war ein riesiger, schwer bewaffneter Vorkämpfer der Philister, der einen Mann aus dem Heer Israels zum Zweikampf aufforderte. Während sämtliche gut gerüsteten Krieger sich fürchteten, meldete sich David, lehnte jegliche Waffenrüstung ab und besiegte Goliat mit einer Hirtenschleuder (1. Sam 17).

Vermutlich gehörte er zu den Resten der Anakiter, die sich unter anderem nach Gat gerettet hatten (Jos 11,22). 

war der bedeutendste König über Israel, ein Musiker und Dichter, und Gottes Verheißung über ihn, dass sein Haus ewig bestehen soll, erfüllt sich in Jesus Christus.

Davids Jugend

David wird seinem Vater Isai aus Bethlehem als jüngster von acht Söhnen geboren. In 1. Samuel 13,14 wird er als ein Mann nach dem Herzen Gottes bezeichnet, und auch nach menschlichem Ermessen ist er ein bewundernswerter Mensch: Er ist schön, kraftvoll, redegewandt und hat zwei eher gegensätzliche Begabungen: eine musikalische als guter Saitenspieler und eine mutige, die sich beim Hüten der Schafe seines Vaters zeigt (1. Sam [[[[6]]]],1.10.[[3]]; 1. Chr 2,13-16; 1. Sam 16,12.18; 17,34-36). Als König Saul Gott nicht gehorcht, wird er verworfen, und Gott beauftragt den Propheten Samuel, David zu Sauls Nachfolger zu salben und dadurch auch mit dem Geist des Herrn zu erfüllen (1. Sam 16, 1-13). Am Hof Sauls Als Saul von einem bösen Geist ergriffen wird, kommt David an seinen Hof, um ihn aufzumuntern. David erlangt Sauls Zuneigung, sodass er ihn zu seinem persönlichen Waffenträger ernennt (1. Sam 16). Zwischendurch kehrt David aber immer wieder zu den Schafen  seines Vaters zurück, der ihn eines Tages zu Sauls Heerlager schickt, um seinen Brüdern dort Proviant zu bringen. Einer der Philister, Goliat, fordert gerade zum Zweikampf auf. Während die anderen Krieger sich fürchten, nimmt David die Herausforderung an, verzichtet auf jegliche Rüstung und streckt den Riesen stattdessen mit einem Stein aus seiner Schleuder nieder. Anschließend zieht er ganz an den Hof (1. Sam 16,14-18,2), wo die legendäre Freundschaft zwischen David und Sauls Sohn Jonatan beginnt. Als das Volk begeistert Davids Tapferkeit mit den Worten »Saul hat Tausende erschlagen, David aber Zehntausende« feiert, wird Saul eifersüchtig und schmiedet einige Pläne, um David loszuwerden: Er lässt ihn gegen die Philister kämpfen, fordert als Brautpreis für seine Tochter Michal 100 Vorhäute von Kriegern und versucht ihn, mit einem Speer zu töten, woraufhin David zu Samuel nach Rama flieht (1. Sam 19). Bei einer letzten Begegnung bestätigt ihm Jonatan die Unmöglichkeit jeder Versöhnung mit Saul, und beide sichern sich noch einmal ihre Freundschaft zu (1. Sam 20).

Flucht und Aufenthalt in der Wüste und in Gat

David flieht erst nach Nob zu dem Priester Ahimelech, der ihm Brot und eine Waffe gibt, und anschließend zu dem Philisterkönig Achisch nach Gat. Als man ihn dort gefangen nehmen will, stellt er sich wahnsinnig (1. Sam 21; Ps 34,1; 56,1) und sucht nun in der Höhle Adullam Schutz. Dort sammelt er eine Gruppe von vierhundert Männern um sich und bringt seine Eltern, die ebenfalls zu ihm kommen, beim Moabiterkönig in Sicherheit. Gott schickt ihn nach Juda und von dort weiter nach Keïla, das sie von den Philistern befreien. Saul hört von Davids Aufenthalt in Keïla und beginnt die jahrelange, erbarmungslose Verfolgung seines Gegners (1Sam 23). Zweimal verzichtet David auf die Gelegenheit, Saul zu töten, um sich nicht am Gesalbten des Herrn zu vergreifen und dafür bestraft zu werden (1. Sam 23-26). Um Saul endgültig zu entkommen, schließt er sich mit seiner Truppe und seinen beiden Frauen Abigajil und Ahinoam in Gat dem Philisterkönig Achisch an, der ihm ein Stück Land ihn Ziklag zuweist. David gerät in einen Zwiespalt: Weil er nicht gegen sein eigenes Volk kämpfen will, Achisch aber genau das von ihm erwartet, muss er andere Völker bekämpfen und Achisch belügen (1. Sam 27). Als Achisch gegen Sauls Heer zu Felde zieht, will er sich von David begleiten lassen, aber als mögliche Überläufer schickt man David und seine Männer doch wieder nach Hause (1. Sam 28). So kämpft David nicht in der Schlacht im Gebirge von Gilboa, in der Jonatan getötet wird und Saul sich in sein eigenes Schwert stürzt (1. Sam 31). Stattdessen finden sie bei ihrer Rückkehr Ziklag verbrannt und ihre Frauen und Kinder geraubt, woraufhin Davids Leute zu meutern beginnen und ihn steinigen wollen. Da tut David, was er seit Keïla versäumt hat: Er befragt den Herrn – und bekommt Antwort. Sie besiegen die Amalekiter, doch die Freude darüber wird von der Trauer über Jonatans und Sauls Tod abgelöst, die in einem Klagelied Ausdruck findet (1. Sam 30-31).

David als König

Mit dreißig Jahren wird David von seinem Stamm Juda zum König gesalbt. Obwohl Sauls Heerführer Abner Sauls SohnIsch-Boschet zum König einsetzt, nimmt Davids Macht im jahrelangen Krieg zwischen Juda und Israel ständig zu.
Hilfreich ist ihm dabei vor allem sein Heerführer und Neffe Joab, der zusammen mit seinem Bruder Abischai schließlich Abner auch tötet – aus Rache, weil Abner Joabs Bruder Asaël getötet hatte. David lässt diesen Mord an Abner ungestraft, doch als kurz darauf zwei Streifscharführer aus dem Stamm Benjamin Isch-Boschet überfallen und seinen Kopf nach Hebron bringen, lässt David sie sofort hinrichten (2Sam 2-4). Nach 7-jähriger Regierungszeit über Juda wird er nun von den Ältesten zum König über ganz Israel gesalbt (2. Sam 5,1-5; 1Chr 11,1-3; 12,23-40). Inzwischen ist er Vater von sechs Söhnen, darunter Amnon, Absalom und Adonija.

Die Bundeslade

Als erste Aktion in seiner Regierung erobert David Jerusalem, das man eigentlich für uneinnehmbar gehalten hatte, und macht es zur Hauptstadt. Eine politisch und militärisch außerordentlich kluge Entscheidung: Der auf der Grenze von Juda und Benjamin gelegene Ort bedeutet weder eine Bevorzugung des Nordens noch Judas. Die folgende Zeit ist sehr ereignisreich: Weitere Frauen und Nebenfrauen schenken ihm noch mehr Söhne und Töchter (2. Sam 5,6-16; 1Chr 3,4-9; 14,1-7), er befestigt die Stadt neu und lässt seinen Königspalast dort errichten. Außerdem holt er die Bundeslade aus dem Land der Philister zurück – von den Leviten getragen und geleitet unter dem Jubel des ganzen Volkes. Er selbst tanzt auf dem Weg – nur mit dem Priesterschurz bekleidet – vor der Lade her. Michal verachtet dieses Verhalten und wird dafür nun kinderlos bleiben (2. Sam 6; 1. Chr 13; 15.16). Als die Bundeslade wieder im Land ist, muss der tägliche Gottesdienst komplett neu geordnet werden: Priester, Sänger und Tempeldiener werden gezählt und eingeteilt. Dem Dichter und Musiker David liegen dabei besonders die Sänger, ihre Lieder und ihre Musik zum Lob des Herrn am Herzen. Hier wirkt er durch seine eigenen Psalmen mit und beauftragt Asaf und seine Brüder, Gott für die Überführung der Lade ein Danklied zu singen (1. Chr 6,16-32; 9,22; 16,4-42; 23,1-26,28).
Als David aus Dankbarkeit für die Fülle des Segens Gottes seinen Zedernpalast in der Mitte eines befriedeten Reiches betrachtet und mit der Zeltwohnung der Bundeslade vergleicht, wächst in ihm der Wunsch, nun auch für die Lade Gottes ein Haus, nämlich einen Tempel zu bauen. Doch der Wille Gottes lautet anders: Weil David in seinen Kriegen viel Blut vergossen hat, wird erst Davids Sohn Salomo den Bau ausführen (1. Chr 22,8), während David ihn nur vorbereitet, indem er Baumaterial und Pläne zusammenstellt (2. Sam 7; 1. Chr 17; 22; 28,1-29,21). Doch Gott gibt David eine Verheißung und verspricht, dass Davids Haus ewig vor Gott bestehen wird. Bei einer Volkszählung, die David gegen den Willen Gottes durchführt, kommt die Pest als Strafe über Israel. Doch Gott lässt sich von seiner Barmherzigkeit erweichen und hält seinen Engel davon ab, Israel weiter zu bestrafen. Dies geschieht auf der Tenne des Jebusiters Arauna, und Gott befiehlt David durch den Propheten Gad, an diesem Ort einen Altar zu errichten, und später beginnt Salomo dort auch den Tempelbau (2. Sam 24; 2Chr 3,1).

Herrschaft und Staatsorganisation

David festigt sein Reich durch viele Siege über die Nachbarvölker: Er unterwirft die Philister (2. Sam 5), bleibt im Norden  Sieger gegen die Syrer, im Süden und Südosten richtet er seine Herrschaft über Moab, Edom und die Amalekiter auf
(2. Sam 8), und nachdem sich die Aramäer unterworfen haben, macht er die gefangenen Ammoniter zu Zwangsarbeitern (2Sam 10). Israel nimmt nun, abgesehen von den schmalen Küstenstrichen der Philister und Phönizier, den ganzen Raum zwischen dem Meer und der arabischen Wüste ein und hat damit die Grenzen seines verheißenen Landes im Wesentlichen erreicht (4. Mo 34,2-12; Hes 47,15-20). 
Das Heer und auch die Verwaltung des ausgedehnten Reiches erfordern eine umfassende Organisation. David richtet wahrscheinlich nach ägyptischem Vorbild die Ämter des Kanzlers und des Schreibers ein (2. Sam 8,16.17), beruft sich
Ratgeber (1. Chr 27,32-34) und setzt verschiedene Beamte, einen Aufsichtsleiter über die Fronarbeiten (2. Sam 20,24) und neben den Fürsten der Stämme (1. Chr 27,16-22) Richter und Verwaltungsbeamte ein (1. Chr 26,29-32). Den höchsten
militärischen Rang hat der Oberbefehlshaber des Heeres, eines Volksaufgebotes, das in 12 Abteilungen gegliedert wird (1. Chr 27,1-15), und der Befehlshaber der Leibwache (2. Sam 20,23). Eine Sonderstellung nehmen die Kriegshelden
Davids ein, seine Gefährten noch aus der Zeit der Flucht vor Saul, deren Taten gerühmt und bewundert wurden. Eine Reihe von ihnen (Joab, Abischai, Benaja) finden wir später in hohen Kommandostellen (2. Sam 23,8-39; 1. Chr
11,10-12,22; 20,4-8). In Davids Regierungszeit – es ist nicht ersichtlich, wann genau – herrscht in Israel drei Jahre lang eine Hungersnot. Sie ist noch die Strafe dafür, dass Saul Jahre zuvor versucht hatte, die Gibeoniter auszurotten, obwohl sie eigentlich mit Israel verbündet waren. David wird nun von Gott beauftragt, diese Schuld zu sühnen. Auf ihren Wunsch liefert er daher sieben Nachkommen Sauls den Gibeonitern aus und stimmt Gott damit wieder gnädig (2. Sam 21,1-14). Weil er sich
jedoch mit Jonatan Treue geschworen hatte, nimmt er einen Nachkommen Sauls, Jonatans gelähmten Sohn Mefi-Boschet, an seinen Hof auf und lässt ihn wie die eigenen Söhne versorgen (2. Sam 9).

Davids Ehebruch

Mitten auf der Höhe seiner Macht stürzt David in die Tiefe der Sünde. Vom Dach seines Hauses aus beobachtet er eine Frau beim Baden. Obwohl er erfährt, dass es Batseba ist, die Frau Urias, lässt er sie holen und verführt sie. Als dann David gemeldet wird, dass sie ein Kind von ihm erwartet, stellt er Uria beim Kampf in die vorderste Reihe, in derHoffnung, dass er dort getötet wird, und so kommt es auch. Nach Urias Tod wird Batseba offiziell Davids Frau und die Mutter eines Sohnes. Gott lässt David durch den Propheten Nathan sein Urteil verkünden: Ewig wird das Schwert nicht mehr von Davids Haus lassen – was sich bis heute hin erfüllt hat. Das Todesurteil über David selber wird aufgehoben, als er seine Sünde bekennt, doch sein Sohn muss sterben. Er bekommt mit Batseba jedoch einen zweiten Sohn, seinen späteren Nachfolger Salomo (2. Sam 11,2-12,25). Von jetzt ab steht Davids Leben zugleich unter Gericht und Verheißung.

Absaloms Aufstand

Davids ältester Sohn Amnon verliebt sich in Tamar, die Schwester seines Halbbruders Absalom, verführt sie und verstößt sie anschließend. Obwohl David davon erfährt, verzichtet er auf eine Bestrafung und veranlasst damit seinen jüngeren Sohn Absalom, zwei Jahre später Rache zu üben und Amnon umbringen zu lassen. Absalom flieht daraufhin zu seinem Großvater nach Geschur, und erst Joab bewegt David, ihn zurück nach Jerusalem zu holen (2. Sam 13-14).
Absalom gewinnt das Herz des Volkes, indem er ihm eine günstigere Rechtssprechung zusagt. So gelingt ihm eine Verschwörung, die offensichtlich für David sehr gefährlich ist: Als Absalom sich als König ausrufen lässt, flieht David mit einigen Leuten aus dem Volk in die Wüste und an den Jordan (2. Sam 15-16). Unterwegs trifft er seinen treuen Diener Huschai und schickt ihn zu Absalom. Er soll dessen Vertrauen gewinnen, aber für David arbeiten – und das gelingt ihm: Als Absalom Huschai befragt, ob ein Vorschlag seines Ratgebers Ahitofel zum Kampf gegen David klug ist, kann Huschai ihn von dem Plan abbringen und David warnen. David flieht über den Jordan und sammelt sein Heer in Mahanajim, wo er das Heer seines Sohnes Absalom besiegt. Obwohl er den ausdrücklichen Befehl gegeben hatte, Absalom nicht zu töten, bringt Joab ihn um und stürzt David damit in tiefe Trauer (2. Sam 16-18). Auf dem Rückweg nach Jerusalem erweist David, der in all dem Gottes Gericht erkannt hat, einigen Männern, die ihn verleumdet oder verlassen hatten, Barmherzigkeit. Er kann damit aber nicht verhindern, dass sich das Volk Scheba, einem Mann aus dem Stamm Benjamin, anschließt, der einen neuen Aufstand anzettelt. Nachdem Joab erst Amasa getötet hatte, der vom König an seiner Stelle zum Heerführer eingesetzt worden war, gelingt es ihm, den Aufstand niederzuschlagen (2. Sam 19-20).

Davids Tod

Als David schon sehr alt ist, wird ihm ein letztes Mal die Herrschaft streitig gemacht: Sein jetzt ältester Sohn Adonija ernennt sich zum König, ohne dass David etwas davon weiß. Batseba bittet David, noch vor seinem Tod ihren Sohn Salomo als neuen König bekannt zu geben, den er zuvor schon dazu bestimmt hatte. So wird Salomo noch am gleichen Tag zum König gesalbt und ausgerufen – und David darf zu Lebzeiten seinen vom Herrn bestimmten Nachfolger auf dem Thron und so auch das Reich nach all den inneren Wirren sicher in eine Friedenszeit hineingeführt sehen. In seinem letzten Willen empfiehlt er Salomo, Gott zu gehorchen, und verpflichtet ihn, Joabs Vergehen zu bestrafen, die Söhne Barsillais, der ihn bei einer Schlacht versorgt hatte, zu belohnen, und Schimi, der ihm geflucht hatte, nicht ungestraft zu lassen. Nach einer Regierung von über 40 Jahren und einem Leben voller Höhen und Tiefen stirbt er mit 70 Jahren und wird in Jerusalem beigesetzt (1. Kön 1,1-2,12).

Davids Leben im Urteil der Bibel

David kann in einer langen und tatkräftigen Herrschaft voll großer außen- und innenpolitischer, militärischer und organisatorischer Erfolge ein ausgedehntes Reich aufbauen und unter Überwindung aller Schwierigkeiten bewahren. Er ist Feldherr und Staatsmann zugleich, kann geduldig warten und blitzschnell handeln. Als Musiker und Dichter singt er die Totenklage um Saul und Jonatan und die Psalmen, die sein ganzes Leben begleiten (vgl. die Überschriften zu Ps 59; Ps 52; Ps 56 und Ps 34; Ps 57 und Ps 142; Ps 63; Ps 54; Ps 60; Ps 18 und 2Sam 22; Ps 51; 3; 2. Sam 23,1-5.) 

David ist reich auch als Mann und Vater, aber hier am stärksten gefährdet. Seine Frauenliebe zieht Ehebruch und Mord nach sich, und die Liebe zu seinen Söhnen führt dazu, dass Verbrechen ungestraft bleiben. Nachgiebigkeit in der eigenen Familie, auch dem Neffen Joab gegenüber, führt zu einer Verletzung seiner königlichen Amtspflicht und vergrößert die Auswirkungen seiner eigenen Sünden noch. Doch ist nicht das Versagen das Entscheidende in diesem Leben, sondern der Reichtum, die Fülle der Erfolge, die aus den Verheißungen und dem Segen des barmherzigen Herrn erwachsen, an dem David festhält und zu dem er immer wieder zurückkehrt. Im Urteil Gottes sind die Sünden vergeben und ausgelöscht. David bleibt der König, den ich erwählt habe und der Gebote und Rechte gehalten hat (1. Kö 11,33f), der meine Gebote hielt und mir von ganzem Herzen nachwandelte (1. Kö 14,8). 

Sein Name bedeutet wahrscheinlich Bruder des Vaters oder auch Liebling, und an diesem Vorbild des Lieblings Gottes werden die Könige Judas und Israels immer wieder gemessen, von Salomo (2. Chr 7,17; 1. Kö 3,3; 11,4.6) und Jerobeam (1. Kö 11,38; 14,8) bis zu Hiskia (2. Kö 18,3) und Josia (2. Kö 22,2). Um Davids willen verschont der Herr Salomo, wie er es in 2. Samuel 7,15 verheißen hat (1. Kö 11,12.13), Abija (1. Kö 15,4.5), Juda (2. Kö 8,19) und Jerusalem (2. Kö 19,34; 20,6); und um Davids willen wird Gott für den König gebeten (Ps 132,10-18). Wie hier der Psalmbeter, sobezieht sich auch der Herr immer wieder auf seine David gegebene Verheißung (Jes 55,3; Jer 33,14-17). 

Das Neue Testament sieht in David den Propheten (Apg 2,30) und Glaubenshelden (Hebr 11,32), den Mann nach Gottes Herzen und Vorfahren (Apg 13,22.23; Mt 1,1.6) des Davidssohnes (Mt 9,27; 15,22; Röm 1,3), der zugleich Davids Herr ist: Christus (Mt 22,42-45). In diesem kommen die David gegebenen Zusagen zur Erfüllung (Lk 1,32.33).

Jonathan
Der Name war offensichtlich sehr beliebt zur Zeit des Alten Testaments. Er bedeutet »Jahwe hat gegeben«.

  1. Ein Mann, der unter den Nachkommen Judas erwähnt wird. Er war ein Sohn Jadas (1. Chr 2,32.33).
  2. Ein Sohn beziehungsweise Enkel oder Nachkomme Gerschoms, des Sohnes Moses (Ri 18,30). Jonatan und seine Söhne waren Priester in Dan, dem früheren Lajisch. Dort hatten die Daniten das Götzenbild aufgestellt, das sie dem Ephraimiten Micha fortgenommen hatten (V. 29.31). Zweifellos ist Jonatan derselbe Levit, der junge Mann aus Bethlehem in Juda, der Michas Priester gewesen und dann mit den Daniten weggezogen war (Ri 17,7-23; 18,3-6.13-27).
  3. Der älteste Sohn Sauls und seiner Frau Ahinoam (1. Sam 14,49.50). Obwohl er der rechtmäßige Erbe seines Vaters war, entwickelte sich zwischen ihm und David eine tiefe Freundschaft, wohl die bekannteste und meistzitierte Freundschaft in der Bibel. Je mehr Saul – von Gott verlassen und ein Opfer zunehmender Ängste und Leidenschaften – Hass gegen David entwickelte, der sein Nachfolger werden sollte, desto mehr wurde Jonatan, der zu dem Bruderpakt stand, den er mit David geschlossen hatte, zu Widerstand und Betrug gegenüber seinem Vater gezwungen. Auf die Dauer konnte aber auch Jonatans Vermittlung nicht mehr helfen, und er gab David den Rat zu fliehen (1. Sam 20). In der Wüste Sif trafen sich beide noch einmal. Dabei sprach Jonatan seine Gewissheit aus, dass David König über Israel werden würde, und stärkte damit Davids Vertrauen auf Gott (1Sam 23,16-18). Die Trennungsszene zwischen den beiden Freunden ist bewegend.
    Jonatan begann den Kampf gegen die Philister in Gibea (1. Sam 13,3). Seine Tapferkeit und sein Mut als Krieger, an die Davids Klagelied erinnert (2. Sam 1,22), zeigen sich deutlich bei seinem Angriff auf eine Garnison der Philister bei Michmas und Geba. In der Schlacht gegen die Philister auf dem Gebirge Gilboa fiel Jonatan mit seinen Brüdern, während sich Saul in sein eigenes Schwert stürzte (1. Sam 31,2; 1. Chr 10,2). Die Einwohner von Jabesch in Gilead holten ihre Leichname, die die Philister an die Mauer von Bet-Schean gehängt hatten, und begruben sie unter dem Tamariskenbaum bei Jabesch (1. Sam 31,10-13). David widmete Saul und Jonatan eine Totenklage (2. Sam 1,17-27) und nahm später Jonatans Sohn Mefi-Boschet, der an beiden Füßen gelähmt war, zu sich an den Hof (2. Sam 4,4; 9).
  4. Davids Onkel (1. Chr 27,32). Falls man das hebräische Wort dod auch mit »Neffe« oder generell »Verwandter«übersetzen kann, könnte er auch der Sohn von Davids Bruder Schamma sein, der einen Riesen erschlug, der sechs Finger und sechs Zehen hatte (2. Sam 21,21; 1. Chr 20,6.7).
  5. Ein Sohn des Priesters Abjatar. Er erhielt mit Zadoks Sohn Ahimaaz während Absaloms Aufstand die Verbindung zwischen Huschai in Jerusalem und dem geflohenen König David aufrecht (2. Sam 15,36; 17,15-22). Später brachte er Adonija die Nachricht, dass Salomo zum König gesalbt sei (1. Kön 1,41-49).
  6. Einer von Davids kriegerischen Helden. Er war ein Sohn Schages, des Harariters (2. Sam 23,32; 1. Chr 11,34).
  7. Ein Vermögensverwalter unter David und der Sohn von Usija (1. Chr 27,25).
  8. Ein Levit zur Zeit von König Joschafat von Juda (2. Chr 17,8).
  9. Ein Schreiber, in dessen Haus der Prophet Jeremia gefangen gehalten wurde, als ihm vorgeworfen wurde, dass er zu den Chaldäern überlaufen wolle (Jer 37,15.20; 38,26).
  10. Ein Sohn Kareachs und ein Bruder Johanans. Er war einer der Juden, die zu Gedalja nach Mizpa kamen, nachdem Jerusalem von den Babyloniern erobert worden war (Jer 40,8).
  11. Die Obersten der Priestergeschlechter Malluch und Schemaja zur Zeit des Hohen Priesters Jojakim (Neh 12,14.18).
  12. Der Vater des Leviten Secharja zur Zeit Nehemias (Neh 12,35).
  13. Der Vater eines Mannes namens Ebed, der mit Esra aus der Gefangenschaft in Babylon zurückkehrte (Esra 8,6).
  14. Ein Sohn Asaëls. Er widersetzte sich, als Esra die Mischehen auflösen wollte, die etliche Israeliten in der Gefangenschaft mit ausländischen Frauen geschlossen hatten (Esra 10,15).

Saul
Neben dem bekanntesten Vertreter dieses Namens, dem ersten König von Israel, gibt es drei weitere Männer im Alten Testament, die Saul heißen, und auch der jüdische Name des Apostels Paulus lautet so. Er bedeutet (von Gott) erbeten oder (Gott zum Dienst) geliehen.

  1. Die Geschichte von König Saul begann wie ein Märchen, endete schließlich aber wie eine Tragödie. Saul kam aus dem Stamm Benjamin, sein Vater hieß Kisch und sein Heimatort Gibea. Gib uns einen König, der uns richte (1. Sam 8,6), verlangte das Volk, als Samuel Richter und Prophet in Israel war. Mit ihm selbst waren die Israeliten sehr zufrieden, doch seine Söhne waren bestechlich und eigennützig, und da er selbst inzwischen alt war und die umliegenden Völker von Königen regiert wurden, forderte das Volk nun auch einen König an seiner Spitze. Entgegen seiner eigenen Überzeugung, aber weil Gott es ihm befahl, salbte Samuel Saul zum König. Saul war ein gut aussehender Mann, hochgewachsen und auf der Suche nach entlaufenen Eselinnen, als Samuel ihm begegnete. Der Prophet lud ihn zum Essen ein, ließ ihm ein extra für ihn zurückbehaltenes Stück Fleisch zubereiten und machte ein Nachtlager für ihn zurecht (1Sam [[2]]). Am nächsten Morgen machten sich die beiden Männer auf zum Ende der Stadt. Samuel nahm einen Krug mit Öl, goss es über Sauls Kopf und sagte: Siehe, der Herr hat dich zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt (1Sam 10,1). Als Saul sich von Samuel abwandte, um wegzugehen, gab Gott ihm ein anderes Herz (1. Sam 10,9). Gott bestätigte diese Salbung kurz darauf während einer Volksversammlung. Samuel ließ den König durch ein Losverfahren bestimmen, und das Los traf auf Saul, der sich zunächst versteckt hielt. Bei beiden Gelegenheiten, der Salbung und der Auslosung, wird Sauls Bescheidenheit hervorgehoben, später in seinen Kämpfen ist es seine Großmut. Sauls Anerkennung als König erfolgte schließlich durch den Sieg über die Ammoniter und die Errettung des belagerten Jabesch in Gilead (1. Sam 11). Überhaupt werden von Sauls Aufgaben und Taten vor allem seine Auseinandersetzungen mit den Nachbarvölkern Israels erwähnt, auf die inneren Angelegenheiten Israels scheint er weniger Einfluss gehabt zu haben. Obwohl von Gott eindeutig erwählt und bestätigt, wurde Saul sehr bald von Gott verworfen. Der dreifache Anlass scheint geringfügig: Saul griff ungeduldig in Samuels Opferamt ein (1. Sam 13), legte ein übereiltes Gelübde ab (1. Sam 14) und führte auf Anraten des Volkes einen Befehl Gottes nur ungenau aus (1. Sam 15). Schon bald bereute Gott Sauls Erwählung, aber wie schon die Salbung, blieb die Verwerfung zunächst eine Sache zwischen Saul und Gott; offiziell unterstützte Samuel den König weiterhin. Erst nach und nach nahm die Verwerfung konkrete Formen an, indem David immer weiter aufstieg (1Sam 18,12; 20,31). Obwohl Gottes Abwenden zunächst noch keine öffentlichen Konsequenzen hatte, wurde Saul innerlich von einem bösen Geist vom Herrn (1. Sam 16,14) gequält. Um sich Ablenkung und Beruhigung zu verschaffen, befahl er seinen Leuten, einen Saitenspieler für ihn zu finden. Auf diese Weise kam David an seinen Hof. Saul schloss ihn ins Herz und machte ihn zu seinem Waffenträger. Doch je erfolgreicher David wurde, angefangen bei seinem Kampf gegen den Riesen Goliat bis hin zu Schlachten, in die Saul ihn schickte, desto größer wurde Sauls Eifersucht, die durch den Jubel des Volkes gegenüber David nur noch verstärkt wurde. Als David eines Tages bei seinem täglichen Musikspiel vor Saul saß, versuchte dieser, ihn mit einem Speer zu erstechen. Doch als es David zweimal gelang, ihm zu entweichen, fürchtete sich Saul und machte David zum Heerführer. Saul verbiss sich immer mehr in seine feindseligen Gedanken gegenüber David, obwohl sein Sohn Jonatan ihm zu beweisen versuchte, dass David ihm nicht feindlich gegenüberstand. Auch dass David zweimal günstigste Möglichkeiten zu einem Attentat demonstrativ ausließ, konnte Saul nicht umstimmen. Und immerhin war sogar Saul
    selbst zur Erkenntnis gekommen: Du bist gerechter als ich, du hast mir Gutes erwiesen; ich aber habe dir Böses erwiesen (1. Sam 19,4ff; 1. Sam 24). Dennoch blieb Saul bei seiner feindseligen Haltung, worin sicherlich auch diebesondere Tragik seines Lebens zu suchen ist. Nachdem Samuel gestorben war, hatte Saul Geisterbeschwörer und Zeichendeuter vertrieben. Als er aber von den Philistern bedroht wurde und keine Antwort von Gott bekam, verkleidete er sich und suchte selbst eine Geisterbeschwörerin auf, die Samuel rufen sollte. Dieser kündigte ihm nicht nur die Niederlage, sondern auch seinen Tod an. Tatsächlich fielen im Kampf gegen die Philister drei von Sauls Söhnen. Durch den Kampf in die Enge getrieben und schwer verwundet, stürzte sich Saul daraufhin ins Schwert (1. Sam 31). Als die Philister ihn fanden, köpften sie ihn und hängten seinen Leichnam an der Mauer von Beth-Schean auf. Aber die Einwohner von Jabesch hatten ihren Befreier nicht vergessen: Sie nahmen Sauls Leiche, verbrannten sie und begruben die Gebeine (1. Sam 31,11-13). David dichtete eine erschütternde Totenklage über Saul und Jonatan (2. Sam 1,17-27).
    Eine alte Blutschuld Sauls an den Gibeonitern aber fand erst lange nach seinem Tod ihre Sühne, als zwei seiner Söhne und fünf Enkel hingerichtet wurden. Mit ihnen zusammen wurden nun auch Sauls und Jonatans Gebeine im Familiengrab seines Vaters Kisch beigesetzt (2. Sam 21,1-14).
  2. Ein König von Edom, der aus Rehoboth am Strom stammte (1. Mo 36,37.38; 1. Chr 1,48.49).
  3. Ein Sohn Simeons von seiner kanaanäischen Frau (1. Mo 46,10; 2. Mo 6,15; 1. Chr 4,24). Von ihm stammt das Geschlecht der Sauliter (4. Mo 26,13).
  4. Ein Levit aus dem Geschlecht Kehaths und der Sohn Usijas (1. Chr 6,9).
  5. Saul oder Saulus ist der ursprüngliche Name des Apostels Paulus, mit dem er in Apg 7-13 genannt wird. Nachdem in Apg 13,9 gesagt wird: »Saulus aber, der auch Paulus heißt«, kommt Saul nur noch in Apg 22,7.13; 26,14 in der Erzählung des Paulus vor.
Neben einem Vorfahren Christi, den Lukas im Stammbaum in Lk 3,23 aufzählt, kennt das Alte Testament noch einen andern Mann mit diesem Namen: den Hohenpriester zu Silo, der zugleich [[[[6]]]] Jahre lang Richter über Israel ist (1. Sam 1,9; 4,18). Er stammt aus dem Geschlecht Itamars, des jüngsten Sohnes Aarons (vgl. 1. Kö 2,27 und 1. Chr 24,3.6), und scheint der erste Hohe Priester aus dieser Linie zu sein. Aber wie Eli zu dem Priesteramt gekommen ist, das er sich sicher nicht angemaßt hat, oder wer sein unmittelbarer Vorgänger war, wissen wir nicht. Er ist auch der erste Richter aus dem Priestergeschlecht.

In hohem Alter kann sich Eli nicht mehr gegen die Eigenmächtigkeiten seiner Söhne durchsetzen (1. Sam 2,12-17.22-25; 3,13), und es erscheint erst ein Mann Gottes, der das Gericht über sein Haus ankündigt (1. Sam 2,27-36). Später lässt Gott dies noch einmal durch den jungen Samuel ankündigen (1. Sam 3,11-14.18). Der 98-jährige, erblindete Mann stürzt rückwärts vom Stuhl und bricht sich das Genick, als er die Unglücksbotschaft von der Niederlage bei Eben-Eser, dem Verlust der Bundeslade und dem Tod seiner Söhne empfängt (1. Sam 4, 1-18). Nach Elis Tod verliert das Amt des Hohen Priesters an Bedeutung, solange die Bundeslade in den Händen der Philister
ist und nachher in Kirjat-Jearim steht; der Prophet und Richter Samuel ist nun auch der religiöse Führer des Volkes. Das Gericht über das Haus Elis vollendet sich, als Salomo Abjatar absetzt und Zadok aus der Linie Eleasars an seine Stelle tritt (1. Kön 2,27.35).

Eli heißt übersetzt hoch und meint vielleicht Gott ist hoch

Weitere Beiträge …

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist