Wo im Deutschen Joas steht, gibt es im Hebräischen zwei unterschiedliche Formen des Namens, von denen die erste Jahwe hat gegeben bedeutet. Joas bezeichnet mehrere Königssöhne, aber auch andere Männer im Alten Testament.

  1. Ein Mann, der unter den Nachkommen Judas erwähnt wird. Er stammt aus dem Geschlecht Schelas (1. Chr 4,22).
  2. Gideons Vater, ein Abiësriter aus dem Stamm Manasse. Als Gideon den Baalsaltar seines Vaters und das Ascherabild daneben zerstört hatte, schützte ihn Joasch vor den Bewohnern Ofras, die seinen Tod forderten: Ist er [Baal] Gott, so streite er für sich selbst (Ri 6,11-32).
  3. Einer der Männer aus dem Stamm Benjamin, die in Ziklag zu David kamen, als dieser sich vor Saul verstecken musste und dort ein großes Heer um sich sammelte. Joasch kam aus Gibeaund war der Sohn Schemaas (1. Chr 12,3).
  4. Der Sohn König Ahabs von Israel (1. Kö 22,26; 2. Chr 18,25).
  5. Der Sohn König Ahasjas von Juda. Er regierte 840-801 v.Chr. Seine Rettung vor der Königin Atalja, die jeden aus der königlichen Familie umbrachte, und seine
    Thronbesteigung hatte er seiner Tante Joscheba und ihrem Mann, dem Hohen Priester Jojada, zu verdanken, die ihn sechs Jahre versteckt hielten (2. Kö 11;
    2. Chr 22,10-23,21). Joas wurde mit sieben Jahren König. Solange Jojada lebte und ihn beriet, tat er, was dem Herrn wohlgefiel. Nur der Opferdienst auf den
    Höhenheiligtümern blieb bestehen (2. Kö 12,4; 2. Chr 24,1-3).
    Noch zu Lebzeiten Jojadas befahl Joas den Priestern (2. Kö 12,5.6) und Leviten (2. Chr 24,4.5), für die Wiederherstellung des Tempels zu sorgen, dessen baufälliger Zustand vor allem die Schuld Ataljas und ihrer Söhne war (V. 7). Dochin seinem 23. Regierungsjahr musste Joasch feststellen, dass sie ihre Pflicht nicht erfüllt hatten (2. Kö 12,7). Der König rief Jojada zu sich, befreite die Priester von der Verantwortung für die Ausbesserung und ließ eine besondere
    Lade für das Geld aufstellen, das zur Bezahlung der Bauhandwerker und zum Ankauf von Baumaterial bestimmt war (V. 8ff; 2. Chr 24,8-14).
    Nach dem Tode Jojadas jedoch brachten die Obersten Judas den König unter ihren Einfluss und verführten ihn zum Götzendienst. Die Propheten des Herrn fanden kein Gehör. Secharja, der Sohn Jojadas, wurde sogar auf Befehl des Königs im Tempelvorhof gesteinigt, als er das Tun des Volkes tadelte (V. 17-22; Mt 23,35; Lk 11,51). Sein letztes Wort war: Der Herr wird es sehen und strafen. Gott reagierte damit, dass Hasaël von Aram gegen Jerusalem vorrücken konnte und sich nur durch das Gold aus demTempel- und Königsschatz zum Abzug bewegen ließ. Vorher hatten die Aramäer trotz ihrer geringen Zahl ein großes jüdisches Heer geschlagen und reiche Beute gemacht (2. Kön 12,18.19; 2. Chr 24,23.24). Bei ihrem Abzug ließen sie Joasch krank zurück. Er wurde dann von Josachar, dem Sohn der Schimat, und Josabad, dem Sohn der Schomer, im Millo, einer Befestigungsanlage, erschlagen. Grund dieser Verschwörung war der Mord an Secharja (V. 25; 2. Kö 12,21.22). Nach V. 22 begrub man ihn bei seinen Vätern in der Davidsstadt; aber 2. Chr 24,25 betont ausdrücklich: nicht in den Königsgräbern. Sein Sohn Amazja wurde sein Nachfolger.
  6. Ein Sohn und Nachfolger des Königs Joahas von Israel. Er regierte 802-787 v.Chr. (2. Kö 13,10-25; 14,8-17; 2. Chr 25,17-25). Über ihn wird gesagt, dass er
    tat, was dem Herrn missfiel, beispielsweise, weil er die SündenJerobeams weiterführte, der zwei goldene Stierbilder aufgestellt hatte. Zu Beginn seiner Herrschaft, als das Land sich unter dem Druck der Aramäer noch in einem elenden Zustand befand, sagte ihm der Prophet Elisa auf dem Sterbebett drei Siege über Aram zu, und es hätten noch mehr werden können, wenn sich der König energischer gezeigt hätte, als Elisa ihn mit den Pfeilen auf den Boden schlagen ließ. Nun wurde erst sein Sohn Jerobeam II. in vollem Sinn der Retter,den der Herr Israel verheißen hatte (2. Kö 13,5). Aber drei Siege über Aram erlangte Joasch selbst und eroberte von Ben Hadad, dem Sohn Hasaëls, die Städte zurück, die sein Vater Joahas verloren hatte. Außerdem brachte er dem judäischen König Amazja eine vernichtende Niederlage bei. Joas wurde in Samaria bei den Königen von Israel begraben, und sein Sohn Jerobeam II. wurde sein Nachfolger.

Die zweite Namensform heißt übersetzt Jahwe kommt zu Hilfe und bezeichnet einen Mann aus dem Stamm Benjamin, den Sohn von Becher (1. Chr 7,8) und einen Aufseher über Davids Ölvorräte (1. Chr 27,28).

ist ein Männer- und Frauenname im Alten Testament und bedeutet »Jahwe ist erhöht«.

  1. Die Frau des Königs Joram von Juda, eine Tochter von Ahab und eine Enkelin von Omri (2. Kö 8,18.26). Energisch und skrupellos wie ihre Mutter Isebel, verschafft Atalja dem Baalsdienst des israelitischen Königshauses durch Joram und ihren Sohn Ahasja auch in Juda Eingang. Als nach dem Tode Jorams Ahasja nach einjähriger Regierung von Jehu erschlagen wurde, greift Atalja selber nach der Herrschaft und regiert sechs Jahre lang (ca. 845-840 v.Chr.). Sie lässt alle Mitglieder der königlichen Familie töten, um uneingeschränkt regieren zu können. Doch Ahasjas Schwester Joscheba, der Frau des Hohen Priesters Jojada, gelingt es, den jüngsten
    Sohn des Königs, Joasch, zu retten und vor Atalja im Tempel zu verbergen. Dann lässt Jojada nach sorgfältigerVorbereitung den siebenjährigen Joasch zum König ausrufen. Atalja eilt auf die Jubelrufe des Volkes herbei, wird gefangen aus dem Tempelbezirk hinausgeführt und am Palast getötet. Die Menge zerstört darauf den Baalstempel und tötet den Baalspriester Mattan (2. Kön11; 2. Chr 22; 23). Atalja ist die einzige Königin, die über Juda herrschte.
  2. Ein Mann aus dem Stamm Benjamin aus der Familie Jerohams, der in Jerusalem wohnte (1. Chr 8,26).
  3. Der Vater eines Jesaja aus dem Geschlecht Elam, eines der Rückkehrer aus der Gefangenschaft zur Zeit Esras (Esra 8,7).

war eine Frau von großer Tatkraft und übte durch ihre Feindschaft gegen denHerrn und ihre Grausamkeit unheilvollen Einfluss auf ihren Mann und das gesamte Volk aus.
Isebel ist die Tochter Etbaals, des Königs von Sidon, der nach der Überlieferung des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus ein früherer Priester der Astarte war. Isebel heiratet Ahab, den König von Israel. Sie förderte den Baalsdienst in Israel, und Ahab errichtet auf ihr Betreiben dem Baal einen Tempel in Samaria (1Kön 16,31f). Die Propheten des Herrn versucht sie auszurotten (1. Kö 18,4.13), während sie für den Unterhalt von 450 Baalspropheten und 400 Propheten der Aschera in Israel sorgte (V. 19). Als Ahab Isebel berichtet, dass Elia die heidnischen Propheten auf dem Karmel getötet hatte, schickt sie einen Boten zu Elia und lässt ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! (1. Kö 19,1.2). Diese Drohung treibt Elia zur
Flucht.
Später will Ahab den Weinberg Nabots haben, weil er in der Nähe des Palastes liegt. Doch Nabot weigert sich, ihn dem König zu überlassen. Da lässt Isebel Nabot aus dem Weg räumen und steinigen und den König in den Besitz des Grundstücks setzen. Daraufhin kündigt der Herr durch Elia das Gericht über Ahab und sein Haus an und sagt von Isebel: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels« (1. Kö 21,1-24). Dann folgt die Bemerkung (V. 25): Es war niemand, der sich so
verkauft hätte, Unrecht zu tun vor dem Herrn wie Ahab, den seine Frau Isebel verführte.
Als Jehu durch einen von Elisa gesandten Prophetenjünger den Auftrag erhält, das Haus Ahabs zu vernichten, wird das als
Rache bezeichnet für das Blut der Propheten und aller Knechte des Herrn,das Isebel vergossen hat (2. Kö 9,7). Die Szene in Jesreel, in der Isebels Tod geschildert wird, ist von grausiger
Eindringlichkeit. Es erfüllte sich, was der Herr durch Elia gesprochen hatte: Auf dem Acker von Jesreel sollen die Hunde
das Fleisch Isebels fressen, und der Leichnam Isebels soll wie Mist auf demn Felde sein im Gefilde von Jesreel, dass man nicht sagen könne: Das ist Isebel. (V. 30-37).

In Offb 2,20 wird eine Frau mit dem Namen Isebel erwähnt, die sich als Prophetin ausgibt, gleichzeitig aber zur Hurerei und zum Essen von Götzenopfern verleitet. Manche sehen in ihr die Frau des Engels oder Vorstehers der Gemeinde in Thyatira. Allgemein nimmt man aber an, dass es sich um eine gottlose Frau handelt, die mit dem alttestamentlichen Namen der Frau Ahabs bezeichnet wird, um ihr Wesen deutlich zu machen.Der Name könnte eine Zusammensetzung sein aus »Wegen dem Thema heute« und einem Wort, das mit dem hebräischen Wort für »ertragen« zusammenhängt.

Korach

  1. Esaus dritter Sohn, den er zusammen mit seiner Frau Oholibama bekommt. Seine Nachkommen bildeten später einen edomitischen Stamm (1. Mo [[6]],5-[[3]].14.18; 1. Chr 1,35). In 1. Mo 36,[[2]] kommt der Name unter den Nachfahren des Elifas noch einmal vor, könnte hier aber auf einem Schreibfehler beruhen, da er sowohl in V. 11.12 wie in 1. Chr 1,36 nicht mit aufgezählt wird.
  2. Der Sohn Jizhars, ein Levit aus dem Geschlecht Kehats, der sich während der Wüstenwanderung gegen Mose und Aaron auflehnte (2. Mo 6,21; 4. Mo 16,1.2). In
    1. Chr 6,7 wird Korach als Sohn des Amminadab bezeichnet. Eine Erklärung dafür wurde noch nicht gefunden, wenn man nicht Jizhar und Amminadab gleichsetzen will. Mit Datan, dessen Bruder Abiram und einem anderen Mann aus dem Stamm Ruben namens On rebelliert er während der Wüstenwanderung gegen Mose und Aaron. 4. Mo 16 berichtet über Unzufriedenheit aus folgenden Gründen:Mose und Aaron hätten sich über den Rest von Israel erhoben; zweitens hätte Mose darin versagt, Israel in das verheißene Land zu führen, und drittens hätten er und Aaron sich das Priesteramt angemaßt. Korach fordert auch für sich das Priestertum, und viele Leviten unterstützen ihn darin. Mose setzt fest, dass Korach und seine Anhänger mit Räucherpfannen, Feuer und Weihrauch vor dem Herrn erscheinen sollen, und wen dieser dann erwähle, solle heilig sein. Zugleich tadelt er ihre Auflehnung
    gegen den Herrn und ihr Streben nach der Stellung von Priestern (4. Mo 16,5-11).
    Als Korach und seine Parteigänger, 250 Männer insgesamt, zum Eingang des heiligen Zeltes kommen, erscheint die Herrlichkeit des Herrn vor dem versammelten Volk, und nur Mose und Aaron können verhindern, dass Gott die Israeliten austilgt. Sie erhalten den Befehl, sich von den Wohnungen von Korach, Datan und Abiram fernzuhalten,worauf die Empörer mit allem, was zu ihnen gehört, von der Erde verschlungen werden, während die 250 Männer, die Räucheropfer dargebracht hatten, durch Feuer vom Herrn umkommen (1. Mo 16,5-35). Nach 4. Mo 26,11 bleiben die Söhne Korachs allerdings verschont. Die Korachiten bildeten später ein
    Geschlecht der Tempelsänger, zu dem auch Heman, der Enkel Samuels, gehört (1. Chr 6,18). Sie werden in den Überschriften von den Psalmen 42 – mit
    dem Ps 43 offensichtlich verbunden ist –; 44-49; 84; 85; 87 und 88 genannt. In 1. Chr 9,19; 26,19 versehen Korachiten den Dienst von Schwellen- und Torhütern
    am Tempel; einem von ihnen waren die Pfannen anvertraut (1. Chr 9,31).
  3. Der erstgenannte Sohn des Judäers Hebron (1. Chr 2,43).
  4. Auch im Stamm Benjamin gab es ein Geschlecht der Korachiter (1. Chr 12,7).

Ein Hofbeamter des Königs Ben-Hadad von Aram, den Ben-Hadad mit einer Menge Geschenke zu Elisa schickt, um ihn zu fragen, ob er gesund werden würde. Elisa sagt ihm, dass er König von Aram werden und Israel besiegen wird. Daraufhin ermordet Hasaël den König und wird um 841 v.Chr. sein Nachfolger (2. Kö 8,7-15). Unmittelbar nach den ersten Kämpfen Hasaëls mit Joram von Israel und Ahasja von Juda um Ramot in Gilead erschlägt Jehu beide Könige und besteigt den israelitischen Thron (2. Kö 8,[[3]].29; 9,[[1]].[[5]].27). Kurz darauf fällt der Assyrerkönig Salmanassar III. ein, dem sich Jehu kampflos unterwirft und Tribut zahlt, statt Hasaël beizustehen, der den Assyrern Widerstand leistet. Hasaël kann sich mit Mühe behaupten und hat drei Jahre später noch einen assyrischen Einfall abzuwehren. Die Feindschaft Hasaëls gegen Israel aber mag neue Nahrung erhalten haben durch das Gefühl, von Jehu im Stich gelassen worden zu sein. Zu Jehus Zeit wird das gesamte Ostjordanland bis hinunter zum Arnon von den Aramäern verheert (2. Kö 10,32.33; Amos 1,3); sein Sohn Joahas behält außer dem Volksaufgebot nur 50 Gespannpferde und 10 Streitwagen übrig (2. Kö 13,7).
Hasaël hat die Macht Israels so völlig vernichtet, dass er auf dem Weg zur Eroberung von Gat freien Durchzug durchdas israelitische Gebiet gehabt zu haben scheint. Er wendet sich dann gegen Jerusalem, und Joasch von Juda muss seinen Abzug mit den Weihgaben und dem Tempelschatz erkaufen (2. Kö 12,18.19; 2. Chr 24,23-25). Dieser Höhepunkt der Macht Hasaëls liegt aber schon gegen Ende seiner Regierungszeit. Wohl noch vor seinem Tode schließt der Assyrerkönig Adadnirari III. Damaskus ein und macht es tributpflichtig. Das Wort Elisas hat Hasaël zur Herrschaft gebracht, und über 40 Jahre lang vollzieht der Syrerkönig das Gericht des Herrn an Israel und Juda (2. Kö 13,3; 2. Chr 24,24). Dann wendet sich Gott seinem Volk wieder zu (2. Kö 13,4.5.23), Elisa weissagt Joasch von Israel dreifachen Sieg über die Aramäer (V. 19), und unter Hasaëls Nachfolger Ben-Hadad setzt der Niedergang Arams ein (V. 24.25). 

Hasaël bedeutet Gott hat gesehen.

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist