war Isaaks Frau und die Mutter von Jakob und Esau. Hebräisch lautet ihr Name rivqah, in der Bedeutung ist man sich allerdings nicht einig. Möglicherweise meint er Verbindung, Band.

In hohem Alter schickte Abraham einen Knecht in seine Heimat Mesopotamien, um eine Frau für seinen Sohn Isaak zu finden (1. Mo 24). Der Knecht betete gerade zu Gott, dass er ihm eine passende Frau zeigen solle, als Rebekka zum Brunnen kam, um Wasser zu schöpfen. Sie war sehr schön, und der Knecht bat sie um etwas Wasser. Sie gab nicht nur ihm zu trinken, sondern tränkte auch seine Kamele. Doch der Knecht war sich noch nicht ganz sicher, ob dies Gottes auserwählte Frau für Isaak sein sollte, und fragte sie, ob in dem Haus ihres Vaters genug Platz für ihn selbst, seine Begleiter und die Kamele sei. Rebekka sprach die Einladung aus, und der Knecht lobte Gott, überreichte Rebekka einen goldenen Nasenring und zwei Armreifen und zog zu dem Haus ihres Vaters. Vor ihrem Vater Betuël und ihrem Bruder Laban brachte der Knecht sein Anliegen vor, gar nicht sicher, ob sie Rebekka mit ihm in das fremde Land ziehen lassen würden. Doch beide erkannten Gottes Plan in dem Geschehen und fragten Rebekka um ihre Meinung. Als sie zustimmte, nahm der Knecht sie und ihre Mägde mit sich zu Isaak, dem sie unterwegs auf dem Feld begegneten.

Rebekka verhüllte sich, ließ sich in das Zelt von Isaaks Mutter Sara führen und wurde Isaaks Frau (1. Mo 24). Später wurde sie Mutter von Zwillingen: Jakob und Esau. Schon in ihrem Bauch konnte sie spüren, wie beide miteinander stritten, und als sie Gott deswegen befragte, machte er deutlich, dass der Ältere dem Jüngeren dienen würde.

Wegen einer Hungersnot im Land musste die Familie zunächst nach Gerar fliehen. Isaak gab Rebekka dort als seine Schwester aus: Er befürchtete, getötet zu werden, weil Rebekka so schön war. Doch der König bemerkte ihrenverliebten Umgang miteinander und machte Isaak Vorwürfe: Ein Mann aus seinem Volk hätte Rebekka verführen können und damit Schuld auf sein Land gebracht. Stattdessen befahl der König nun Schutz für Isaak und Rebekka (1. Mo 26,1-11).

Als Isaak sehr alt war, wurde es Zeit für ihn, den Erstgeburtssegen zu sprechen. Er schickte Esau los, um Wild zu jagen. Anschließend wollte er seinen Sohn segnen. Rebekka aber mochte Jakob lieber, wollte ihm den Segen verschaffen und hatte eine Idee: Sie bereitete für Isaak ein Essen vor, ließ Jakob Esaus Kleider anziehen, wickelte ihm Fell um die Arme, weil Esau stark behaart war, und schickte ihn zu seinem Vater. Isaak war misstrauisch, doch schließlich ließ er sich überzeugen und sprach über ihm den Segen. Rebekka war erfolgreich gewesen, doch als Esau seinem Bruder drohte, musste Rebekka sich wieder etwas einfallen lassen, um Jakob zu schützen. Sie gab ihm den Rat, zu ihrem Bruder Laban zu fliehen, unter dem Vorwand, sich dort eine Frau zu suchen (1. Mo 27). Wann Rebekka gestorben ist, wissen wir nicht. Sie wurde in der Höhle Machpela begraben (1.Mo 49,31) und gilt nach Sara als zweite in der Reihe der Stammmütter Israels.

Im Neuen Testament wird sie nur einmal in Röm 9,10-13 erwähnt, als Paulus Israels Gotteskindschaft aufzeigt. 

ist der Sohn, den Gott Abraham und seiner Frau Sara verspricht, als beide schon sehr alt sind. In 1. Mose 17,19 gibt Gott ihm noch vor seiner Geburt diesen Namen. Er kommt von dem hebräischen Wort jizchak und bedeutet Er lacht oder Gelächter. Abraham hatte bei der Verheißung gelacht (V. 17), später wird noch von einem ungläubigen Lachen Saras berichtet, ohne dass hier der Name Isaak erwähnt wird (1Mo 18,12-15). Als Isaak dann geboren ist, sagt Sara: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hören wird, der wird über mich lachen (1. Mo 21,6). Der Name wird also mit dem Unglaublichen und Wunderbaren der Geburt Isaaks in Verbindung gebracht: Abraham war 100 Jahre alt und Sara 90, als Isaak geboren wurde (1. Mo 17,17; 21,5).

Seine Heimat ist wohl die Gegend von Gerar oder Beerscheba (vgl. 1. Mo 20,1; 21,14.31). Am achten Tag nach der Geburt wird Isaak von Abraham beschnitten und mit zwei oder drei Jahren entwöhnt, was mit einem großen Festmahl gefeiert wird. Da Sara so lange kinderlos geblieben war, hatte sie vor Isaaks Geburt ihrem Mann ihre Sklavin Hagar als Nebenfrau überlassen. Hagar hatte einen Sohn namens Ismael geboren, Isaaks Halbbruder, der inzwischen etwa 16 Jahre alt ist. Nach Isaaks Entwöhnung veranlasst Sara, dass Hagar und Ismael fortgeschickt werden (1. Mo 21; vgl. Gal 4,21-31).

Später fordert Gott von Abraham, dass er Isaak auf einem Altar opfert. Gemeinsam steigen Vater und Sohn auf einen Berg, wo der Altar steht. Abraham zeigt kindlichen Gehorsam und ist bereit, Isaak sterben zu lassen. Doch kurz vor dem Opfer schickt Gott einen Widder, den Abraham statt seinem Sohn opfert (1. Mo 22,1-19).

Mit 40 Jahren heiratet Isaak Rebekka, die einer von Abrahams Knechten als Frau für ihn aus Mesopotamien geholt hatte. Sie ist die Tochter Betuëls, des Sohns von Nahor und Milka, und die Schwester Labans (1Mo [[2]]; 25,20). Das erste Mal begegnen sich Isaak und Rebekka, als er gegen Abend aufs Feld hinausgeht, um zu beten (V. 63). Sara ist zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben (1. Mo 23; 24,67). Zunächst bleibt die Ehe 20 Jahre lang kinderlos, dann wird Isaak mit 60 Jahren

Vater der Zwillinge Esau und Jakob (1. Mo 25,25.26). Zusammen mit seinem Halbbruder Ismael begräbt er seinen Vater in der Höhle von Machpela, als dieser mit 175 Jahren stirbt.  

Nach seinem Tod segnet Gott Isaak, der zu der Zeit bei dem Brunnen des Lebendigen, der mich sieht wohnt (V. 11). Später wird über Isaaks Aufenthalt bei dem Philisterkönig Abimelech in Gerar berichtet, wo er, wie früher Abraham, seine Frau als seine Schwester ausgibt. Abimelech entdeckt den Betrug, als er sieht, wie Isaak mit Rebekka scherzt und sie liebkost. Diese Ereignisse werden noch vor die Geburt von Esau und Jakob fallen, denn wir hören im gleichen Zusammenhang (V. 16) von einer Erscheinung des Herrn, der Isaak eine zahlreiche Nachkommenschaft verheißt. Danach wohl wird Isaak den Herrn für seine Frau bitten, und der Herr lässt Rebekka Mutter werden (1. Mo 25,21).

Schon in Gerar war Isaak außergewöhnlich gesegnet worden und hatte großen Besitz erlangt (1. Mo 26,12-22). In Beerscheba empfängt er eine Offenbarung Gottes, baut einen Altar und ruft den Namen des Herrn an (V. 23-25). Mit zunehmendem Alter erblindet Isaak, und das schafft günstige Voraussetzungen für eine Täuschungsaktion von Rebekka und Jakob. Als die Zeit da ist, dass er den Erstgeburtssegen ausspricht, ruft er Esau zu sich und bittet ihn, ihm ein Tier zu erlegen und zuzubereiten. Rebekka lauscht, weiß genau, dass Isaak den Segen sprechen wird, und kocht selbst ein Mahl, mit dem sie ihren Lieblingssohn Jakob zu Isaak schickt. Isaak ist zwar skeptisch, ob da wirklich sein Erstgeborener vor ihm steht, doch schließlich glaubt er dem Trick und spricht den Segen über Jakob. Als Esau später dazukommt, kann Isaak ihm nur noch einen unbedeutenderen Segen geben (1. Mo 27). Jakob muss daraufhin vor seinem Zwillingsbruder fliehen, der ihm die List übelnimmt, doch später vertragen sich die Brüder wieder und begraben ihren Vater gemeinsam (1. Mo 35,27-29). Insgesamt macht Isaak den Eindruck eines stillen Mannes und erscheint weniger aktiv als Abraham oder Jakob. Er wird zwar noch mehrfach erwähnt, doch meist im Zusammenhang mit anderen, beispielsweise in der formelhaften Wendung »Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs« (vgl. Hebr 11,9.20).

Eine ägyptische Sklavin von Sara, vielleicht eine von denen, die der Pharao Abraham geschenkt hatte (1. Mo 12,16). Sara hatte sie ihrem Mann nach damaliger Sitte zur Nebenfrau gegeben, um die Verheißung eines Sohnes und Erben zur Erfüllung zu bringen. Als Hagar nun ein Kind erwartet und Sara sie demütigen will, flieht sie in die Wüste. Doch Gott schickt sie durch einen Engel mit der Zusage zurück, dass sie einen Sohn und durch ihn eine große Nachkommenschaft bekommen werde (1. Mo 16).

Ismael ist aber nicht Erbe der Verheißung (1. Mo 17,19); das wird Saras Sohn, der jüngere Isaak (1. Mo 21,2). Als Isaak entwöhnt wird, fordert Sara, dass Hagar mit Ismael weggeschickt wird. Abraham hört erst darauf, als Gott Saras Wunsch bestätigt.

Auf dem Weg nach Süden geraten Hagar und Ismael in Gefahr zu verdursten, doch der Herr zeigt Hagar Wasser. Sie ziehen dann nicht nach Ägypten, das ursprünglich Hagars Ziel gewesen zu sein scheint, sondern leben in der Wüste Paran. Hagar nimmt für Ismael aber eine ägyptische Frau (1. Mo 21,8-21).

In Galater 4,22-31 bezieht Paulus das Verhältnis der beiden Mütter Hagar und Sara auf das Verhältnis der Gemeinde Jesu zum jüdischen Volk und schlussfolgert, dass die Christen nicht Kinder der Magd, sondern der Freien sind.

Der König von Salem, der Abraham Brot und Wein entgegentrug, als dieser vom Sieg über Kedor-Laomer und dessen Bundesgenossen zurückkehrte (1. Mo 14,18-[[2]]). Zugleich wird er als Priester des Allerhöchsten bezeichnet.

Die Bibel sieht in ihm, der ohne nachweisbare Priesterabstammung auftritt (vgl. Esra 2,59.62) und ebenso unvermittelt verschwindet, ein Vorbild Christi (Hebr 5,6.10; 6,20; 7). Das Priestertum Melchisedeks steht über dem Aarons, denn Melchisedek segnete Abraham, und Abraham, der Vorfahre Aarons, gab Melchisedek den Zehnten, womit er ihn als Priester anerkannte. David schaut seinen Herrn, den Messias, als Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks (Ps 110,4).

Melchisedek hat das Judentum immer wieder beschäftigt. BEi den Essenern sah man in ihm eine himmlische Gestalt, ein Engelwesen. Übersetzt heißt der Name König der Gerechtigkeit« oder (Mein) König ist Gerechtigkeit.

war der Sohn von Haran und Abrahams Neffe (1. Mo 11,27). Lot begleitete Terach, Abraham und Sara auf ihrer Reise von Ur in Chaldäa nach Haran. Dann zog er mit Abraham und Sara weiter nach Kanaan, hinab nach Ägypten und wieder nach Kanaan zurück (1. Mo 11,31; 12,4-[[3]]; 13,1). Danach konnten sie nicht mehr zusammenbleiben, weil auch Lot viel Vieh besaß. Abraham ließ ihn sich einen Teil Kanaans auswählen und überließ ihm das gut bewässerte Jordantal, und Lot zog nach Sodom, litt dort aber unter dem, was er an Ausschweifungen und Zuchtlosigkeiten bei seinen Mitbürgern täglich sehen und hören musste (1Mo 13,8-13; 2Petr [[6]],7f). Abraham befreite Lot, als der mit seiner Habe bei kriegerischen Auseinandersetzungen verschleppt worden war (1. Mo 14,14-16).

Beim Untergang Sodoms gedachte Gott an Abraham und rettete Lot durch zwei Engel (1. Mo 19,29), denn Abraham hatte Gott gebeten, um der Gerechten willen die Stadt zu verschonen (1. Mo 18,16-33). Lots Frau, die sich während der Flucht trotz des Verbots noch einmal nach Sodom umsah, wurde zur Salzsäule (1. Mo 19,26). Lot blieb zuerst in Zoar, zog dann aber mit seinen beiden Töchtern aufs Gebirge, wo ihn seine Töchter betrunken machten, damit er mit ihnen Kinder zeugte. Daraus gingen zwei Söhne hervor: Moab und Ben-Ammi, die Stammväter der Moabiter und Ammoniter (1. Mo 19,30-38).

Jesus vergleicht die Zeit vor seiner Wiederkunft mit dem Verhalten der Leute in Sodom zur Zeit Lots (Lk 17,28-30). In 2. Petrus 2,7.8; wird ausdrücklich Lots Gerechtigkeit hervorgehoben, die sich darin äußerte, dass er nicht am ausschweifenden Leben der Leute in Sodom teilnahm. Der Name Lot kommt von dem hebräischen Wort loth, das in Jesaja 25,7 mit »Hülle« übersetzt wird.

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist