Zwei Königssöhne tragen im Alten Testament diesen Namen, der Jahwe hat ergriffen, hält fest bedeutet:

  1. Er ist ein Sohn von König Ahab und Isebel. Er regiert Israel nur zwei Jahre (852-851 v.Chr.) und folgt mit seinem Baalsdienst ganz dem Vorbild seiner Eltern (1Kön [[2]],52-54). Den Abfall der Moabiter, deren König Mescha seit Ahabs Tod aufgehört hatte, Tribut zu zahlen, nimmt Ahasja untätig hin (2. Kö 1,1; 3,4.5). Ahasja und Joschafat, der König von Juda, lassen in Ezjon-Geber gemeinsam Schiffe bauen; als aber Joschafat durch einen Propheten wegen der Zusammenarbeit mit Ahasja getadelt wird und die Schiffe scheitern, findet das Unternehmen sein Ende (1. Kö 22,49f; 2. Chr 20,35-37).
    In seinem Palast stürzt Ahasja durch das Gitter vom oberen Stockwerk. Er schickt einen Boten zum Baal-Sebub nach Ekron, um zu erfahren, ob seine Krankheit tödlich sein würde. Doch der Prophet Elia hält die Boten unterwegs auf und schickt sie mit dem Spruch zurück, Ahasja müsse sterben, weil er nicht den Herrn befragt habe. Weil Ahasja keinen Sohn hat, wird nach seinem Tod sein Bruder Joram der neue König von Israel (2. Kö 1). 
  2.  Auch der jüngste Sohn von Joram, dem König von Juda, und von Atalja, der Tochter von Ahab und Omris Enkeltochter (das ist in 2. Kö 8,26 mit Tochter gemeint) heißt Ahasja. In 2. Chr 21,17 heißt er mit Umstellung der beiden Namensbestandteile Joahas. Seine älteren Brüder waren beim Einfall der Araber und Philister ums Leben gekommen (2. Chr 22,1). In seiner nur einjährigen Regierungszeit (845 v.Chr.) steht er völlig unter dem Einfluss seiner Mutter und seiner Verwandten aus dem Geschlecht Ahabs (V. 2-5). Mit Joram von Israel, der bei Ramot in Gilead verwundet wurde, kämpft Ahasja dort gegen die Syrer. Als er danach seinen verwundeten Onkel Joram in Jesreel besucht, werden beide von Jehu erschlagen, der das Gericht des Herrn über Ahabs Haus vollzieht (2. Kö 8,28.29; 9,24.27). Dabei finden auch 42 judäische Prinzen und Neffen Ahasjas den Tod (2. Kö 10,12-14; 2. Chr 22,8). Die übrigen Verwandten und Söhne von Ahasja lässt seine Mutter Atalja töten, um ihre Herrschaft zu sichern. Nur seinen kleinenSohn Joasch kann Ahasjas Schwester retten (2. Kö 11,1-3).

Der Name bezeichnet mehrere Männer im Alten Testament, von denen der Prophet der bekannteste ist. Sein Charakter erfüllt vollkommen, was der Name aussagt: Mein Gott ist Jahwe.

  1. Über den Propheten Elia wird vor allem in 1. Kö 17 bis 2. Kö 2 berichtet. Seine Lebensgeschichte liest sich als eine der spannendsten Biografien der Bibel. Elia kommt aus Tischbe in Gilead (1. Kö 17,1) und lebt und wirkt zur Zeit König Ahabs von Israel (871-852 v.Chr.). Ahab, durch seine Frau Isebel zum Baalsdienst verleitet, hatte kein Leben geführt, das Gott besonders gut gefiel: Er errichtete einen Tempel und Altar des Baal in Samaria und ein Ascherabild (1. Kö 16,31-33), ließ die Altäre des Herrn zerstören und seine Propheten ausrotten (1. Kö 19,10) und verhalf dem heidnischen Götzendienst dazu, sich in Israel durchzusetzen. Seine Antwort darauf lässt Gott durch Elia verkünden: Eine jahrelange Dürre steht bevor, die erst auf das Wort des Propheten enden soll (1. Kö 17,1). Auf Gottes Anweisung hin versteckt sich Elia am Bach Krit, einem kleinen Nebenfluss des Jordan, östlich zwischen dem See Genezareth und dem Toten
    Meer. Dort findet Elia Wasser, und Raben versorgen ihn mit Brot und Fleisch, bis der Bach versiegt (1. Kö 17,2-7). Nun schickt ihn der Herr weiter nach Zarpat, auch Sarepta genannt, an der Mittelmeerküste zwischen Tyrus und Sidon zu einer Witwe, die noch einen geringen Vorrat von Mehl und Öl hat, den Gott bis zum Ende der Dürre nicht ausgehen lässt. Als ihr Sohn stirbt, erweckt ihn Elia wieder zum Leben. Im dritten Jahr der Trockenheit ist die Hungersnot in Samaria so groß geworden, dass der König selber mit seinem Hofmeister das Land durchzieht, um Futter für Maultiere und Pferde, also für die Reit- und Zugtiere der Streitwagen, zu suchen (vgl. Lk 4,25; Jak [[3]],17). Als Gott beschließt, es wieder regnen zu lassen, schickt er Elia zu Ahab und lässt alle Propheten des Baal und der Aschera auf dem BergKarmel versammeln. Elia fordert das Volk auf, sich endlich zwischen Baal und dem Herrn für den einzig wahren Gott zu entscheiden, und es kommt zu einer sehr eindrucksvollen Demonstration von Gottes Größe: Die Propheten Baals packen einen Stier auf einen Holzstoß, tanzen um ihn herum und warten darauf, dass Baal Feuer vom Himmel schickt, um das Opfer anzuzünden. Elia hat dafür nur ironische Sprüche parat: »Ruft laut! Er ist in Gedanken oder schläft vielleicht« – und zeigt ihnen dann, wer der wahre Gott ist. Aus zwölf Steinen – für jeden Stamm einen – baut er einen Altar, legt seinen Stier darauf und lässt alles noch kräftig mit Wasser übergießen. Mit den Worten »Erhöre mich, Herr, damit dies Volk erkennt, dass du, Herr, Gott bist« bittet er um Feuer und erreicht sein Ziel: Das Volk bekennt sich zu Gott, und Elia tötet die Propheten Baals, nicht als Akt der Rache oder des Fanatismus, sondern nach uraltem Recht, demzufolge auf jeder Form der Abkehr von Jahwe die Todesstrafe stand (2. Mo 22,19; 5. Mo 13,7-12). Aber Isebel ist wütend, und Elia flieht über Beerscheba hinaus in die Wüste, wo ihm der Herr in einem stillen, sanften Säuseln begegnet und aufträgt, Elisa zu seinem Nachfolger, Hasael zum künftigen König von Aram und Jehu zum künftigen König von Israel zu salben (1Kön 19). Die erste Aufgabe erledigt er, die anderen überlässt er Elisa.
    Später schickt Gott ihn noch einmal zu Ahab. Ahab hatte einen Mann namens Nabot um dessen nahe des Palastes gelegenen Weinberg gebeten, aber Nabot hatte sich geweigert, ihn Ahab zu überlassen. Als Isebel davon hörte, veranlasste sie, Nabot töten zu lassen, und Ahab hinderte sie nicht daran. Er übernimmt den Weinberg und trifft dort Elia, der ihm und allen seinen Nachkommen den Tod ankündigt. Doch Gott lässt sich von Ahabs Buße erweichen und schiebt die Strafe für seinen Sohn auf. Als Ahab und Isebel sterben, wird es aber dennoch als Erfüllung dieser Ankündigung betrachtet (1. Kö 21,17-29; 22,38; 2. Kö 9,36.37). Wie für Ahab, so ist Elia auch für dessen Sohn und Schwiegersohn der Prophet, der Gottes Gericht ankündigt: Ahasja erkrankt schwer und schickt Boten, die den Baal Sebub von Ekron befragen sollen, ob er wieder gesund wird. Elia hält die Boten auf und teilt dem König mit, dass er nicht mehr gesund werden wird, weil er den Götzen befragen wollte (2. Kö 1,2-17). Den König Joram von Juda, den Sohn Joschafats und Mann der Atalja, erreicht noch lange nach dem Erdenleben Elias eine schriftliche Gerichtsweissagung des Propheten für seinen Götzendienst und den Mord an seinen Brüdern, den er inzwischen begangen hatte (2. Chr 21,1.6.12-15).
    Auf dem allerletzten Weg wird Elia von Elisa von Gilgal über Bethel und Jericho bis zum Jordan, den Elia mit seinem Mantel teilen kann, und auf das andere Ufer begleitet. Sie wissen beide, ebenso wie die Prophetenjünger, um Elias bevorstehende Entrückung. Elia stellt seinem Nachfolger noch eine Bitte frei, und Elisa erbittet sich zwei Anteile von Elias Geist, wahrscheinlich Bezug nehmend auf den Anteil eines Erstgeborenen, der doppelt so groß war wie der Anteil der anderen Brüder. Ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden trennt die beiden und nimmt Elia hinweg. Elisa sieht es und weiß seine Bitte erfüllt, die sich darin bestätigt, dass auch er den Jordan teilen kann (2. Kö 2,1-18). Das Wirken Elias fällt in den Beginn der Auseinandersetzung zwischen dem Baalskult und dem Dienst des Herrn im Volk Israel. Das Wirken dieses Mannes Gottes ist immer wieder durch überraschende Auftritte gekennzeichnet, die durch sein Vertrauen auf Gott sehr wirkungsvoll sind. Nach Mal 3,23f soll er auch vor dem großen und schrecklichen Tag des Herrn noch einmal wiederkommen und als Gerichtsbote zugleich die letzte Gnadenzeit Gottes ankündigen. Auf diese Stelle bezieht sich die Eliaerwartung zur Zeit Jesu, die auch bei der Frage nach Jesu Bedeutung eine Rolle spielt (Mt 16,14; Mk 6,15), sich aber zuerst an Johannes den Täufer heftet, der in seinem Auftreten bis in die äußere Kleidung hinein an Elia erinnert (vgl. 2Kön 1,8; Mt 3,4). Er selber hat zwar von sich gewiesen, Elia zu sein (Joh 1,21), aber die Botschaft des Engels (Lk 1,17) und die Aussagen Jesu (Mt 11,14; 17,10-13) bestätigen, dass Johannes der geweissagte »zukünftige« Elia ist. Als Jesus am Kreuz Ps 22,2 zitiert: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?, glauben die, die um das Kreuz herumstehen, er rufe nach Elia (Mk 15,34-36). Das Neue Testament nimmt auch in anderen Stellen noch auf Elia und seine Wunder Bezug: auf sein Gebet, auf die Dürre, deren Dauer zweimal mit 3 Jahren angegeben wird, auf die Witwe in Sarepta (Lk 4,25.26; Jak 5,17.18), auf das Feuer vom Himmel (Lk 9,54; vgl. 2. Kö 1,10-12) und auf die Verzweiflung des Propheten (Röm 11,2-4). Elia und Mose, der Prophet und der Gesetzgeber, erscheinen Jesus bei seiner Verklärung (Mk 9,4.5), und bei den beiden Zeugen, deren Kommen in Offb 11,5.6 angekündigt wird, könnte es sich ebenfalls um Elia und Mose handeln. 
  2. Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, ein Sohn Jerohams, der in Jerusalem wohnte (1. Chr 8,27).
  3. Ein Priester aus dem Geschlecht Harim und ein anderer Israelit, die eine heidnische Frau genommen hatten und sie fortschickten, als sie erkannten, dass sie damit gegen Gottes Gebot verstoßen hatten (Esra 10,21.26).

bedeutet Jahwe hat gerichtet und bezeichnet einen König von Juda sowie fünf weitere Männer im Alten Testament.

  1. Einer von Davids Helden, ein Mitniter (1. Chr 11,43).
  2. Ein Kanzler unter David und Salomo. Sein Vater hieß Ahilud (2. Sam 8,16; 20,24; 1. Kö 4,3).
  3. Ein Priester zur Zeit Davids (1. Chr 15,24).
  4. Einer von Salomos Beamten in Issachar. Er war der Sohn Paruachs (1. Kö 4,17).
  5. Der Sohn und Nachfolger Asas als vierter König von Juda, der ungefähr von 873-849 v.Chr. regierte. Bei der Erkrankung seines Vaters wurde er zunächst mit 35 Jahren Mitregent und später König (1. Kö 22, 1-51; 2. Kö 3; 2. Chr 17,1-21,1). Das Urteil der Schrift über ihn lautet sehr günstig: Joschafat handelte wie sein Vater Asa und tat, was dem Herrn wohlgefiel. Er vernichtete die heidnischen Höhenheiligtümer, beseitigte die Ascherabilder und vertrieb den Rest der männlichen Prostituierten, die im Dienst der Fruchtbarkeitsgöttin standen (1. Kö 22,43.47; 2. Chr 17,6). Außerdem stellte er Wanderlehrer zur Verfügung, die das Gesetz Moses predigten (2. Chr 17,7-9). Er gestaltete das Rechtssystem neu, indem er in  Städten mit Schlüsselpositionen Richter ernannte und ein Appellationsgericht in Jerusalem einrichtete (2. Chr 19,4-11).
    Im Gegensatz zu seinem Vater Asa suchte Joschafat Frieden und Freundschaft mit dem Bruderreich der 10 Stämme. Dass er sich aber mit dem israelitischen Königshaus verschwägerte – sein Sohn Joram heiratete Atalja, die Tochter von Ahab und Isebel –, brachte nach seinem Tod viel Unglück über Juda. Joschafat nahm an Ahabs Zug gegen Ramot in Gilead teil, auf dem Ahab fiel und er selbst in Lebensgefahr geriet. Bei seiner Rückkehr nach Jerusalem tadelte ihn der Seher Jehu, der Sohn Hananis, wegen der Hilfe, die er dem gottlosen Ahab geleistet hatte (2. Chr 19,1-3). Die Edomiter blieben während seiner Regierung der Oberherrschaft Judas unterworfen (1Kön 22,48). Mit Ahasja, Ahabs Sohn, begann Joschafat ein gemeinsames Flottenunternehmen, das aber missglückte (V. 49; 2. Chr 20,36.37). Mit Joram, dem Bruder und Nachfolger Ahasjas, und dem König (d.h. wohl judäischen Statthalter) von Edom zog er gegen Moab. Nur um Joschafats willen (2. Kö 3,14), der auch sonst den Rat der Propheten suchte (1. Kön 22,5.7), erlangten sie die Hilfe Elisas. Wahrscheinlich zur Vergeltung für Joschafats Beteiligung am Angriff auf Moab fielen die Moabiter, Ammoniter und Mëuniter in Juda ein. Aber auf sein Gebet hin und das Danken und Loben der Sänger, die vor dem Heer auszogen, ließ der Herr einen Streit im feindlichen Heer ausbrechen. Die Gegner vernichteten sich gegenseitig, und Juda triumphierte ohne Kampf und machte große Beute. Danach nannte man den Schlachtort Lobetal. Seitdem hatte das Reich Joschafats Ruhe (2Chr 20,1-30). Sein Sohn Joram, den er schon zum Mitregenten eingesetzt hatte, folgte ihm in der Herrschaft.
  6. Ein Sohn Nimschis und der Vater König Jehus von Israel (2. Kö 9,2.14).

Zwei Männer mit diesem Namen, der Vaters Bruder, d.h. ganz der Vater bedeutet, sind im Alten Testament genannt:

  • Der Sohn und Nachfolger von König Omri von Israel, der Begründer der Dynastie. Seine Regierungszeit (874-852 v.Chr.) ist gekennzeichnet durch religiöse Kämpfe im Innern und das erfolgreiche außenpolitische Ringen um die
    Vormachtstellung Israels in Palästina und Aram.
    Durch seine Frau Isebel, die tatkräftige Tochter des Königs Etbaal von Sidon, wird Ahab zum Baalsdienst hinübergezogen. Die Stierbilder Jerobeams sollten in erster Linie nur den Tempeldienst in Jerusalem ersetzen (1. Kön 12,27.[[[[6]]]]) und waren auch nicht als Ersatz für den Jahwe-Glauben gedacht, sondern sozusagen als seine Throne. Unter Ahab wird nun ganz offiziell die Verehrung fremder Götter in Israel eingeführt; das bedeutet den Kampf zwischen Baal und Jahwe. Die Königin Isebel ist die treibende Kraft der Anhänger Baals, ihr Gegner ist der Prophet Elia. Zwischen ihnen steht Ahab, und es ist auffällig, dass die Namen seiner drei Kinder, die wir kennen, alle mit dem Namen Jahwe zusammengesetzt sind: Ahasja, Joram, Atalja. Aber seine Frau gewinnt immer wieder Macht über ihn zum Bösen. Ahab errichtet in Samaria einen Baalstempel und -altar und ein Bild der Aschera (1. Kö [[3]],31-33); die Altäre des Herrn werden zerstört, seine Propheten ausgerottet bis auf 100, die der Hofmeister Obadja retten kann (1. Kö 18,4; 19,10). Dafür treiben nun 450 Priester und Propheten des Baal und 400 der Aschera in Israel ihr Unwesen (1. Kö 18,19). Auf den in Samaria ausgegrabenen Elfenbeintäfelchen aus Ahabs Palast (1. Kö 22,39) finden sich Darstellungen ausländischer Gottheiten.
    Der Herr antwortet auf die Verehrung der Fruchtbarkeitsgötter mit einer jahrelangen Dürre und Hungersnot, die Elia angekündigt hatte (1. Kö 17,1). Ehe es wieder regnet, erhält der Prophet den Auftrag, die Priester des Baal und der Aschera zu einem öffentlichen Gottesurteil auf dem Berg Karmel herauszufordern, was Ahab zugesteht. Baal schweigt, aber herabfallendes Feuer verzehrt das für den Herrn bereitete Brandopfer. Daraufhin tötet Elia die Propheten Baals (1. Kö 18), nicht als Akt der Rache oder des Fanatismus, sondern nach uraltem Recht, demzufolge auf jeder Form des Abfalls von Jahwe die Todesstrafe steht (2. Mo 22,19; 5. Mo 13,7-12).
    Ahab scheint betroffen, doch Isebel beugt sich nicht. Sie droht Elia mit dem Tode, sodass er flieht. Am Berg Horeb beauftragt ihn der Herr, die zu berufen, die sein Gericht über Ahab und Isebel vollziehen sollen: Hasaël zum König von Aram, Jehu zum König von Israel, Elisa zum Propheten und zu seinem Nachfolger (1. Kö 19; die ersten beiden Salbungen nimmt erst Elisa vor, 2. Kö 8,13; 9,2.3). Nach dem Justizmord an Nabot tritt Elia Ahab noch einmal entgegen und verkündet ihm das Urteil Gottes über das Königspaar und das Ende seines Geschlechtes. Als Ahab daraufhin Buße tut, verschiebt der Herr die Vollstreckung bis in die Zeit seines Sohnes (1. Kö 21).
    Bei der Einführung des Baalsdienstes mag die politische Verbindung mit Tyrus und Sidon eine Rolle gespielt haben. Der Wiederaufbau Jerichos (1. Kö 16,34) unter Ahabs Regierung diente der Grenzsicherung gegen Moab. Beides richtet sich gegen den Herrn, scheint aber politisch notwendig als Flankendeckung im Hinblick auf den Kampf um die Vormachtstellung, den Ahab mit dem aramäischen König Ben-Hadad führt. Diese Vorsorge bewahrt Ahab jedoch nicht vor der drohenden Niederlage beim Einfall Ben-Hadads. Er verdankt die entscheidenden Siege, die er bei der Belagerung Samarias und im folgenden Jahr in offener Feldschlacht bei Afek gegen die aramäische Übermacht erringt, nicht der eigenen Stärke, sondern der Hilfe des Herrn und den Weisungen eines Propheten (dessen Name nicht genannt wird). Aber Ahab gibt den Erfolg wieder preis, indem er sich gegen den Willen des Herrn verleiten lässt, mit dem geschlagenen Ben-Hadad einen Vertrag zu schließen (1. Kö 20). Im Jahre 853 v.Chr. tritt Ahab gemeinsam mit anderen Königen in der Schlacht bei Qarqar am Orontes, nördlich von Hamat, dem vordringenden Assyrer Salmanassar entgegen. Nach assyrischen Angaben war Ahab mit 2000 Streitwagen und 10 000 Mann Fußvolk zum Heer der Verbündeten gestoßen, während die Aramäer nur 1200 Wagen stellen konnten. Die Schlacht verlief unentschieden, und die Assyrer zogen sich zurück.
    Nach dreijährigem Frieden und dem gemeinsamen Kampf gegen die Assyrer nimmt Ahab jedoch seinen Streit mit dem König von Damaskus sofort wieder auf. Zusammen mit Joschafat von Juda, dessen Sohn Joram Ahabs Tochter Atalja zur Frau hatte, versucht er, Ramot in Gilead zu erobern. Die Warnung des Propheten Micha hat ihn nicht abhalten können; nur zieht er vorsichtshalber verkleidet in den Kampf. Doch das schützt ihn nicht; er wird verwundet und stirbt. Man bringt ihn nach Samaria und begräbt ihn dort. Als sein Wagen abgewaschen wird, lecken die Hunde sein Blut (1. Kö 22,1-38) – das Wort Elias hatte sich erfüllt (1. Kö 21,19).
    Ahabs Verhängnis ist seine Frau Isebel, die den sehr gefühlsbestimmten König zum Abfall von Gott, zu Unrecht und Gewalttat verleitet. Alle seine politischen Erfolge, die auch nur vorübergehend sind, können sein dunkles Bild nicht aufhellen. Er zerbricht am Herrn. Nur Gottes Barmherzigkeit schont ihn zu Lebzeiten vor dem Gericht, das nach seinem Tode nicht mehr abzuwenden ist.
  • Ein falscher Prophet unter den verbannten Juden in Babylon, der Sohn Kolajas. Jeremia weissagt seine Hinrichtungdurch den babylonischen König (Jer 29,21-23).

Omri
Dreimal wird der Name Omri im ersten Buch der Chronik erwähnt. Der bekannteste Vertreter dieses Namens ist jedoch der im Buch der Könige erwähnte Herrscher über das Nordreich Israel.

  1. Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, dessen Vater Becher hieß (1. Chr 7,[[2]]).
  2. Ein Judäer aus dem Geschlecht des Perez (1. Chr 9,4).
  3. Ein Fürst des Stammes Issachar zur Zeit Davids. Sein Vater hieß Michael (1. Chr 27,18).
  4. Ein König von Israel, der 882-871 v.Chr. regierte und von dem in 1. Kö 16,15-28 berichtet wird. Ungewöhnlich an diesem sechsten König des Nordreiches ist die Art, wie er auf den Thron kam: Zwei Jahre lang hatte König Ela über Israel regiert, als er von Simri, einem der Heerführer, in Tirza ermordet wurde. Doch als das Volk von diesem Mord hörte, akzeptierte es nicht ohne weiteres Simri auf dem Thron, sondern krönte seinen Feldhauptmann Omri zum König, was Simri nach nur siebentägiger Herrschaft in den Selbstmord trieb. Doch auch jetzt war der Herrscher nicht unumstritten: Nur ein Teil des Volkes stand auf Omris Seite, der andere Teil machte einen Mann namens Tibni zumKönig, der bis zu seinem Tod 878 v.Chr. als Gegenkönig regierte. Aus Omris anschließender alleiniger Regierungszeit wird uns nur eine einzige Handlung berichtet: Vermutlich kurz nach Tibnis Tod kaufte Omri den Berg Samaria von einem gewissen Semer, nach dem auch die Stadt Samaria benannt wurde, die Omri dort baute. Der Platz für die Stadt war offensichtlich meisterhaft ausgewählt, denn in der folgenden Geschichte des Nordreiches zeigte sich, wie schwer sie zu erobern war.
    Viel wissen wir damit nicht über Omris Herrschaft. Und auch die Chronik der Könige Israels, auf die in 1. Könige 16,28 verwiesen wird und in der Omris Regierungszeit weiter beschrieben sein soll, ist uns nicht erhalten. Aber dennoch war er offensichtlich ein berühmter König: In assyrischen Inschriften werden die zehn Stämme immer als das Haus Omris bezeichnet. Und sogar Jehu, jener König, der von dem Propheten Elisa gesalbt wurde, wird dort ein Sohn Omris genannt. Der biblische Bericht aber hat kein gutes Urteil über ihn – im Gegenteil: Omri trieb es ärger als alle, die vor ihm gewesen waren (1. Kö 16,25), und es wird erwähnt, dass er den Götzendienst weiterführte, mit dem Israel schon unter Jerobeam I. Gott zornig gemacht hatte. Auch in Mi 6,16 wird Omri noch einmal als negatives Beispiel erwähnt. Omri wurde in Samaria begraben, und sein Sohn Ahab, der die tyrische Königstochter Isebel heiratete, wurde sein Nachfolger.

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist