Als in den Wirren nach dem Tod König Jerobeams II. der Verschwörer Schallum den neuen König von Israel, Sacharja, getötet hatte, kam Menahem, der Sohn Gadis, von Tirza nach Samaria, erschlug Schallum und wurde selber König von Israel (747-738 v.Chr.). Die Stadt Tifsach, die ihm die Anerkennung versagte, eroberte und strafte er grausam. Er setzte die Verehrung der Stierbilder Jerobeams fort, und die Bibel urteilt, dass er »tat, was dem Herrn missfiel«. Beim Einfall der Assyrer unter Pul oder Tiglat-Pileser III. zahlte Menahem 1000 Zentner Silber Tribut. Er brachte die Summe dadurch auf, dass er von allen reichen Leuten 50 Silberstücke (RevEB: Schekel) pro Kopf (nach damaligen assyrischen Preisen der Wert eines Sklaven) einzog; danach müssen rund 60 000 Israeliten diese Abgabe haben
aufbringen können. Nach zehnjähriger Herrschaft folgte ihm sein Sohn Pekachja auf den Thron (2. Kö 15,14-22). 

Menahem bedeutet Tröster, Trost.

ist ein gebräuchlicher Name im Alten Testament, der hier neun Männern zugeordnet wird.

  1. Ein Sohn des Simeoniten Saul (1. Chr 4,[[2]].25).
  2. Ein Sohn Sismais und Vater Jekamjas (1. Chr 2,40.41). Er gehörte zum Stamm Juda.
  3. Der Oberste der levitischen Torhüter und Sohn Kores aus dem Geschlecht der Korachiter (1. Chr 9,17-19.31). Der in Jer 35,4 genannte Maaseja stammt wohl von ihm ab. Seine Nachkommen kehrten unter Serubbabel aus der Verbannung zurück (Esra 2,42; Neh 7,45).
  4. Ein Sohn des Jabesch. Er stiftete eine Verschwörung gegen König Secharja von Israel an, erschlug ihn vor dem Volk und wurde an seiner Stelle König (2. Kö 15,10). Nachdem Schallum einen Monat lang in Samaria regiert hatte, wurde er von Menahem getötet (747 v.Chr.), der ihm als König folgte (V. 13-15).
  5. Der Vater des Ephraimiters Jehiskija zur Zeit Pekachs (2. Chr 28,12). 
  6. Ein Hoher Priester, Sohn Zadoks und Vater Hilkijas (1. Chr 5,38.39; Esra 7,1.2). In 1. Chr 9,11 und in Neh 11,11 wird er Meschullam genannt.
  7. Der Sohn Tikwas und Mann der Prophetin Hulda zur Zeit des Königs Josia (2. Kö [[3]],14; 2. Chr 34,22). Er war Kleiderverwalter, ob im Königspalast oder für die Priesterkleidung im Tempel, ist unbekannt. 
  8. Ein Onkel des Propheten Jeremia und Vater von Hanamel (Jer 32,7.8).
  9. Der Sohn und Nachfolger König Josias (1Chr 3,15; Jer 22,10-12), der wohl bei seiner Thronbesteigung den Namen Joahas annahm.

Mehrere Männer hießen zur Zeit des Alten Testaments Usija, der bekannteste von ihnen war 787-736 v.Chr. König von Juda. Ussija heißt übersetzt Jahwe ist meine Stärke.

  1. Der Sohn von König Amazja und zehnte Regent des Südreiches wird sowohl Usija als auch Asarja genannt, beide Namen sind offensichtlich austauschbar und haben auch die gleiche Bedeutung.
    Ussija bestieg schon als Teenager den Thron, regierte zu Beginn aber wohl mit seinem Vater zusammen. Das Urteil der Bibel sieht überwiegend günstig für ihn aus: Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja getan hatte. Er bekam von Sacharja Unterricht, der ihm beibrachte, Gott zu suchen, und solange er das tat, ließ Gott seine Pläne gelingen. Seine Herrschaft wirkte sich gut auf den Wohlstand des Landes aus: Er erweiterte die Grenzen, erlangte die Kontrolle über Elat am Roten Meer, dessen Hafen er ausbaute, und war erfolgreich in Feldzügen gegen die Philister, Araber und Ammoniter. Zur inneren Sicherheit verstärkte er die Befestigungen Jerusalems, organisierte das Heer neu und rüstete es mit den modernsten Waffen aus (2Chr [[2]]). So bedeutend und mächtig geworden, überschätzte er seine Befugnisse: Obwohl dies allein Aufgabe der Priester war, machte er sich auf, um im Haus des Herrn auf dem Räucheraltar zu opfern. Eine große Schar Priester trat ihm entgegen, um ihn zu warnen und davon abzubringen. Usijas Reaktion war Zorn, und im selben Moment brach in seinem Gesicht Aussatz hervor, von dem er nie wieder geheilt wurde. Er musste in einem besonderen Haus wohnen und sich von den Regierungsgeschäften zurückziehen. Stattdessen übernahm sein Sohn Jotam die Herrschaft (2. Kö 15,[[3]]; 2. Chr 26,16ff). Nach seinem Tod setzte man ihn wohl auf dem Begräbnisplatz der Könige bei, seines Aussatzes wegen aber nicht im königlichen Familiengrab. Eine aramäische Inschrift aus neutestamentlicher Zeit meldet: »Hierher wurden die Gebeine Usijas, des Königs von Juda, gebracht – öffne nicht!« Das scheint auf eine Umbettung zu deuten, die vielleicht durch Bauarbeiten in Jerusalem – etwa die von Herodes Agrippa II. – notwendig geworden war. In Am 1,1 und Sach 14,5 wird ein Erdbeben zur Zeit des Ussija erwähnt, das augenscheinlich großen Schrecken verbreitet hat. Dem jüdischen Geschichtsschreiber Josephus zufolge geschah es im Zusammenhang mit dem Eingriff des Königs in das Amt des Priesters.
  2. Ein Levit aus dem Geschlecht Kehats (1. Chr 6,9).
  3. Ein Aschtarotiter, der unter Davids Helden erwähnt wird (1. Chr 11,44).
  4. Der Vater eines Mannes namens Jonatan, der unter David als Vermögensverwalter eingesetzt wurde, hieß ebenfalls Usija (1. Chr 27,25).
  5. Ein Priester, der im Exil eine heidnische Frau genommen hatte und sie nun fortschicken musste, als das Volk unter Esra erkannte, dass sie damit gegen Gottes Willen gehandelt hatten (Esra 10,21).
  6. Der Vater des Judäers Ataja, der im Verzeichnis der Einwohner Jerusalems nach dem Exil aufgeführt wird (Neh 11,4).

Etliche Männer mit dem Namen Asarja, der »Jahwe hat geholfen« bedeutet, sind im Alten Testament bekannt: 

  1. Ein Judäer aus dem Geschlecht Serachs und der Familie Etans (1. Chr 2,8).
  2. Ein Levit, Nachkomme von Jizhar aus dem Geschlecht Kehats. Von ihm stammen der Prophet Samuel und der Sänger Heman ab (1. Chr 6,21).
  3. Einer der obersten Beamten Salomos, ein Sohn des Hohen Priesters Zadok und der Bruder von Ahimaaz (2. Sam 15,27; 1. Kö 4,2).
  4. Ein Enkel Zadoks und ein Sohn von Ahimaaz (1. Chr 5,35).
  5. Ein Sohn von Nathan (2. Sam 5,14), also war David wohl sein Großvater und Salomo sein Onkel. Er ist Vorgesetzter der 12 Amtleute unter Salomo (1. Kö 4,5).
  6. Ein Prophet und der Sohn von Oded. Er ermutigt König Asa, der 911-870 v.Chr. regiert, seine religiöse Reform gegen den heidnischen Götzendienst in ganz Juda und Benjamin durchzuführen (2. Chr 15,1-8).
  7. Zwei Söhne von König Joschafat (2. Chr 21,2). Falls es sich nicht um eine Textverderbtheit handelt, könnte man annehmen, dass beide von verschiedenen Müttern stammten, also Halbbrüder waren. 
  8. Ein Judäer aus dem Geschlecht Hezrons und der Familie Jerachmeels (1. Chr 2,38.39). Sein Großvater war Obed (V. 38), daher könnte er identisch sein mit dem Obersten Asarja, dem Sohn von Obed, der mithilft, Atalja zu stürzen und deren Enkel Joasch auf den Thron zu setzen (2. Chr 23,1).
  9. Ein weiterer Oberst, der Sohn von Jeroham, der beim Sturz Ataljas beteiligt ist (2. Chr 23,1).
  10. Einer der vornehmsten Ephraimiter, die das Heer Pekachs veranlassten, die gefangenen Judäer freizugeben, und ein Sohn von Johanan (2. Chr 28,12).
  11. Ein Sohn von Amazja und König von Juda, auch Usija genannt (vgl. 2. Kö 15,1 mit 2. Chr 26,1). Bei Asarja könnte es sich um den Thronnamen und bei Usija um den volkstümlichen Namen des gleichen Königs handeln. 
  12. Ein Hoher Priester (1Chr 5,36), wahrscheinlich derselbe, der Usija zurückwies, als der König sich das Priesteramt anmaßte (2. Chr 26,16-20). Vielleicht war er noch zur Zeit Hiskias im Amt (2. Chr 31, 10.13), wahrscheinlich aber gab es dann einen anderen Priester, der ebenfalls Asarja hieß.
  13. Ein Kehatiter, der als Vater von Joël erwähnt wird (2. Chr 29,12).
  14. Ein Levit vom Geschlecht Meraris. Er und Joël halfen zur Zeit Hiskias mit, den Tempel zu reinigen (2. Chr 29,12).
  15. Ein Hoher Priester, ein Sohn von Hilkija und der Vater von Seraja, nicht lange vor der babylonischen Gefangenschaft (1. Chr 5,39.[[3]]; Esra 7,3).
  16. Ein Sohn von Hoschaja, der zusammen mit anderen die Berufung Jeremias anzweifelt (Jer 43,2).
  17. Der hebräische Name für Abed-Nego (Dan 1,6.7).
  18. Ein Verbannter, der mit Serubbabel aus dem Exil in Babylon zurückkehrte (Neh 7,7). Vielleicht der gleiche, der in Esra 2,2 Seraja genannt wird.
  19. Ein vornehmer Judäer, wohl ein Fürst Judas, der an der feierlichen Einweihung der Mauer Jerusalems teilnahm (Neh 12,33).
  20. Der Sohn von Maaseja, der zu Nehemias Zeit ein Haus in Jerusalem besaß und die Mauer daneben ausbesserte (Neh 3,23.24).
  21. Einer der Leviten, die dem Volk das Gesetz erklärten, das Esra verlas (Neh 8,7). 
  22. Ein Priester, der zur Zeit Nehemias die Verpflichtung auf das Gesetz besiegelte (Neh 10,3).
  23. Ein Nachkomme Hilkijas und Tempelvorsteher nach der babylonischen Gefangenschaft (1. Chr 9,11).

ist einer der ersten Propheten, von denen eine Sammlung ihrer Sprüche erhalten ist, und wirkt etwa zeitgleich mit Hosea und Jesaja. Bevor Gott Amos ins Prophetenamt ruft, ist er Schafzüchter (Am 1,1), und aus Am [[[[6]]]],14 ist zu schließen, dass er auch Maulbeerfeigen züchtete. Amos ist in jedem Fall ein einfacher Mann: An den Bildern, die er in seiner Predigt gebraucht, kann man den mit dem Land und seinen Gegebenheiten verwurzelten Mann erkennen (vgl. Am 3,4.8.12; 4,1; 5,8.19 u.ö.). Dennoch ist seine kraftvolle, bildreiche Sprache prägnant und klar und erhebt sich teilweise zu dichterischem Parallelismus.
Amos kommt eigentlich aus Tekoa (Am 1,1), das in Juda, 16 km südlich von Jerusalem, liegt. Aber sein Hauptwirkungsgebiet ist das Nordreich, wo außer ihm nur Hosea wirkt, der auch von dort stammt. Von Gott berufen (um 760v.Chr.) verlässt er seine Herden (Am 7,15) und begibt sich von Judäa nach Israel in das Zehnstämmereich, das sich zu dieser Zeit unter dem König Jerobeam II. (787-747 v.Chr.) in politischer und wirtschaftlicher Blüte befindet. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel wirkt hier seine prophetische Predigt von der Gerechtigkeit Gottes, mit der er auf den inneren Verfall verweist, den die glänzende Fassade des wirtschaftlichen Aufschwungs nicht
verbergen kann: Auf religiösem, sittlichem und sozialem Gebiet herrschen schlimmste Missstände, und das Gericht ist unvermeidlich. Der Menge, die wahrscheinlich gerade das Herbstfest feiert und sich zu dem goldenen Stierbild drängt, das Jerobeam I. aufgerichtet hatte, erzählt er seine Vision vom Bleilot oder Senkblei (neuere Erkenntnisse lassen auch die Übersetzung Zinn zu; Am 7,7-9). Als Amos seine Botschaft schließlich auch in Bethel am Heiligtum Israels ausrichtet, versucht ihn derPriester Amazja von dort zu verdrängen.
Amazja warnt ihn, nachdem er ihn bei Jerobeam II. angezeigt hat (Am 7,10-15). Die berühmte Antwort lautet: Ich bin kein Prophet ... Aber der HERR nahm mich von der Herde ... (Am 7,14f). Amos ist jedoch nicht nur ein Unheilsprophet. Seine Worte lassen die Liebe Gottes durch das Gericht hindurchleuchten: in der geweissagten Bestrafung der Völker und der Aufforderung zur Buße, der die Rettung verheißen ist (Am 5,14.15). Schließlich taucht aber am Ende des Gerichtes die Verheißung des künftigen Heils auf, eine Zeit, in der Gott selbst sein Volk wieder aufrichtet und zu neuem, endgültigem Heil führt (Am 9,11ff). 
In seinen Gerichtsworten gegen andere Völker (Am 1f) ist es ungewöhnlich, dass auch inhumanes Verhalten der Fremdvölker untereinander, ohne Bezug zu Israel und Juda, als Grund zum Gericht angegeben wird.

Amos bedeutet Jahwe hat getragen.

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Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist