war Statthalter, Reformer und Mundschenk am persischen Königshof unter Artahsasta. Sein  Bericht und einige Listen sind in dem  nach ihm benannten Buch  des Alten Testamentes erhalten.

[[[[[[6]]]]]], der Sohn Hachaljas (Neh 1,1), wurde 445 v.Chr. auf begrenzte Zeit als persischer  Statthalter nach Judäa gesandt  und erhielt die notwendigen Vollmachten, um die Stadtmauer Jerusalems wieder aufzubauen (Neh 2,5-9). Dort trifft  er Esra, der schon  458 v.Chr. zurückgekehrt ist. Mit königlicher Unterstützung, ausgezeichnetem Organisationstalent und ungewöhnlicher Energie gelingt es Nehemia,  die Mauer in 52 Tagen wiederherzustellen  (Neh 6,15). Daran schließt sich die Vollendung der geistlichen Reform durch Esra an,  die in der Erneuerung des Bundes ihren  Ausdruck findet (Neh 9-10). All das  geschieht innerhalb des  ersten Jahres der Statthalterschaft  Nehemias. Von seiner weiteren Tätigkeit hören wir nur noch, dass er nach 12 Jahren am  persischen Hof Bericht erstattet, dann aber  wieder nach Jerusalem zurückkehrt (Neh 13,6.[[3]]) und hier inzwischen  eingerissene Missstände beseitigt (V. 4ff). Wann  Nehemia gestorben ist, wissen wir nicht.

Das Buch Nehemia enthält  zum großen Teil Nehemias eigene Aufzeichnungen in Ich-Form (Neh 1,1-7,5; 12,27-43; 13), dazu kommen Listen und Verzeichnisse (Neh 7,6-73; 11,1-12,26)  und der Bericht von der Verlesung des  Gesetzes und dem Bundesschluss  (Neh 8-10). Die Liste in Neh 7,6ff hat Nehemia selber seinen Aufzeichnungen beigefügt (V. 5), bei den  übrigen Abschnitten ist das  nicht ausdrücklich gesagt, aber doch möglich. Wir hätten die Abfassung des Buches dann etwa zwischen 430 und 420 v.Chr.  anzusetzen. Dabei erscheint Neh 12,22.13 dann als späterer Nachtrag, da diese Worte auf die Zeit  nach Nehemia Bezug nehmen. Vielfach wird  aber auch angenommen, dass die Bücher Esra  und Nehemia ihre endgültige Form durch  den Verfasser bzw. Herausgeber der Chronikbücher erhalten  haben, mit denen sie ein inhaltliches  Ganzes bilden. Andere  Forscher gehen davon aus,  dass auch die Chronikbücher überarbeitet wurden oder sogar als nachträgliche Einleitung zum abgeschlossenen Werk Esra-Nehemia  angesehen werden können.

Der Name Nehemia  bedeutet Der Herr hat getröstet.

Ein  Sohn Hammedatas. Der Perserkönig Ahasveros hatte ihn zum höchsten Regierungsbeamten bestimmt, vor dem das ganze Volk niederknien  muss (Est 3,1). Als  der Jude Mordechai und Adoptivvater von Königin Esther sich weigert, provoziert er damit Hamans Hass  auf das ganze Volk  der Juden und ihre Verfolgung. [[2]] lädt den König und Haman zu einem Essen ein  und bittet um Frieden für ihr  Volk. Diese Bitte wird ihr gewährt und  Haman an dem Galgen erhängt, den  er eigentlich für Mordechai errichtet hatte (Est  7,10; 9,7-20).

ist die  Nichte und Adoptivtochter des Juden [[[[6]]]]. Als der persische König [[3]], der 485-465 v.Chr. regierte,  seine Frau Vasti verstößt, lässt er  alle schönen Frauen des Landes zusammenkommen, um  darunter die neue Königin auszusuchen. Seine  Wahl fällt auf [[1]], die zunächst ihre  Herkunft verschweigt. Ahasveros bestimmt außerdem einen  Mann namens Haman  zum Fürsten über das  Land, den alle verehren – außer einem: Mordekai. Wütend darüber erfährt Haman, dass Mordechai Jude  ist, und bestimmt die Verfolgung aller  Juden. Mordechai bittet Esther um Hilfe für ihr Volk,  und sie beweist Mut: Unter Todesstrafe  ist es selbst für sie als Königin verboten, ungerufen  vor den König zu treten. Doch Esther wagt es und als Zeichen, dass der König einverstanden ist, streckt er ihr  sein goldenes Zepter entgegen. Esther lädt ihn  und Haman zu einem  gemeinsamen Mahl ein und bittet dabei um Frieden für ihr Volk. Ahasveros stimmt dem zu und lässt  Haman an dem Galgen  erhängen, den dieser eigentlich für Mordechai aufgestellt hatte. Reitende Boten des Königs verbreiten eilends die  Nachricht, dass die Judenverfolgung  beendet wurde, und große Feste werden gefeiert. Noch heute erinnern sich die Juden mit dem  Purimfest an ihre Rettung durch Esther.  

Esther ist ein persischer Name und bedeutet  vermutlich entweder »Jungfrau« oder »Stern«, ihr  hebräischer Name ist Hadassa (vgl Est 2,79,31).

Der Name  könnte von der babylonischen Hauptgottheit Marduk abgeleitet  sein.

  1. Ein Israelit, der  mit Serubbabel aus der Verbannung zurückkehrte ([[[[2]]]] 2,2; Neh [[3]],7).
  2. Ein Mann aus dem Stamm Benjamin, der  zur Zeit des Königs  Ahasveros (Xerxes) in der Verbannung in der persischen Hauptstadt Susa lebte. Er hatte die verwaiste  Tochter seines Onkels, Hadassa  oder Ester, als seine  Tochter angenommen (Est 2,5-7). Nachdem Ester von Ahasveros zur Königin gemacht  worden war, hatte er sich geweigert,  Haman, einen mächtigen Mann des Landes, zu  verehren. Dieser hatte daraufhin die Ausrottung  der Juden angeordnet, und Morchechai bat Ester  inständig, diese Verfolgung beenden zu helfen.  Ester trat unter  Lebensgefahr beim König für  ihr Volk ein und bewirkte den Sturz Hamans. An dessen Stelle wurde Mordechai der höchste  Regierungsbeamte des Perserkönigs (Est 8,2; 10,3).

Mehrere Herrscher tragen diesen  persischen Namen, der Besitzer des Guten  bedeutet.

  1. Darius der Meder (Dan 6,1; 9,1), der Sohn  des Ahasveros (Xerxes), übernimmt nach dem Tode Belsazars (5,30; 6,1) und der Eroberung Babylons durch die Armee des [[2]] die  Herrschaft über das Reich der Chaldäer. Er  setzt für sein Herrschaftsgebiet  120 Satrapen (Statthalter) unter drei Fürsten ein, von denen einer [[3]] war (Dan 6,2f). Durch eine Falle  seiner Beamten muss er  diesen in die Löwengrube werfen lassen, obwohl er ihn eigentlich sehr schätzt (Dan 6). Im  ersten Jahr seiner Regierung  (539 v.Chr.) erhält Daniel eine Offenbarung über das Schicksal seines Volkes (Dan 9,20-27). Der Geschichtsschreiber  Josephus berichtet (Ant. Jud. 1,249), dass  Daniel von Darius nach Medien versetzt wird.  Da Darius der Meder außerhalb des  Buches Daniel nicht erwähnt wurde und die  zeitgenössischen Keilschrifttexte keinen babylonischen König zwischen  Nabonidus (und Belsazar)  und der Machtübernahme des  Kyrus erwähnen, wurde die Historizität Darius’ geleugnet und der alttestamentliche Bericht über seine Herrschaft für  eine Verschmelzung verworrener Traditionen gehalten. Andererseits  besitzt die Schilderung alle Merkmale einer echten Geschichtsschreibung. Dass  aus jener Zeit nur wenige historische  Berichte erhalten sind, ist kein Grund, diesen Bericht nicht  anzuerkennen. Man hat mehrfach versucht, Darius mit in babylonischen Texten genannten Personen gleichzusetzen. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass doch Kyrus  gemeint ist, der mit den Medern verwandt  war und »König der  Meder« genannt wurde. Man weiß, dass er etwa 62 Jahre alt war, als er König von Babylon  wurde. Nach den Inschriften  berief er viele untergeordnete Beamte, und Dokumente wurden nach seinen Regierungsjahren datiert. Dan 6,29 müsste  dann übersetzt werden: … im Königreich des Darius, das heißt im Königreich des Kyrus von Persien und wäre als  Erklärung des Schreibers für den Gebrauch von  Quellen zu verstehen, die zwei Namen für  eine Person verwenden.
  2. Darius I. der  Große (Hystaspes, 522-486 v.Chr.) ist der Thronfolger  von Kambyses, dem Sohn des Kyrus,  und stellt die  Macht des persischen Reiches  wieder her, nachdem er einen anderen angeblichen Kyrussohn besiegt hatte. Er stammt aus der persischen  Königsfamilie und hat eine Tochter des  Kyrus zur Frau. Ihr Sohn Ahasveros (Xerxes I.) wird  auch sein Nachfolger. Zu Anfang seiner Regierung  scheint das von Kyrus zusammengeschlossene Perserreich durch Aufstände in  allen wichtigen Provinzen wie Elam, Babylon, Persien, Medien, Assyrien, Armenien, die Darius selber in seiner großen Felsinschrift von Behistun aufzählt,  auseinanderzubrechen. Innerhalb von sechs Jahren gelingt es  ihm jedoch, alle Empörungen  niederzuschlagen, und so ist um 515 v.Chr. das ganze Reich wieder fest in seiner Hand. Danach beendet Darius  die verschiedenen Regierungsformen, die  sich bei den unterworfenen Völkern noch erhalten hatten, und teilt das gesamte Reich in einheitliche  Verwaltungsbezirke, sogenannte Satrapien auf,  in denen jeweils ein persischer Statthalter, der Satrap, die Regierungsgewalt ausübt und dem auch eine  entsprechende Heeresabteilung zur Verfügung steht (vgl.  Dan 6,2). Das ganze Reichsgebiet wird durch  königliche Straßen und Postlinien in direkte  Verbindung mit dem Hof in den Hauptstädten  Susa und Persepolis gebracht. Auch Judäa  wird dabei zu  einer kleinen Provinz der  fünften Satrapie, in der die persische Verwaltung die letzte Entscheidung in allen zivilen und auch  religiösen Fragen zu fällen hatte. Als die  Juden im zweiten Jahr des Darius auf die Weissagungen  des Haggai und Sacharja hin den  stecken gebliebenen Tempelbau fortzusetzen beginnen, fragt der persische Statthalter  Tattenai nach der Erlaubnis dazu und schreibt an den König, wie es sich mit ihrer Berufung auf den Befehl des  Kyrus verhalte (Esra 5; Hag 1,1.15; Sach  1,1). Darius lässt Nachforschungen  anstellen, und die entsprechende Urkunde findet sich tatsächlich im königlichen Archiv in Achmeta (Ekbatana). Er bestätigt daraufhin  den Erlass des Kyrus,  stellt den Juden die Mittel zum Bau und zum fürbittenden Opfer für den persischen König  aus den königlichen Einkünften  zur Verfügung und verpflichtet seine Beamten zu jeder Unterstützung. Dank seiner Hilfe kann der Neubau  des Tempels im sechsten Jahr des  Darius, 515 v.Chr., eingeweiht werden (Esra 6,1-18).
  3. Darius der Perser (Neh 12,22) ist  wohl Darius II. Nothus. Während seiner Regierungszeit  von 424-404 v.Chr. ist Jaddua Hoher  Priester. Ein weiterer  Darius ist der letzte  Perserkönig Darius III. Codomannus (336-331 v.Chr.). Alexander der Große schlägt ihn bei Issus (333 v.Chr.)  und bei Arbela (331 v. Chr.) und  erobert sein Reich.

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist