karriere und wird schließlich in ein einflussreiches Amt berufen und untersteht nur noch dem Pharao. Als seine Brüder wegen einer Hungersnot nach Ägypten kommen, um Getreide zu kaufen, erkennt Josef sie wieder und
holt Jakob und seine ganze Familie nach Ägypten (1. Mo 37-46).

Umzug nach Ägypten

Als Jakob im Land Goschen ankommt, fällt Josef ihm um den Hals und bringt ihn zum Pharao. Jakob segnet ihn und lebt noch 17 Jahre in Ägypten. Kurz bevor er stirbt, äußert er den Wunsch, nicht in Ägypten, sondern in seiner Heimat begraben zu werden (1Mo 47). Vor seinem Tod segnet er Josefs Söhne Ephraim und Manasse und sagt seinen eigenen zwölf Söhnen voraus, was ihnen in Zukunft begegnen werde (1Mo 48;49). Wie schon Abraham, Sara, Isaak, Rebekka und Lea wird er in der Höhle Machpela in Kanaan begraben, und siebzig Tage lang beweinen die Ägypter seinen Tod (1. Mo 50).

Namensbedeutung

Der hebräische Name Jaakhob hängt mit dem Wortstamm qb zusammen, von dem sowohl aqeb = Ferse wie das Zeitwort aqab = betrügen, hintergehen abgeleitet sind. Deshalb werden als Bedeutungen angenommen: Er hält die Ferse fest als Anspielung darauf, dass er bei der Geburt Esaus Ferse ergreift und »Er betrügt« (vgl. 1. Mo 25,26; 27,36; Hos 12,4).

Sie war Labans Tochter und Rahels ältere Schwester. Nachdem Jakob sich den Erstgeburtssegen erschlichen hatte und vor Esaus verständlichem Zorn fliehen musste, schickte seine Mutter ihn zu Laban, damit er sich sich dort eine Frau suche. Jakob verliebte sich sofort in Rahel, aber als er sieben Jahre für sie gearbeitet hatte, gab Laban ihm heimlich Lea zur Frau mit der Behauptung, er könne nicht zulassen, dass Rahel eher als ihre ältere Schwester heirate. 

Also heiratete Jakob erst Lea, dann Rahel und arbeitete weitere sieben Jahre für Laban. Aber weil Jakob die hübschere Rahel lieber hatte als Lea, machte Gott die zurückgesetzte Lea als Erste fruchtbar, und sie bekam die Söhne Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issachar und Sebulon und die Tochter Dina. Jakob begrub Lea in der Höhle Machpela (1Mo 29,16-35; 30,9-21; 49,31). Ihr Name bedeutet vermutlich Wildkuh.

war Jakobs Frau, für die er bei ihrem Vater Laban vierzehn Jahre arbeitete. Ihr Name hat die eher ungewöhnliche und für unsere Ohren merkwürdige Bedeutung Mutterschaf. Als Jakob von seinem Bruder Esau bedroht wurde, den er um den Erstgeburtssegen betrogen hatte, empfahl ihm seine Mutter Rebekka, zu ihrem Bruder Laban nach Haran zu fliehen. In dem Land angekommen, traf Jakob seine Kusine Rahel, als sie die Schafherde ihres Vaters zum Brunnen trieb. Jakob half ihr dabei und begrüßte sie überschwänglich. Eilig sagte sie ihrem Vater Bescheid, der seinen Neffen herzlich aufnahm. Nach einem Monat wurden sich Jakob und Laban über einen Handel einig: Sieben Jahre sollte Jakob bei seinem Onkel arbeiten, dann durfte er Rahel heiraten, die eine gute Figur und ein hübsches Gesicht hatte und ihre ältere Schwester Lea an Schönheit übertraf. Doch als die sieben Jahre vorüber waren, die für  Jakob wie imFlug vergangen waren, weil er Rahel so sehr liebte, machte Jakob nach der Hochzeitsnacht eine erschreckende Feststellung: Sein Onkel hatte ihn übers Ohr gehauen und mit Lea verheiratet. Sie war die sieben Jahre lang unverheiratet geblieben, musste aber als ältere Tochter vor ihrer jüngeren Schwester heiraten, was Jakob offensichtlich nicht gewusst oder bedacht hatte. So schlug Laban vor, dass Jakob weitere sieben Jahre bei ihm arbeiten sollte, Rahel aber schon jetzt heiraten durfte, und Jakob nahm das Angebot an. An Jakobs größerer Liebe zu Rahel änderte das alles nichts – zum Bedauern von Lea. Als Trost ließ Gott nur sie schwanger werden und sie wurde die Mutter von Ruben, Simeon, Levi und Juda und hegte die Hoffnung, dass Jakob nun auch sie lieben würde. Rahel wurde eifersüchtig auf die Mutterfreuden ihrer Schwester und machte ihren Mann dafür verantwortlich: »Schaffe mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich.« Jakob verteidigte sich, und Rahel hatte eine Idee: Jakob sollte mit ihrer Leibmagd Bilha schlafen, deren Kinder als Rahels eigene Kinder zählen würden. So kam Rahel zu ihren Söhnen Dan und Naftali. 
Nun aber ließ auch Lea ihre Leibmagd Silpa mit Jakob schlafen und wurde so noch die Mutter von Gad und Asser und wurde später selbst noch schwanger mit Issachar, Sebulon und Dina. Und jetzt schließlich bekam auch Rahel
einen eigenen Sohn, Josef (1. Mo 29 und 30).

Später wurde Rahel noch einmal schwanger und bekam einen zweiten Sohn. Als sie selbst spürte, dass sie die Geburt nicht überleben würde, nannte sie ihn Ben-Oni, Sohn meines Unglücks, was Jakob dann in Ben-Jamin, Sohn des Glücks, änderte. Tatsächlich starb Rahel bei der Geburt und wurde am Weg nach Bethlehem begraben, wo Jakob einen Stein aufrichtete. In Jeremia 31,15ff und Matthäus 2,17.18 wird sie als Stammmutter des Volkes Israel umschrieben, die um ihre Kinder weint.

Weitere Beiträge …

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist